Schließen
Hier klicken um ein Land zu wählen

Backpacking in Fidschi

Fidschi hat in Europa ein Imageproblem, und zwar ein teures. Die meisten denken bei dem Namen an Wasserbungalows auf Stelzen, an Hochzeitsreisen und an Preise, die ein Backpacker nie zahlen würde. Das Gegenteil stimmt. Fidschi ist eines der wenigen Länder im Südpazifik, in dem du dich mit lokalen Bussen, Fähren und Dorm-Betten fortbewegen kannst, ohne dass dein Konto explodiert. Der Trick ist, den Resortgürtel möglichst schnell zu verlassen.

333 Inseln gehören zum Staat, gut hundert davon sind bewohnt, und ungefähr neunzig Prozent aller Besucher sehen genau zwei Inselketten davon. Der Rest liegt praktisch leer da. Wir reden hier über eine Ex-Hauptstadt mit UNESCO-Status, über Fähren, die 16 Stunden durch die Nacht schaukeln, über Wasserfälle im Regenwald und über die Frage, wie viel dich das Ganze am Ende wirklich kostet.

 

Reisen in Fidschi ist anders

Fast jeder landet in Nadi. Der internationale Flughafen liegt im trockenen Westen von Viti Levu, der großen Hauptinsel, und wer dort ankommt, steht erst mal in einem Ort, der wenig hergibt. Nadi Town ist eine Straße mit Souvenirläden, Wechselstuben und Verkäufern, die dich sehr freundlich in ihren Handicraft-Shop begleiten wollen. Man verliert dort nur Zeit. Fahr raus nach Wailoaloa Beach, das ist die Backpacker-Ecke, oder nimm gleich am nächsten Morgen das Boot.

Was Fidschi von den meisten tropischen Reiseländern unterscheidet, ist die Parallelwirtschaft. Es gibt einen Preis für Touristen und einen Preis für alle anderen, und die beiden haben wenig miteinander zu tun. Ein Abendessen für zwei im Resort kann locker 200 FJ kosten. Zehn Meter hinter dem Zaun kriegst du ein Roti mit Curry für 5 FJ, das dich satt macht. Wer das kapiert, reist hier günstig. Wer es nicht kapiert, kommt nach zehn Tagen pleite zurück und erzählt zu Hause, Fidschi sei unbezahlbar.

Dazu kommt der Sonntag. Fidschi ist tief christlich, jedenfalls auf der iTaukei-Seite. Sonntags ist fast alles zu, Busse fahren seltener, Dörfer sind in der Kirche, und laute Musik am Strand ist keine gute Idee. Plan den Tag nicht als Reisetag ein. Und noch was, das kaum jemand vorher sagt: Bargeld. Sobald du die Hauptinsel verlässt, wird der Geldautomat zum Gerücht. Auf Taveuni gibt es welche, auf den kleinen Yasawa-Inseln nicht. Zieh vorher genug ab.

Kultur in Fidschi

Fidschi besteht aus zwei großen Bevölkerungsgruppen, die nebeneinander leben und sich kulinarisch prächtig ergänzen, politisch aber eine schwierige Geschichte haben. Rund drei Fünftel der Menschen sind indigene iTaukei, gut ein Drittel sind Indo-Fidschianer. Deren Vorfahren kamen zwischen 1879 und 1916 als Kontraktarbeiter auf die Zuckerrohrplantagen der Briten. Girmitiya nennt man sie, abgeleitet vom englischen „agreement“. Etwa 60.000 Menschen wurden so nach Fidschi gebracht, viele blieben.

Das erklärt, warum du in Lautoka an einem Hindu-Tempel vorbeiläufst, zehn Minuten später an einer methodistischen Kirche und dazwischen an einem Laden, in dem Kava verkauft wird. Gesprochen wird iTaukei-Fidschianisch, Fidschi-Hindi und Englisch. Englisch reicht überall, aber ein „Bula“ beim Reinkommen und ein „Vinaka“ beim Rausgehen öffnen dir Türen, die sonst zu bleiben.

Harmonisch war das Miteinander nicht immer. 1987 gab es zwei Putsche, 2000 einen weiteren, 2006 noch einen. Ethnische Spannungen waren dabei jedes Mal Thema. Darüber redet man mit Fremden eher zurückhaltend, und ich würde das Thema auch nicht beim ersten Bilo Kava aufmachen. Wer länger bleibt und Vertrauen aufbaut, hört irgendwann Geschichten, die im Reiseführer nicht stehen.

Das Bindeglied ist Kava, auf Fidschi yaqona genannt. Gemahlene Wurzel des Rauschpfeffers, in Wasser eingerührt, aus einer halben Kokosnussschale getrunken. Schmeckt wie verdünnter Waldboden, macht die Zunge taub und nach ein paar Runden auch die Beine schwer. Getrunken wird abends, oft stundenlang, oft mit Gitarre. Für mich ist das der eigentliche Grund, warum Fidschi hängen bleibt.

