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Backpacking in Tansania

Reisen in Tansania gestaltet sich sehr vielseitig, da ihr als Wanderer und Bergsteiger, genauso wie als Sonnenanbeter und Strandurlauber voll auf eure Kosten kommt. Es erwarten euch einzigartige Landschaften und eine unbeschreibliche Vielfalt an Tieren. Tansania grenzt im Norden an Uganda und Kenia, im Westen an die Demokratische Republik Kongo, Burundi und Ruanda und im Süden an Sambia, Mosambik und Malawi.

Die offizielle Hauptstadt der Vereinigten Republik Tansania ist Dodoma, die 1907 von deutschen Kolonisten gegründet wurde und zu den größten Städten des Landes zählt. Hier leben rund 190.000 Menschen. Der Regierungssitz und seit 1996 der Sitz der Nationalversammlung ist allerdings in Daressalam. Insgesamt leben in Tansania rund 50 Millionen Menschen. Das Land gilt als relativ sicheres Reiseland. Doch solltet ihr bei eurem Backpacker Trip große Menschenansammlungen meiden und in eurer Unterkunft nach der aktuellen Situation vor Ort fragen.

Sowohl Trekking, als auch Safari ist in Tansania möglich, weil es verkehrstechnisch eine gute Infrastruktur gibt. Daher fällt es nicht schwer, durch das Land zu reisen und die Einzigartigkeit auf sich wirken zu lassen. An den Stränden könnt ihr euch perfekt von den Strapazen des Trekkings erholen und die Seele baumeln lassen.

Daressalam Tansania

Daressalam Tansania

Neben traumhaften Ständen erwartet euch im Landesinneren eine unbeschreibliche Landschaftformation mit flachen Steppen und einzigartigen Berglandschaften. Der Kilimanjaro ist der höchste Berg Afrikas. Aus der Ebene heraus ragt er 5895 Meter in die Höhe und zeigt euch seinen schneebedeckten  Gipfel, der in der Sonne Afrikas wie ein Diamant erstrahlt. Ein ebenbürtiger Berg ist der Mont Meru, der Hausvulkan von Arusha mit 4565 Meter.

Bei eurem Backpacking Trip in Tansania stoßt ihr auf sieben UNESCO Welterbstätten, darunter drei Stätten des Weltkulturerbes und drei Stätten des Weltnaturerbes sowie eine gemischte Natur- und Kulturerbstätte.  Zum Kulturerbe gehören die Ruinen von Kilwa und Songo Mnara sowie die Felsenmalereien  von Kondoa. Beim Durchstreifen der beeindruckenden Landschaft mit einer unbeschreiblichen Artenvielfalt erwarten euch der Viktoria See und viele Nationalparks, die ihr bei einer Safari entdecken könnt.

Bei eurem Trip durch Tansania habt ihr durch die Nähe zum Äquator das ganze Jahr über ein heißes, tropisches Klima mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Geld bekommt ihr an vielen ATM Automaten, die es in größeren Städten und in touristischen Gebieten gibt. In ländlichen Regionen sind Geldautomaten eher selten anzutreffen. Daher solltet ihr immer für genügend Bargeld sorgen. Kreditkarten werden auch nicht überall akzeptiert.

Bei der Verständigung in Tansania gibt es nur wenige Probleme, auch wenn ihr nicht gerade Swahili sprecht. Vielerorts könnt ihr euch sehr gut mit Englisch verständigen. Verhungern werdet ihr auch nicht. Denn überall bekommt ihr einheimische Köstlichkeiten an einem Essensstand in der Nähe oder bei anderen Verpflegungsmöglichkeiten.  Essen könnt ihr wie die Einheimischen mit den Fingern.

einzigartige Flora in Tansania

einzigartige Flora in Tansania

Kultur in Tansania

Der Norden, die Küstenregion und die Karawanenstraße sind sehr stark islamisch geprägt, im Binnenland ist das Christentum sehr verbreitet. Daneben gibt es Lutheraner, die Moravian Church, Africa Unland Church, die Freiheitskirche Evangelistic Assemblies of God Tanzania und viele weitere. Überall sind aber auch Anhänger der traditionellen Religionen zu finden. Ihre Riten werden von Christen und Muslime oft mit beachtet.