Palmen und Sonnenuntergang an der Küste von Fidschi

Kulturelle Sehenswürdigkeiten in Fidschi

Fidschi hat genau ein UNESCO-Welterbe, und das kennen erstaunlich wenige Reisende: die alte Hafenstadt Levuka auf der Insel Ovalau, seit 2013 auf der Liste. Bis 1877 war das die Hauptstadt des Landes. Heute ist es eine Straße mit Holzhäusern aus dem 19. Jahrhundert, einer Thunfischfabrik und dem ältesten noch betriebenen Hotel des Pazifiks. Ansonsten lohnt sich diese Liste:

  • Levuka, historische Hafenstadt auf Ovalau (UNESCO-Welterbe)
  • Fiji Museum in den Thurston Gardens, Suva
  • Sri Siva Subramaniya Tempel in Nadi, größter Hindu-Tempel der Südhalbkugel
  • Navala Village im Landesinneren von Viti Levu, das letzte Dorf komplett aus traditionellen Bure
  • Tavuni Hill Fort oberhalb des Sigatoka River, tonganische Festungsanlage
  • Sigatoka Sand Dunes National Park mit Grabfunden aus der Lapita-Zeit
  • Lovoni Village im Krater eines erloschenen Vulkans, Ovalau
  • Suva Municipal Market, der beste Markt des Landes
  • Wairiki Catholic Mission auf Taveuni
  • Sawa-i-Lau Kalksteinhöhlen in den nördlichen Yasawas
  • Feuerlaufzeremonie der Sawau auf der Insel Beqa
  • Töpferdörfer Nakabuta und Lawai im Sigatoka Valley
  • Koroyanitu National Heritage Park mit dem Dorf Abaca oberhalb von Lautoka
  • Snake Temple bei Labasa auf Vanua Levu

Fidschireise: Was gibt es zu beachten?

Fidschi gilt als sicher, und das ist auch weitgehend so. Trotzdem: In Suva würde ich nachts nicht allein durch die Nebenstraßen laufen, und Handydiebstahl an Busbahnhöfen kommt vor. Am Fährterminal in Suva wurde einem Reisenden am helllichten Tag das Telefon aus der Hand gezogen, während er auf sein Ticket wartete. Rucksack vorne tragen, fertig.

Die größere Gefahr ist banaler. Die Sonne knallt hier anders als in Europa, auch bei Bewölkung. Das Riff ist scharf, und eine Schnittwunde am Fuß entzündet sich in den Tropen innerhalb von zwei Tagen. Nimm Riffschuhe mit und desinfiziere jede Schramme sofort. Leitungswasser ist in Nadi und Suva meist trinkbar, auf den kleinen Inseln lebst du von Regenwasser aus Tanks. Frag nach.

Dann die Sache mit den Dörfern. Wenn du ein Dorf besuchst, das nicht als Touristenattraktion vermarktet wird, gehört ein Sevusevu dazu. Du bringst dem Dorfoberhaupt gemahlene oder ganze Kava-Wurzel mit, kaufst du auf jedem Markt. Eine kleine Menge kostet rund 10 FJ, ein ordentliches Bündel für eine Gruppe eher 40 FJ. Übergeben wird sie im Gemeindehaus, dein Begleiter spricht ein paar Worte, dann kriegst du eine Schale Kava. Einmal klatschen, „Bula“ sagen, austrinken. Die erste Schale nimmst du an, alles danach ist freiwillig. Schultern und Knie bedeckt, Hut und Sonnenbrille ab, Tasche in der Hand statt über der Schulter. Wer das ignoriert, wird höflich behandelt und trotzdem nie wieder eingeladen.

Trinkgeld ist in Fidschi nicht üblich und wird in Dörfern teilweise als unangenehm empfunden. In Resorts gibt es oft eine gemeinsame Kasse für das gesamte Personal. Das ist der bessere Weg.

Backpacker Routen in Fidschi

Die Routenplanung in Fidschi funktioniert anders als in einem Land mit durchgehendem Straßennetz. Du planst nicht nach Kilometern, sondern nach Booten. Fährt die Fähre nur montags und freitags, bestimmt sie deinen Rhythmus, und daran ändert auch der beste Plan nichts. Viti Levu und Vanua Levu haben Ringstraßen, alles andere hängt am Wasser.

Das Rückgrat für die meisten Backpacker ist der Yasawa Flyer, ein Schnellkatamaran, der jeden Morgen um 8:45 Uhr in Port Denarau ablegt, sich durch die Yasawa-Kette nach Norden arbeitet und gegen 18 Uhr zurück ist. Bis zur nördlichsten Station Nacula sind es gut fünf Stunden. Dazu gibt es den Bula Pass, mit dem du innerhalb der gebuchten Tage beliebig ein- und aussteigen kannst, einen Hüpfer pro Tag. Wichtig: Der Pass enthält nur die Bootstransfers, keine Unterkunft, und du musst für jede Nacht eine Buchung vorweisen können. An Bord wird nur mit Karte bezahlt, Bargeld nimmt niemand.

Wie immer entscheidet die Zeit über die Route, und das Budget über die Zeit. Ihr könnt die Vorschläge dehnen oder kürzen, je nachdem was ihr habt. Hier zwei Varianten:

Route 1: Der Klassiker (15-20 Tage)

  • 1-2 Tage: Ankommen in Nadi, Wailoaloa Beach, Markt in Nadi Town, Sabeto Mud Pool
  • 6-8 Tage: Yasawa-Inseln mit dem Bula Pass, mindestens drei Stopps zwischen Kuata im Süden und Nacula im Norden
  • 2 Tage: Coral Coast ab Sigatoka, Sand Dunes National Park und Biausevu Wasserfall
  • 2-3 Tage: Pacific Harbour, Haitauchgang im Beqa Lagoon und Rafting auf dem Upper Navua
  • 1-2 Tage: Suva mit Municipal Market und Fiji Museum
  • 3-4 Tage: Ovalau und Levuka, Wanderung nach Lovoni in den Vulkankrater
  • 1 Tag Puffer für eine Fähre, die nicht fährt

Route 2: All or Nothing (32-42 Tage)

Die oben genannten Ziele sind auch hier Teil des Trips

  • 4-5 Tage: Taveuni, Bouma National Heritage Park und Lavena Coastal Walk
  • 2-3 Tage: Tauchen am Rainbow Reef in der Somosomo Strait, inklusive Great White Wall
  • 3-4 Tage: Savusavu auf Vanua Levu, heiße Quellen mitten im Ort und Namena Marine Reserve
  • 2-3 Tage: Labasa und die Nordseite von Vanua Levu, Zuckerrohrland und Snake Temple
  • 3-4 Tage: Kadavu und das Great Astrolabe Reef, eines der letzten wirklich abgelegenen Tauchreviere
  • 2 Tage: Navala Village und die Nausori Highlands im Inneren von Viti Levu
  • 2-3 Tage: Trekking im Koroyanitu National Heritage Park mit Übernachtung im Dorf Abaca
  • 2-3 Tage: Nananu-i-Ra bei Rakiraki, Kitesurfen bei ordentlich Wind
  • 1-2 Tage: Beqa Island, Feuerlaufzeremonie der Sawau
  • 3-5 Tage: Lau-Gruppe oder Rotuma mit einem Frachtschiff ab Suva, nur für Leute mit Zeit und starkem Magen
  • 2-3 Tage: Mamanuca-Inseln zum Ausklang, wenn du zum Flughafen zurückmusst

Bootstour beim Inselhopping zwischen den Fidschi-Inseln

Reisezeiten in Fidschi

Fidschi hat zwei Jahreszeiten, und die eine ist deutlich angenehmer. Von Mai bis Oktober ist Trockenzeit, die Temperaturen liegen bei angenehmen 25 bis 28 Grad, das Wasser ist klar, die Sicht beim Tauchen am besten. Juli und August sind Hochsaison, da ziehen die Preise spürbar an und die Yasawa-Resorts sind voll.

Von November bis April ist Regenzeit, und das heißt auf Fidschi auch Zyklonsaison. Offiziell läuft die von November bis April, das höchste Risiko liegt im Januar und Februar. Das ist keine theoretische Warnung. Im April 2026 hat der Zyklon Vaianu den Fährverkehr in den Mamanucas und Yasawas tagelang lahmgelegt, mehrere Routen wurden komplett eingestellt, und danach trieb so viel Treibgut im Wasser, dass die Boote nur noch langsam fahren konnten. Wer in dieser Zeit reist, spart 20 bis 30 Prozent und braucht eine Reiseversicherung, die Zyklonschäden abdeckt.

Regional ist der Unterschied krass. Der Nordwesten von Viti Levu rund um Nadi liegt im Regenschatten und bleibt auch im Winter trocken. Suva an der Südostseite bekommt fast 3.000 Millimeter Regen im Jahr verteilt auf über 200 Regentage. Ich habe in Suva vier Tage verbracht und drei davon geregnet gesehen. Das ist dort normal, nicht Pech.

Wenn du Mantarochen sehen willst, ist Mai bis Oktober deine Zeit, dann ziehen sie durch die Kanäle zwischen Drawaqa und Naviti in den Yasawas. Meine persönliche Empfehlung sind Mai, Juni und Oktober. Wetter stabil, Preise moderat, Boote nicht voll.

Backpacker Budget in Fidschi

Fidschi ist nicht Südostasien, aber auch nicht der Alptraum, für den es gehalten wird. Auf dem Festland kommst du mit 35 bis 45 Euro am Tag gut durch. Sobald du auf die Inseln wechselst, steigt das auf 55 bis 70 Euro, und zwar unvermeidlich, weil du dort keine Wahl hast. Auf einer Yasawa-Insel gibt es genau eine Küche, und das ist die vom Resort. Vollpension ist Pflicht, weil du sonst verhungerst.