Einfluss haben die Religionen auf die Kultur, mit der ihr sowohl in den Städten, als auch auf dem Land in Berührung kommt. Als Backpacker werdet ihr in Tansania freundlich empfangen. Ihr bewegt euch in einem Land wo viel gelächelt wird. Ihr werdet auf den Straßen mit einem freundlichen  „Jambo“ (Hallo auf Swahili) oder „Karibu“ (willkommen) begrüßt. Die unterschiedlichen Religionen leben friedlich zusammen.

Gerade in den muslimischen Gebieten solltet ihr euch an einige Verhaltensregel halten, die durch den Islam vorgeschrieben sind. Wenn ihr mit den Fingern esst, verwendet die linke Hand, denn die rechte gilt im muslimischen Glauben als unrein. Handeln gehört zur Tagesordnung, gerade wenn ihr auf den Märkten einkaufen geht.

Mehr Backpacking Informationen zu Tansania

Tansania ist eines der teuersten Länder auf dem afrikanischen Kontinent. Daher solltet ihr ein Tagesbudget von 50 bis 70 Euro einplanen, um gut über die Runden zu kommen.

Wilde Tier in freier Natur, unbeschreibliche Landschaft und einzigartige kulturelle Erlebnisse warten auf euch, wenn ihr nicht nur das Land bereist, sondern auf eine erlebnisreiche Entdeckungsreise geht. Zu den besonderen Erlebnissen gehört die Serengeti, wo ihr Elefanten, Giraffen, Büffelherden, Nashörnern, Geparden, Löwen, Geiern, Antilopen, Gnus und einer unendlich großen Zahl an Vögeln begegnet.

Eine Expedition auf den Kilimanjaro ist ein einmaliges Erlebnis. Allerdings kann eine 7 Tage Tour schnell das zur Verfügung stehende Budget sprengen. Als Backpacker braucht ihr aber jetzt nicht mit dem Träumen anfangen und euch fragen, was wäre wenn?  Denn neben den großen Highlights gibt es schöne Alternativen, die genauso viel Spaß machen, wo der Abenteuerfaktor  garantiert inklusive ist.

Die Unterkünfte in Tansania sind nicht ganz so günstig wie in anderen Backpacker Ländern. So zahlt ihr für ein einfaches Zimmer in einem Hostel zwischen 20 und 40 Euro pro Nacht. Manchmal gibt es aber auch Schnäppchen, wo ihr zugreifen solltet.

Tansania bietet euch eine spannende afrikanische Küche, wo Fleisch, leckere Currys, gegrillter Fisch und Calamari und weitere schmackhafte Köstlichkeiten dazugehören. Ein Hauch von Schärfe und orientalische Gewürze sind immer mit dabei. Ihr solltet ruhig alles einmal probieren.

Als deutscher Staatsbürger benötigt ihr ein Visum für die Einreise. Dieses könnt ihr vor der Reise beantragen oder direkt am Flughafen ausstellen lassen. Was ihr als Backpacker in Tansania sonst noch wissen solltet, erfahrt ihr unter Visum & Impfungen.

idyllischer Ort am indischen Ozean in Tansania

idyllischer Ort am indischen Ozean in Tansania

Backpacker Budget in Tansania

Im Vergleich zu anderen Ländern in Afrika, ist Tansania etwas kostspieliger aber nicht so teuer wie Nordamerika, Japan und Europa, sodass ihr sehr gut mit 50 bis 70 Euro über die Runden kommt.  Ein riesiges Loch in das Reisebudget reißen die Eintrittspreise für die Nationalparks Mont Meru, Global-Steam, Serengeti und Kilimanjaro. So zahlt ihr beispielsweise für eine 7-tägige Tour auf den Kilimanjaro mal eben schlappe 1000 Euro.

Die einheimische Währung ist der Tansania Schilling (TZs). Aber auch US Dollar können beim Bezahlen recht hilfreich sein. Eine warme Mahlzeit gibt es bereits für 4,50 Euro. Ihr solltet aber lieber 6 bis 7 Euro einplanen. Der Grund für diese Preisstruktur ergibt sich daraus, dass die Einheimischen Zuhause essen und die Bars, Imbisse und Restaurants den Touristen vorbehalten sind. Leider wird dadurch das authentische Gefühl eingeschränkt. Abseits der größeren Städte und Touristengebiete wird es etwas günstiger.