Gerechnet wird in Fidschi-Dollar. Grob überschlagen sind 100 FJ etwa 40 Euro, aber schau vor der Reise auf den aktuellen Kurs, die Zahl bewegt sich. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Resorts, in Dörfern und auf Märkten brauchst du Scheine.

Tägliches Budget pro Person etwa 50 Euro im Schnitt

  • Unterkunft 14-25 Euro
  • Essen 8-15 Euro
  • Getränke und Wasser 3 Euro
  • Lokale Busse und Taxis 2-4 Euro
  • Boote und Fähren 10-18 Euro
  • Aktivitäten 8-20 Euro

Preiswert in Fidschi Reisen

Der größte Hebel ist das Essen. Wer im Resort frühstückt, mittagisst und abendisst, verbrennt am Tag mehr als für die Unterkunft. Wer sich an lokale Currylokale hält, isst besser und zahlt ein Viertel. Ich nehme grundsätzlich das Roti vom Markt, weil es das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im ganzen Land ist. Hier ein paar Richtwerte aus Nadi und Suva:

  • Lokalbus innerhalb der Stadt 1 FJ
  • Roti mit Curry vom Marktstand 3-6 FJ
  • Thali oder Curry mit Reis im lokalen Restaurant 10-20 FJ
  • Kokoda im lokalen Lokal 10-15 FJ, im Resort ab 22 FJ
  • Frische Kokosnuss am Straßenrand 1-2 FJ
  • Obstkorb auf dem Markt 10-15 FJ
  • Fiji Gold oder Fiji Bitter im Resort rund 10 FJ
  • Indische Süßigkeiten (Mithai) 1-2 FJ pro Stück
  • Prepaid-SIM mit reichlich Daten am Flughafen Nadi rund 50 FJ
  • Kava-Bündel als Sevusevu 10-40 FJ je nach Menge

Beim Transport lohnt sich der Vergleich genauso. Der Bus von Nadi nach Suva über die Queens Road braucht 3,5 bis 4 Stunden und kostet mit den lokalen Expressbussen von Sunbeam oder Pacific Transport rund 12 bis 18 FJ. Die komfortableren Coaches mit Klimaanlage liegen bei 22 bis 28 FJ. Nadi nach Lautoka sind 2 bis 3 FJ und eine gute halbe Stunde, Nadi nach Sigatoka 5 bis 7 FJ und eine Stunde. Busse kannst du außerhalb der Städte einfach am Straßenrand rauswinken.

Interessanter wird der Vergleich Fähre gegen Flug in den Norden. Die Fähre von Suva nach Taveuni fährt zweimal die Woche, braucht rund 16 Stunden und kostet ab 30 FJ in der Economy, in der ersten Klasse rund 45 FJ. Der Flug mit Fiji Link ab Nadi dauert etwa eine Stunde und liegt meist zwischen 200 und 400 FJ pro Strecke. Rechne selbst: Für den Preis eines Fluges bekommst du eine Woche Unterkunft.

Ein Detail, das viele erst am Check-in merken: Auf Inlandsflügen sind nur 15 Kilo aufgegebenes Gepäck erlaubt, im Handgepäck 7 Kilo. Wer mit Tauchausrüstung anreist, zahlt drauf, und bei den kleinen ATR- und Twin-Otter-Maschinen bleibt Übergepäck auch gerne mal am Boden und kommt einen Flug später hinterher. Buchst du internationalen Flug und Inlandsflug auf einem Ticket, gilt oft das großzügigere internationale Limit. Getrennt gebucht, gilt das kleine.

Bungalow-Unterkunft am Strand auf Fidschi

Backpacker Unterkünfte in Fidschi

Die Bandbreite ist absurd. Auf derselben Inselgruppe findest du ein Dorm für 35 FJ und eine Villa für 5.000 FJ die Nacht. Dazwischen gibt es drei Kategorien, die für Backpacker interessant sind: die Hostels auf dem Festland, die Budget-Insel-Resorts und die Homestays in Dörfern.

Auf dem Festland konzentriert sich alles auf Wailoaloa Beach in Nadi. Das ist eine Reihe von Hostels und günstigen Hotels direkt am Strand, mit Pool, Bar und abends irgendeiner Form von Feuershow. Als Ankunftsort funktioniert das gut, als Reiseziel eher nicht, der Strand dort ist braun und flach. Bleib eine Nacht, plan deine Route, dann weiter.

Auf den Inseln läuft alles über Vollpension. Das ist kein Abzockmodell, sondern schlicht Logistik, denn es gibt nichts anderes. Die Konsequenz ist trotzdem, dass du gefangen bist: Wenn das Essen mittelmäßig ist, isst du eine Woche lang mittelmäßig. Frag vorher, was im Preis drin ist und was extra kostet. Wasser, Wifi und Bootsausflüge sind es fast nie.

Das dritte Modell ist die Übernachtung im Dorf. Du schläfst in einem einfachen Zimmer oder auf einer Matte in einem Bure, isst mit der Familie und zahlst einen Beitrag, der direkt in der Gemeinde bleibt. Für mich ist das die interessanteste Variante, und wer sowas mag, findet in unserem Artikel über Ethnotourismus auf den Seychellen ein vergleichbares Konzept. Buchen kannst du sowas selten online, das läuft über Kontakte vor Ort oder über kleine Anbieter.

Ein paar Richtwerte für Betten. Das sind Durchschnitte, keine Festpreise, und in der Hochsaison liegen sie höher:

  • 35-60 FJ Dorm in Nadi und Wailoaloa Beach
  • 40-60 FJ Dorm an der Coral Coast
  • 40-70 FJ Dorm in Pacific Harbour
  • 40-70 FJ Dorm in Suva
  • 100-160 FJ Dorm auf den Yasawas, Vollpension inklusive
  • ab 75 FJ einfaches Privatzimmer in Levuka
  • 80-150 FJ Privatzimmer in einfachen Hostels auf dem Festland

Campen ist in Fidschi kaum ein Thema. Es gibt fast keine Campingplätze, und wildes Zelten geht schon deshalb nicht, weil praktisch jedes Stück Land einem Clan gehört. Ohne Erlaubnis des Dorfes stellst du dort kein Zelt auf. Wer ganz billig unterwegs sein will, schaut sich besser bei Couchsurfing-Alternativen um, in Suva und Lautoka gibt es eine kleine Community.

Backpacker Trips, Tipps & Highlights in Fidschi

Fidschi zerfällt für Reisende in fünf Regionen, und die haben wenig miteinander gemein. Die Mamanucas sind die Inseln direkt vor Nadi, gut erreichbar, tagsüber voll mit Tagesausflüglern von Kreuzfahrtschiffen und Denarau. Die Yasawas liegen dahinter, sind ruhiger, hübscher und der Standardweg für Backpacker. Viti Levu ist die Hauptinsel mit allem, was nicht Strand ist. Vanua Levu und Taveuni sind der Norden, grün, feucht und deutlich weniger besucht. Und dann gibt es noch Kadavu, Ovalau und die Lau-Gruppe, wo kaum jemand hinkommt.

Wenn du nur eine Sache im Wasser machst, dann Beqa Lagoon. Der Haitauchgang bei Pacific Harbour ist der bekannteste seiner Art weltweit, und zwar mit gutem Grund. Bis zu acht Haiarten an einem Tauchgang, darunter Bullenhaie in einer Größe, die man erst glaubt, wenn einer zwei Meter vor der Maske vorbeizieht. Bei Aqua-Trek kostet der Zwei-Tank-Tauchgang seit April 2026 190 US-Dollar plus 15 US-Dollar Marine-Reserve-Gebühr, die direkt ans Dorf Wainiyabia geht. Leihausrüstung 25 US-Dollar am Tag, Check-in um 8 Uhr, zurück gegen halb eins, gemacht wird das montags, mittwochs, freitags und samstags. Du brauchst mindestens ein Open-Water-Zertifikat, Advanced ist wegen der Strömung sinnvoll.

Ehrlich dazugesagt: Das ist ein Fütterungstauchgang. Die Haie kommen, weil es Fischköpfe gibt, nicht weil sie zufällig da sind. Wer damit ein Problem hat, sollte es lassen. Als Alternative würde ich das Rainbow Reef in der Somosomo Strait bei Taveuni nehmen, dort tauchst du Weichkorallen ohne Fütterung, und die Great White Wall ist auch ohne Haie eine Ansage.Palmenstrand und türkise Bucht auf Fidschi

Die schönsten Strände in Fidschi

Erst die schlechte Nachricht. Die Coral Coast an der Südküste von Viti Levu, also genau der Abschnitt, an dem die meisten Pauschalhotels stehen, hat kaum brauchbare Badestrände. Vorgelagerte Riffplatten sorgen dafür, dass bei Ebbe hunderte Meter Schlick und Seegras freiliegen. Zum Schwimmen musst du dort auf die Flut warten. Das steht in keinem Katalog.

Die guten Strände liegen woanders:

Natadola Beach zwischen Nadi und Sigatoka ist der beste Strand auf der Hauptinsel, weißer Sand, echte Wellen, kein Riff direkt davor. Mit dem Bus ab Sigatoka erreichbar. Die Strömung ist nicht ohne, also nicht blind reinlaufen.

Blue Lagoon bei Nanuya Lailai in den nördlichen Yasawas, benannt nach dem Film von 1980. Türkis, flach, drumherum Hügel. Die Nordspitze der Yasawa-Kette rund um Nacula und Nanuya Lailai hat die schönsten Buchten des Landes, und der Yasawa Flyer hält direkt dort.

Long Beach auf Nacula, ein langer heller Sandstreifen, an dem abends fast niemand mehr ist.

Waya und Yalobi Bay in den südlichen Yasawas, dramatische Felsen im Hintergrund und ein steiler Aufstieg auf den Hausberg, von dem aus du die halbe Inselkette siehst.