Für einen halben Liter einheimisches Bier zahlt ihr rund 2 Euro, Exportbiere liegen bei 2,50 Euro im Durchschnitt. Kaffee bekommt ihr für 1 bis 2 Euro, je nachdem, wo ihr euch euren Kaffee holt. Coke in der 0,33 l Flasche gibt es für rund 1 Euro. Für 1,5 l Wasser zahlt ihr im Supermarkt 0,50 Euro. Wer zwischendurch Fast Food möchte, bekommt bei McDonalds eine Combo für rund 6 Euro.

Taxi fahren Bus fahren in Tansania

Das Reisen mit öffentlichen Bussen gestaltet sich recht günstig. Taxi fahren ist in Tansania auch nicht so teuer wie in Deutschland. Wenn ihr eine Strecke mit einem Taxi zurücklegen möchtet, solltet ihr im Voraus hartnäckig einen festen Preis aushandeln. Denn die Fahrzeuge besitzen keinen Taxameter, der den Fahrpreis berechnet. Eine Fahrt vom Flughafen zu eurer Unterkunft in Arusha kostet euch im Schnitt 40 Euro. Taxis findet ihr sehr leicht, da sie am Flughafen und in den Städten überall vertreten sind. Als Alternative zum Taxi gibt es Tuk Tuks, die ihr als Transportmittel nutzen könnt.

Bus fahren in Tansania

Bus fahren ist in Tansania die am weitesten verbreitete Form, um von A nach B zu gelangen. Auf den Hauptrouten zwischen Daressalam, Moshi und Arusha  könnt ihr Luxusbusse nutzen, die in einem relativ guten Zustand sind. Deutlich günstiger wird es mit Dala Dalas, in die Jahre gekommene Kleinbusse, die von den Einheimischen genutzt werden. Oftmals sind sie überfüllt. Es gibt auch keine festen Haltestellen. Sie werden einfach auf der Straße angehalten, um euch als Passagiere aufzunehmen. Auf der Vorderseite des Fahrzeugs gibt es eine Ortsangabe und eine Nummer. Sie geben Aufschluss darüber, wohin der Dala Dala fährt. Da es auch keine festen Fahrpläne gibt, ist Geduld sehr wichtig. Als Backpacker zahlt ihr etwas mehr als die Einheimischen aber niemals mehr als 0,80 Euro.

Inlandsflugpreise in Tansania

Wenn ihr eine längere Strecke im Landesinneren in kurzer Zeit überwinden möchtet, kann ein Inlandsflug sicherlich interessant sein, gerade wenn ihr einen Abstecher nach Sansibar plant. So zahlt ihr für einen Flug ab Arusha rund 130 Euro und ab Stone Town  rund 70 Euro. Flüge innerhalb von Tansania lassen sich bequem über Precision Air buchen. Die Fluggesellschaft fliegt alle größeren Städte und Urlaubsregionen an. Von Chartergesellschaften werden die Landebahnen im Busch und in den Städten mit Kleinflugzeugen angeflogen.

Bahn fahren in Tansania

Eine Eisenbahnstrecke  führt von Daressalam nach Westen durch das ganze Land über Dodoma bis nach Kigoma am Tanganjika See. Da die Strecke bereits in der deutschen Kolonialzeit vor über 200 Jahren entstanden ist, wird diese Zugfahrt zu einem mehrtägigen Erlebnis. Eine weitere Bahnstrecke aus der 1970er Jahren verläuft von Daressalam südwestlich bis nach Sambia. Diesen TAZATA-Railway könnt ihr auch nutzen, um durch das Land zu reisen. Überwiegend wird diese Bahnstrecke aber für den Transport von Rohstoffen genutzt.  Informationen zu Fahrstrecken und eine Ticketbuchung gibt es auf der Internetseite der Tanzania Railways Corporation.