Prince Charles Beach im Norden von Taveuni bei Matei, klein, ruhig, mit gutem Schnorchelriff direkt vor der Nase.

Lavena Beach am Ostende von Taveuni, wo heller Sand in schwarzen Vulkansand übergeht und der Regenwald bis ans Wasser reicht.

Nananu-i-Ra im Norden von Viti Levu bei Rakiraki, eine kleine Insel mit mehreren Buchten und dem besten Wind fürs Kiten zwischen Mai und Oktober.

Backpacker Highlights in Fidschi

Ins Landesinnere von Viti Levu fahren erstaunlich wenige. Das Sigatoka Valley heißt Salatschüssel Fidschis, weil dort ein großer Teil des Gemüses angebaut wird, und von dort geht es hoch in die Nausori Highlands. Die Straße ist mies, an manchen Stellen brauchst du Allrad, und Handynetz gibt es streckenweise nicht. Dafür siehst du Wildpferde, Wasserfälle und ein Fidschi, das mit dem Prospekt nichts zu tun hat. Am Ende liegt Navala, das einzige Dorf, das noch komplett aus traditionellen Bure besteht. Ohne Anmeldung und Sevusevu kommst du dort nicht rein.

Der Sigatoka Sand Dunes National Park kostet 10 FJ Eintritt und ist von 8 bis 16:30 Uhr offen. Der lokale Bus hält auf Zuruf direkt am Eingang. Es gibt einen Ein-Stunden- und einen Zwei-Stunden-Rundweg über die Dünen, die Beschilderung ist bescheiden, also fotografier die Karte am Empfang ab. Geh morgens, mittags kocht der Sand.

Levuka auf Ovalau ist mein persönlicher Favorit im Land. Eine Straße am Wasser, Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert, 600 Meter hohe Klippen direkt dahinter, dazwischen die Thunfischfabrik und ein Kava-Bar-Betrieb, der abends anläuft. Vom Ort aus geht eine Wanderung hoch nach Lovoni, einem Dorf mitten im Krater eines erloschenen Vulkans. Steil, schwitzig, lohnt sich. Das Levuka Museum und Cultural Centre organisiert Stadtführungen zu allem, was auf Fidschi zum ersten Mal hier stand.

In Suva gehst du auf den Municipal Market. Der ist groß, chaotisch, riecht nach allem gleichzeitig und hat oben einen kompletten Bereich nur für Kava. Danach ins Fiji Museum in den Thurston Gardens, wo unter anderem das Ruder der Bounty liegt. Colo-i-Suva Forest Park nördlich der Stadt kostet 10 FJ, und darüber gehen die Meinungen auseinander. Manche finden die Waldwege klasse, andere haben sich über den matschigen Badeteich und die schlechte Beschilderung geärgert. Bei Regen würde ich es lassen.

Bei Nadi liegen zwei Klassiker, die schnell abgehakt sind. Die Sabeto Mud Pools mit heißen Quellen, wo du dich mit Schlamm einreibst und dann in einem lauwarmen Becken sitzt, und der Garden of the Sleeping Giant, eine Orchideensammlung am Hang. Beides nett, beides in zwei Stunden erledigt.

Und dann der Feuerlauf. Die Sawau von der Insel Beqa sind die einzige Gruppe in Fidschi, die auf glühenden Steinen läuft, und die Zeremonie hat einen echten rituellen Hintergrund. Vorgeführt wird sie inzwischen auch in Resorts an der Coral Coast. Wenn du die Wahl hast, schau sie dir auf Beqa selbst an.Türkise Lagune und Korallenriff auf Fidschi

Fähren fahren in Fidschi

Die Fähren sind kein Transportmittel, sondern ein Erlebnis, auf das du dich einstellen solltest. Drei Reedereien teilen sich das Geschäft: Goundar Shipping mit der Lomaiviti-Princess-Flotte, Interlink Shipping mit der moderneren MV Ohana und Patterson Brothers mit dem kombinierten Bus-Fähre-Service. Dazu kommt die kleine Taveuni Princess für die Strecke Buca Bay nach Taveuni.

Die Klassikerstrecke ist Suva nach Savusavu und weiter nach Taveuni. Abfahrt in Suva am frühen Abend, Ankunft im Morgengrauen. Es gibt Kabinen, eine erste Klasse mit Sitzen und viel Bodenfläche, auf der die Leute Matten ausrollen und schlafen. Genau das solltest du auch tun: Nimm eine dünne Matte oder ein Sarong mit, einen Pullover gegen die Klimaanlage und dein eigenes Essen. Die Bordkantine ist teuer und die Auswahl überschaubar, für eine Flasche Cola werden schon mal 12 FJ verlangt.

Zwei Warnungen. Erstens ändern sich die Fahrpläne kurzfristig, gerne ohne Ankündigung. Ruf im Büro an oder schau auf die Facebook-Seite der Reederei, das ist tatsächlich der zuverlässigste Kanal. Zweitens kaufst du das Ticket besser nicht Wochen im Voraus, sondern maximal eine Woche vorher, weil die Zeiten sich sonst geändert haben. Tickets gibt es in Suva am Busbahnhof, in Nausori und in den Hafenbüros.

Wer richtig weit raus will, nimmt ein Frachtschiff in die Lau-Gruppe oder nach Rotuma. Das dauert Tage, fährt unregelmäßig und ist nichts für Leute mit Rückflugtermin. Aber es ist die letzte echte Abenteuerstrecke im Land.

Wandern und Abenteuer in Fidschi

Der schönste Tagesweg des Landes ist der Lavena Coastal Walk auf Taveuni. Zehn Kilometer hin und zurück, größtenteils flach, immer am Wasser entlang, über helle und schwarze Strände, durch Dorfgärten und am Ende durch eine Schlucht, die du schwimmend passierst, um an den Wainibau-Wasserfall zu kommen. Der Eintritt liegt bei rund 35 FJ und geht ans Dorf Lavena. Wasserdichter Beutel für Handy und Kamera ist Pflicht, du wirst nass.

Die Tavoro Wasserfälle im selben Nationalpark sind drei Kaskaden hintereinander. Der erste Fall ist nach zehn Minuten auf einem Betonweg erreicht und hat ein großes Becken zum Schwimmen. Für den zweiten und dritten brauchst du zusammen noch mal gut eine Stunde bergauf, mit Flussquerung am Seil. Der Eintritt wird je nach Quelle mit 30 bis 50 FJ angegeben, und ich habe keine offizielle Preisliste gefunden, die das eindeutig klärt. Rechne mit dem oberen Wert, zahlbar bar am Kiosk in Korovou.

Ebenfalls auf Taveuni: die Waitavala Waterslide, eine natürliche Rutsche über glatten Fels, kostenlos, aber ruppig. Zieh alte Shorts an, die kommen nicht heil wieder raus. Nach starkem Regen lässt du es besser, dann ist die Strömung zu schnell. Der Des Voeux Peak ist mit 1.195 Metern der höchste Punkt der Insel, von oben siehst du bei klarer Sicht bis Vanua Levu.

Auf Viti Levu ist der Koroyanitu National Heritage Park oberhalb von Lautoka das beste Trekkinggebiet. Vom Dorf Abaca aus geht es hoch zum Mount Batilamu, du kannst oben in einer einfachen Hütte übernachten und läufst durch einen der letzten Reste tropischen Bergwaldes auf der Insel. Geführt wird das aus dem Dorf heraus, und genau so soll es auch sein, denn das Geld bleibt dann dort.

Für Adrenalin gibt es Rafting auf dem Upper Navua ab Pacific Harbour, eine enge Schlucht mit Wasserfällen an den Wänden, und Surfen. Cloudbreak vor Namotu und Tavarua gehört zu den bekanntesten Riffwellen der Welt, ist aber nichts für Anfänger und lange Zeit nur zahlenden Gästen der beiden Inseln zugänglich gewesen. Wer surfen lernen will, ist an der Coral Coast oder auf den Mamanucas besser aufgehoben.

Wasserfall im tropischen Regenwald auf Fidschi

Essen und Trinken in Fidschi

Die Küche in Fidschi hat zwei Wurzeln, und beide sind gut. Auf der iTaukei-Seite dreht sich alles um Wurzelgemüse, Fisch und Kokosmilch. Cassava und Dalo, also Maniok und Taro, sind das, was in Europa die Kartoffel ist. Dazu Fisch aus der Lagune, Hühnchen im Eintopf und Blattgemüse.

Das Gericht, das du probieren musst, heißt Kokoda. Roher Fisch, meist Walu, Mahi-Mahi oder Snapper, mariniert in Limettensaft und dann in Kokosmilch angemacht, mit Tomate, Frühlingszwiebel und Chili. Verwandt mit dem Ceviche Südamerikas, aber durch die Kokosmilch deutlich milder und cremiger. Im lokalen Lokal kostet das 10 bis 15 FJ, im Resort ab 22 FJ, und der Unterschied ist meist frisch gegen vor drei Stunden angerührt. Frag, wann es gemacht wurde.

Der Lovo ist der Erdofen. Heiße Steine in einer Grube, darauf Fleisch, Fisch und Wurzelgemüse in Bananenblättern, alles zugeschüttet und stundenlang gegart. Das gibt es zu Hochzeiten, zum Sonntagsessen nach der Kirche und für wichtige Gäste. Wenn du irgendwo zu einem Lovo eingeladen wirst, sag zu. Palusami sind junge Taroblätter, gefüllt mit Kokosmilch und Zwiebel, manchmal mit Corned Beef, gebacken bis sie zerfallen. Rourou ist das gekochte Blattgemüse dazu.