Schiff fahren in Tansania

Auf den größeren Seen wie dem Viktoria See, Eyasi See, Manyara See, Natron See, Nyasa See und Tanganjika See fahren Dampfer, die ihr für eine Fahrt nutzen können. Die vorgegebenen Fahrpläne werden zwar nicht immer eingehalten, allerdings lohnt sich das Warten.

Roadtrip in Tansania

Roadtrip in Tansania

Backpacker Routen in Tansania

Als Backpacker kommt ihr in den Genuss einer facettenreichen Landschaft mit unberührter Natur und einem einzigartigen Reichtum an Pflanzen und Tieren, die für euch einzigartige Erlebnisse bereithalten. Es gibt die Küste, Seen, Berge, Wildparks, Hochland und Täler, die sich abwechseln. Ihr werdet die Savanne sehen und den Kilimanjaro, der mit seinen 5895 Meter Höhe majestätisch in den Himmel ragt. In Tansania befindet sich nicht nur der höchste, sondern auch der tiefste Punkt des gesamten Kontinents.

Dieser ist der Tanganjika See, der sich 358 Meter unter dem Meeresspiegel befindet. Der größte See des Kontinents ist der Viktoria See, den ihr bei eurer Reise besuchen könnt. Mehr als sechs Prozent der Fläche von Tansania bilden die unterschiedlichen Seen. Das Schöne an Tansania ist, dass es für jeden Backpacker Typ etwas gibt. Was solltet ihr bei eurem Backpacking Trip gesehen haben?

Route 1: Der Klassiker (15-20 Tage)

  • 3 Tage Daressalam erkunden und im Village Museum die tansanische Kultur erleben. Shopping pur ist angesagt.
  • 2 Tage in Morogoro bei einer Wanderung in den Uluguru Bergen.
  • 3 Tage Tanga. Die Stadt erkunden und den einzigartigen Strand genießen.
  • 3 Tage die Usambara Berge und 30 Millionen Jahre alte Regenwälder entdecken.
  • 3 Tage Arusha in die Kultur der Massai eintauchen und den Ngurdoto Crater National Park am Mount Meru durchkämmen.
  • 3 Tage in der Serengeti auf eine Vielzahl von Tieren in freier Wildbahn stoßen.
  • 1 Tag im Gombe-Steam-Nationalpark auf Schimpansen treffen.
  • 1 Tag Kingoma die MV Liemba besichtigen und mit ihr über den Tanganyikasee fahren.

Route 2: Backpacker Intensiv Trip (bis 30 Tage und mehr)

  • 3 Tage Daressalam erkunden und im Village Museum die tansanische Kultur erleben. Shopping pur ist angesagt.
  • 3 Tag Bagamoyo historische Schätze des Sklavenhandels und der deutschen Kolonialzeit entdecken.
  • 2 Tage in Morogoro bei einer Wanderung in den Uluguru Bergen.
  • 2 Tag Pangani erkunden und in die historische Schätze eintauchen.
  • 3 Tage Tanga. Die Stadt erkunden und den einzigartigen Strand genießen.
  • 3 Tage die Usambara Berge und 30 Millionen Jahre alte Regenwälder entdecken.
  • 3 Tage Arusha in die Kultur der Massai eintauchen und den Ngurdoto Crater National Park am Mount Meru durchkämmen.
  • 2 Tage Mwanza besichtigen und die Schönheit des Viktoria Sees erleben.
  • 4 Tage in der Serengeti auf eine Vielzahl von Tieren in freier Wildbahn stoßen.
  • 3 Tage im Gombe-Steam-Nationalpark auf Schimpansen treffen.
  • 2 Tage Kingoma die MV Liemba besichtigen und mit ihr über den Tanganyikasee fahren.
  • 2 Tage Ruaha Nationalpark durchkämmen.
  • 1 Tag Mikindani auf den Spuren des Sklavenhandels wandeln.

    Gipfel des Kilimanjaro

    Gipfel des Kilimanjaro

Reisezeiten in Tansania

Das ostafrikanische Land Tansania ist prinzipiell eine Ganzjahres-Reisedestination, weil die verschiedenen Regionen sehr unterschiedliche Klimazonen vorweisen, die sich durch die Landschaftsformen ergeben. Daher ist die beste Reisezeit immer davon anhängig, ob ihr auf eurem Backpacker Trip eine Safari im Landesinneren, eine Besteigung des Kilimanjaro oder einen Strandurlaub am Indischen Ozean erleben möchtet.