Die andere Hälfte der Küche ist indisch. Roti, Dhal, Chana, Aloo Curry, alles milder gewürzt als in Indien und häufig mit Kokosmilch abgerundet. Lautoka gilt vielen als Ort mit dem besten indischen Essen im Land, Suva hat die größte Auswahl. Ein Roti mit Curry kostet 3 bis 6 FJ und macht satt. Vegetarier und Veganer haben in Fidschi deshalb ein leichtes Leben, deutlich leichter als anderswo im Pazifik. Frag bei Roti nur nach, ob Ghee im Teig ist.

Getrunken wird Kava, siehe oben, und Bier. Fiji Bitter und Fiji Gold sind die beiden Standardmarken, im Resort zahlst du dafür rund 10 FJ, im Laden deutlich weniger. Alkohol ist wegen der Steuern relativ teuer. Frisches Obst gibt es überall und billig, Papaya, Ananas, Mango und Passionsfrucht kommen in einer Qualität, die man in Europa nicht kaufen kann.

Noch ein Wort zum Kava, weil es unterschätzt wird. Die Wirkung setzt verzögert ein, und nach vier oder fünf Schalen merkst du sie deutlich in den Beinen. Fahr danach nicht Roller und geh nicht nachts schwimmen. Am nächsten Morgen bist du nicht verkatert, aber langsam.

Backpacker Visum und Impfungen in Fidschi

Die Einreisebestimmungen für Deutsche nach Fidschi sind laut dem Auswärtigen Amt wie folgt. Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: Der Reisepass sollte bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Ein Visum brauchst du nicht. Bei Ankunft wird eine Einreisegenehmigung für touristische Zwecke erteilt, gültig bis zu vier Monate. In der Praxis wird das unterschiedlich gehandhabt, manche bekommen 30 Tage, manche die vollen vier Monate. Verlangt werden ein Rück- oder Weiterflugticket, ausreichende finanzielle Mittel und ein Nachweis, wo du wohnst, also zum Beispiel eine Hotelbuchung. Eine Verlängerung um zwei weitere Monate ist grundsätzlich möglich. Wer überzieht, riskiert Abschiebehaft und eine Einreisesperre von zwölf Monaten bis unbegrenzt. Für geschäftliche Zwecke gibt es bei Einreise nur 14 Tage.

Beim Zoll ist Fidschi eigen. Pflanzliches Material, Samen und tierische Produkte brauchen eine Genehmigung, und die Biosicherheitskontrolle am Flughafen ist ernst gemeint. Wenn du gebrauchte Wanderschuhe oder Zeltheringe dabeihast, gib das an, sonst kann es teuer werden. Verschreibungspflichtige Medikamente nur mit ärztlicher Bescheinigung. Ab 10.000 FJ musst du Bargeld deklarieren.

Impfungen und medizinische Hinweise

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Kommst du aus einem Gelbfiebergebiet, brauchst du den Nachweis der Gelbfieberimpfung im internationalen Impfausweis. Empfohlen wird eine Impfung gegen Hepatitis A, dazu je nach Reiseprofil Hepatitis B, Typhus und die Standardimpfungen wie Tetanus und Diphtherie.

Malaria gibt es auf Fidschi nicht, das ist die gute Nachricht. Dengue-Fieber dagegen tritt regelmäßig auf, teilweise in Wellen mit deutlich erhöhten Fallzahlen. Übertragen wird es von tagaktiven Mücken. Mückenspray gehört hier also auch mittags an die Beine, nicht erst zum Sonnenuntergang. Zika kommt ebenfalls vor, Schwangeren wird von nicht zwingend notwendigen Reisen in aktuelle Ausbruchsgebiete abgeraten. Nach starken Regenfällen und Überschwemmungen steigt außerdem das Risiko für Leptospirose, dann besser nicht durch stehendes Wasser waten.

Die medizinische Versorgung entspricht nicht europäischem Standard. In Suva und Lautoka gibt es Krankenhäuser mit brauchbarer Ausstattung, auf den kleinen Inseln praktisch nichts. Behandlungen musst du meist sofort bar bezahlen. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist bei einem Land, das 16.000 Kilometer entfernt liegt, keine Option, sondern Pflicht.

Taucher sollten sich vorher erkundigen, wo die nächste Druckkammer steht und ob sie in Betrieb ist. Bei Tauchgängen auf abgelegenen Inseln wie Kadavu oder in der Lau-Gruppe ist die Antwort darauf relevant. Und nicht innerhalb von 24 Stunden nach dem letzten Tauchgang in den Flieger steigen, gerade weil die Inlandsflüge hier so verlockend kurz sind.

Wenn du gerade dabei bist, den Rest deiner Südpazifik-Route zu planen: Fidschi kombiniert sich gut mit Neuseeland und Australien, weil die meisten Flüge ohnehin über Auckland oder Sydney gehen. Wer den Vergleich zum Inselhopping in Asien sucht, findet auf den Philippinen und in Indonesien ähnliche Strukturen zu deutlich niedrigeren Preisen. Und bevor du packst, wirf einen Blick auf unsere Backpacking Packliste, Riffschuhe und ein Sarong gehören bei Fidschi definitiv drauf.