Da das Land direkt südlich des Äquators liegt, gibt es temperaturtechnisch keine deutlichen Jahreszeitenwechsel. Es wird lediglich von einer Trockenzeit zwischen Mai und Oktober und von zwei Regenzeiten gesprochen. Die große Regenzeit ist von März bis Anfang Juni und die kleine Regenzeit im Oktober und November. Sie betrifft allerdings nicht alle Regionen.

In der Küstenregion und in den hochgelegenen Regionen fällt deutlich mehr Regen als im Binnenland. Ihr stoßt auf ein tropisches Klima mit ganzjährigen Temperaturen um 25°C tagsüber. In Tieflagen kann es mitunter aber auch 35°C werden. Saisonbedingt fällt abends das Thermometer auf 15°C, gerade wenn ihr euch im zentralen Hochplateau, unterhalb des Kilimanjaro aufhaltet.

Backpacker Unterkünfte in Tansania

Tansania ist kein günstiges Backpacker Land. Dieses macht sich nicht nur bei den Eintrittspreisen für die verschiedenen Nationalparks bemerkbar, sondern auch bei den Preisen für eine Überachtung. Ihr habt aber viele Möglichkeiten, eine Unterkunft zu finden. Allerdings haben diese auch ihren Preis. Für ein Doppelzimmer in einer Mittelklasseunterkunft mit eigenem Bad und Frühstück inklusive zahlt ihr schnell 60 bis 120 Euro.

Eine außergewöhnliche Möglichkeit zum Schlafen ist eine Übernachtung in einem Safarizelt, die euch pro Nacht aber 80 Euro kostet. Es geht aber auch deutlich günstiger, wenn ihr eine einfache Herberge wählt. Wenn ihr nach günstigen Alternativen sucht, solltet ihr auf der Hostelseite Hostelworld vorbeischauen. Sie gibt schnell einen Überblick über die Preise. Demnach kostet ein Bett in einem Hostel im Durchschnitt wie folgt:

  • Daressalam 6 -21 Euro
  • Arusha 6-17 Euro
  • Moshi 6-17 Euro
  • Kilimanjaro 37 Euro
  • Karatu 17 Euro
  • Bagamoyo 15 Euro

Die Preise in den Hostels variieren teilweise beträchtlich und sind abhängig von dem Standard, der euch geboten wird. Für ein Doppelzimmer zahlt ihr schnell das Dreifache. Daher solltet ihr ruhig auch einmal nach Motels und Hotels schauen, die eine günstige Alternative sein können.

Motels an Ausfahrtstraßen und Autobahnen

Motels und Hotels sind eine tolle Alternative für eine Übernachtung. Je nachdem bekommt ihr ein Doppelzimmer mit eigenem Bad bereits für 26 Euro pro Nacht und habt einen gewissen Luxus. Bedenken solltet ihr bei den günstigeren Varianten, dass der Standard nicht mit europäischen Hotels und Motels vergleichbar ist. Die meisten Häuser findet ihr an den Ein- und Ausgangsstraßen zu Städten und auf Autobahnen oder zentrumsnah.

Campen in freier Natur

Campen ist eine sehr günstige Alternative und bietet euch das Gefühl von Freiheit, Abenteuer und Lagerfeuerromantik. Allerdings solltet ihr eure Schlafplätze sorgfältig auswählen und ausgewiesene Zeltplätze nutzen. Darüber hinaus solltet ihr euch beim Parkeintritt als Camper anmelden und nachfragen, ob eine Übernachtung im eigenen Zelt möglich ist. Die Bereiche zum Zelten werden von bewaffneten Park Rangern kontrolliert, um für eure Sicherheit zu sorgen. Wildes Campen solltet ihr tunlichst vermeiden, da zu viele Gefahren lauern.

Tierwelt Tansania

Tierwelt Tansania

Backpacker Trips & Tipps in Tansania

Das Land bereisen ist eine Sache, viel von der Kultur und unbeschreiblichen Natur- und Tierwelt erleben, eine andere. Bedenken solltet ihr aber, dass in allen Nationalparks Kosten anfallen, die sich sehr unterschiedliche gestalten können. Ein ausgeglichener Backpacking Trip, mit dem Fokus auf gewisse Dinge sorgt für ein entspanntes Reisen, wo ihr wirklich unzählige Eindrücke aufnehmen könnt, die euch das Land bietet.

Eine spannende Alternative ergibt sich, wenn ihr nach Tansania reist und vor Ort alles organisiert. Diese Spontanität wird nämlich doppelt belohnt, weil ihr nicht nur Geld spart, sondern auch eure Nerven. Die beste Planung und Organisation hilft euch nämlich nicht weiter, wenn alles anders kommt, als ihr es im Vorfeld geplant habt. Trinkgelder in US-Dollar sind in Tansania sehr wichtig und gehören zum guten Ton, weil die Menschen, die euch eine Dienstleistung anbieten, von den Trinkgeldern leben und ihre Familien ernähren.

Wasserfall in unbeschreiblicher Landschaft

Wasserfall in unbeschreiblicher Landschaft

Backpacker Highlights in Tansania

Zu den Backpacking Highlights in Tansania gehört der Lake-Manyara-Nationalpark, der als achtes Weltwunder bezeichnet wird. Er ist 120 Kilometer von Arusha entfernt, liegt in einer Höhe von 1.900 Meter und offeriert euch eine einzigartige Vielfalt an Tieren. Der kleinste Nationalpark, der Gombe-Stream-Nationalpark an der Grenze zu Burundi ist weltberühmt, da hier die Primatenforscherin Jane Goodall Schimpansen beobachtete. Neben Schimpansen gibt es hier auch Krokodile, Löwen, Geparden und Flamingos.

Shoppen ist natürlich auch ein wahres Highlight, gerade wenn ihr auf den Märkten nach hübschen Dingen schaut. Geboten werden euch einzigartige, bunte Stoffe, handgeschnitzte Figuren, geflochtene Körbe und afrikanischer Schmuck, der mit einzigartigen Steinen wie Rubinen besetzt ist. Vergesst das Handeln nicht, da dieses durchaus üblich ist.

Backpacker Geheimtipps in Tansania

Zwischen Arusha und Moshi findet ihr einen absoluten Geheimtipp, da ihr in der wüstenähnlichen Landschaft garantiert keine Oase mit kristallklarem Wasser und schattenspendenden Feigenbäumen erwartet, die zum Entspannen und Erholen einlädt. Der Weg zu diesem verborgenen Paradies führt euch an einzelnen Siedlungen vorbei, bis aus dem Nichts die Oase auftaucht. Sie hat viele Namen. Einige nennen sie „chemka“, andere bezeichnen sie als „maji moto“ oder „kikuletwa hot springs“.

Nach dem passieren des dichten Grüns von Palmen und Feigenbäumen stoßt ihr auf einen idyllischen Pool mit imposanten Wurzeln am Ufer und türkisfarbenem Wasser, das in den Sonnenstrahlen glitzert. Am vorderen Ende des Wasserbeckens befindet sich ein Zulauf. Durch das Blubbern entstehen Blasen, die das Gefühl von kochendem Wasser vermitteln.

In der Oase mit den heißen Quellen begegnen euch Nilwarane in stattlicher Größe. Im Wasser selbst leben sogenannte Doktorfische oder auch Saugbarben, die eure Füße bei einer kostenlosen Spa Behandlung von verhornten Partien befreien. Hier könnt ihr Baden und die Idylle genießen. Daher solltet ihr euch diesen wundervollen, verträumten Ort  auf keinen Fall entgehen lassen.

Savanne in Tansania

Savanne in Tansania

Essen & Trinken in Tansania

In der Küche von Tansania werden überwiegend Grundnahrungsmittel wie Getreide, Reis, Gemüse und Obst verwendet. Sie werden mit einem Hauch von Schärfe und einer Vielzahl von köstlichen Gewürzen zubereitet. Lamm, Ziege und Rindfleisch ist bei Fleischgerichte vorrangig anzutreffen. Zu fast allen Speisen gibt es Ugali, einen Polenta ähnlichen Brei, der aus Mais, Maniok, Sorghum oder Hirse hergestellt wird.

Genauso gehört Reis mit Gemüse, verschiedenen Saucen und scharfen Gewürzen zu vielen Gerichten. Die Zubereitung erfolgt auf unterschiedliche Art und Weise, sodass ihr sie mal als Brei und ein anderes Mal in Fett gebacken als Reisküchlein serviert bekommt. Verwendet wird dafür eine Vielzahl von unterschiedlichen Reissorten, die sich auch geschmacklich unterscheiden. Ein wichtiger Bestandteil sind Peperoni, die eine feurig-scharfe Würze bereitstellen.

Essen ist ein gemeinschaftliches Ereignis in Tansania. Durch die muslimische Prägung speisen Männer und Frauen in ländlichen Gegenden getrennt voneinander. Gegessen wird aus einer gemeinschaftlichen Schüssel mit den Fingern der rechten Hand, weil die linke Hand als unrein gilt.

Essen in Tansania

Als beliebte Beilage zu Fleischgerichten sind Bananen, die auf verschiedene Weise zubereitet werden. Mal gibt es sie frittiert, gebraten, geröstet oder gegrillt und ein anders Mal als cremige Paste. Beim Backpacking in Tansania müsst ihr unbedingt Pilau kosten, wo Reis, Zimt, Pfeffer und Nelken zusammengefügt werden. Ebenso köstlich sind die tollen Currys und verschiedenen Eintöpfe mit Gemüse und Fleisch, die ihr als Hauptgerichte gereicht bekommt.

Als Zwischenmahlzeit gibt es Kitumbua, ein leckeres, geröstetes Brot. In Tansania gibt es nur eine geringe Auswahl an Speisen, wo kein Fleisch enthalten ist. Daher werden es Vegetarier und besonders Veganer sehr schwer haben, die abwechslungsreiche Küche zu genießen. Die Einheimischen werden euch zudem mit einem verständnislosen Blick und Kopfschütteln bedenken.

Trinken in Tansania

Kaffee und Tee gibt es in Tansania im Überfluss, da es viele Tee- und Kaffeeplantagen gibt. Genauso bekommt ihr überall frisch zubereiteten, köstlichen Zuckerrohrsaft. Serviert wird dieser mit Eis und Zitrone und ist ein wahrer Durstlöscher. Wenn ihr Lust auf ein köstliches Bier habt, solltet ihr die einheimischen Biere mit den wohlklingenden Namen Safari Lager und Kilimanjaro probieren.

Von den Einheimischen wird gerne das Bier getrunken, das aus fermentiertem Mais hergestellt wird. Der Geschmack ist für Europäer etwas gewöhnungsbedürftig, solltet ihr aber vielleicht trotzdem einmal kosten. Konyagi, der einheimische Gin ist das perfekte Getränk, um den Sonnenuntergang zu genießen. In muslimischen Gebieten bekommt ihr Alkohol meist nur in den touristischen Gebieten.

Backpacker Visa und Impfungen für Tansania

Für euren Backpacker Trip nach Tansania braucht ihr Visum, das es bei der Botschaft von Tansania in Berlin für 50 US-Dollar oder bei der Einreise auf den internationalen Flughäfen von Tansania und an allen großen Grenzübergängen gibt. Ihr braucht gültige Einreisepapiere. Gemäß dem Auswärtigen Amt lauten die Einreisebestimmungen wie folgt:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja, mit Lichtbild

Anmerkungen

Da sich die Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger kurzfristig ändern können, solltet ihr rechtverbindliche Informationen vor Reiseantritt beim Generalkonsulat einholen.

Medizinische Hinweise & Impfungen für Sansibar

Neben den Standardimpfungen des Robert-Koch-Institutes, die auf dem neusten Stand sein sollten, müsst ihr euch für euren Backpacker Trip  gegen Gelbfieber impfen lassen. Denkt daran, dass der Wirkstoff 10 Tage vor Reiseantritt geimpft wird. Eine Auffrischung von Hepatitis, Polio usw. solltet ihr auch durchführen. In großen Städten und Touristengebieten ist eine ärztliche Versorgung gewährleistet. Allerdings entspricht sie nicht den europäischen Standards.