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Backpacking in Island

Island ist seit einigen Jahren ein absolutes Trendreiseziel. Gerade für Naturliebhaber, Künstler und Fotografen ist dieses Land ein wahres Paradies, denn es gibt unglaublich viel zu entdecken. Heiße Quellen, spuckende Geysire, unzählige Wasserfälle, Vulkane und Gletscher ziehen Jahr für Jahr immer mehr Menschen auf die Insel im Nordatlantik. Abgerundet mit einer Sichtung der berühmten Nordlichter oder der Mitternachtssonne wird Island zu einem ganz besonderen Urlaubsziel.

Mit 103.000 km² ist Island nach Großbritannien der zweitgrößte Inselstaat Europas. Allerdings ist es zugleich auch das am dünnsten besiedelte europäische Land, denn auf die ganze Insel verteilen sich nur etwa 332.000 Einwohner, wovon mehr als die Hälfte in der Hauptstadt Reykjavík leben. Außerdem zählt Island zu den Orten mit der weltweit höchsten Vulkanaktivität, durchschnittlich kommt es alle 5 Jahre zu einem Ausbruch. Ihr erinnert euch vielleicht an die Aschewolke des Vulkans Eyjafjallajökull, die 2010 den gesamten europäischen Flugverkehr für mehrere Tage lahmlegte. Solche Ereignisse sind dort keine Seltenheit. Aber gerade diese Fakten, machen das Land umso interessanter und reizvoller.

Island Landschaft

Island Landschaft

Ein Grund, wieso Island nach wie vor sehr dünn besiedelt ist, ist sicherlich die Tatsache, dass das Inland kaum bewohnbar ist. Das isländische Hochland bietet eine atemberaubende Landschaft aus Vulkanen, heißen Quellen, Felswüsten und Eiskappen, die nahezu unberührt ist. Ein faszinierendes Reiseziel für jeden, der einmal komplett in die Natur eintauchen und die Ruhe genießen möchte. Beachtet aber, dass die beiden Straßen (Kjölur- und Sprengisandur-Route), die durch das Hochland führen, nur im Sommer nach der Schneeschmelze passierbar sind. Und auch dann wird ein Jeep mit Allradantrieb empfohlen.

Die Küstenstrecken hingegen sind das ganze Jahr befahrbar und hier liegen auch die ganzen Städte und Siedlungen. Die Hauptstadt Reykjavík wird oft als „das Tor zu Island“ bezeichnet, denn hier beginnen die meisten Menschen ihre Islandreise und hier ist auch am meisten Leben zu finden. Die Stadt besticht mit einem Mix aus futuristischen Glasbauten und kleinen Wellblechhäusern, umgeben von der wunderschönen isländischen Natur. Aber auch Städte wie Kópavogur, Hafnarfjörður und Akureyri haben ihren Reiz.

Für das Reisen in Island empfiehlt sich ganz klar ein Mietwagen. Es gibt zwar auch ein öffentliches Busnetz, allerdings fahren diese, gerade im Winter, recht unregelmäßig. Außerdem verkehren die Busse nur zwischen den Städten und viele Attraktionen sind nur über ungepflasterte Straßen erreichbar, an denen kein Bus vorbeikommt. Die Insel selbst erreicht ihr mit dem Flugzeug ganzjährig mit Icelandair von Frankfurt oder mit WOW Air von Berlin. Wer im Sommer fliegt, hat da mehr Auswahlmöglichkeiten. Dann werden auch weitere deutsche Städte angeflogen und auch andere Airlines wie Lufthansa, Germania und Germanwings bieten einige Verbindungen an.

Die Amtssprache ist Isländisch. Die müsst ihr aber keinesfalls beherrschen, wenn ihr das Land bereisen möchtet. In den Schulen werden die Pflichtfremdsprachen Englisch und Dänisch unterrichtet, ihr solltet also mit Englisch auf der sicheren Seite sein. Mit Deutsch werdet ihr aber nicht sonderlich weit kommen.

Island Wasserfall

Island Wasserfall

Kultur in Island

Das kulturelle Leben in Island ist traditionsverbunden und kreativ, aber gleichzeitig auch neuen Einflüssen gegenüber sehr aufgeschlossen. Ursprünglich wurde Island im 9. Jahrhundert von norwegischen Wikingern besiedelt, die Kunst und Traditionen mit auf die Insel brachten. Durch die Abgeschiedenheit der Insel entwickelte sich mit den Jahren jedoch eine eigenständige Kultur. Vor allem die mittelalterliche Literatur bestehend aus königlichen Sagas und den beiden Eddas, spielen hier eine große Rolle.

Als Edda werden zwei literarische Werke aus dem 13. Jahrhundert bezeichnet (Snorra- und Lieder-Edda), die skandinavische Götter- und Heldensagen behandeln. Im Gegensatz zur Literatur, entwickelte sich die Kunst erst so richtig in der Neuzeit. Zu den ersten professionellen Malern zählte Sigurdur Gudmundsson, der 1863 das Isländische Nationalmuseum gründete. Im Großraum Reykjavík findet man eine Vielzahl von Kulturinstitutionen, wie z. B. das Konzerthaus „Harpa“.

Backpacker Informationen zu Island

Island ist kein typisches Backpackerland. Nicht, weil es nichts zu bieten hätte, im Gegenteil. Der einzige Punkt, der gegen einen Backpacking Trip in Island spricht, sind die unglaublich hohen Preise. Nicht nur die Flüge sind relativ teuer, auch für Unterkünfte, Mietwagen und Verpflegung muss hier sehr tief in die Tasche gegriffen werden. Wer nach einem Low Budget Urlaub sucht, ist hier definitiv falsch.

Generell gilt es zu beachten: Im Sommer sind am meisten Touristen auf der Insel, also sind hier auch die Preise am höchsten. Dafür, dass die Kosten für die Reise selbst und die Verpflegung so hoch sind, kann man jedoch die meisten Hauptattraktionen der Insel komplett kostenlos bestaunen. Viele Naturschauspiele kann man sicherlich auf eigene Faust gut erkunden und das ganz umsonst. Natürlich könnt ihr auch geführte Touren buchen, aber auch die haben es preislich in sich.

Island Golden Circle

Island Golden Circle

Backpacker Budget in Island

Wie bereits erwähnt, ist Island ein extrem teures Reiseland. Dementsprechend solltet ihr euer Budget deutlich höher ansetzen, als für eine Reise in andere europäische Länder. Selbst hochpreisige skandinavische Länder wie Schweden oder Norwegen sind im Vergleich zu Island wohl noch relativ erschwinglich. Nicht nur die Unterkünfte reißen ein großes Loch in den Geldbeutel, vor allem auch die Verpflegungskosten sind vergleichsweise hoch. Sucht euch am besten Unterkünfte wie Hostels oder Ferienwohnungen, in denen ihr selbst kochen könnt. Lebensmittel im Supermarkt sind zwar auch nicht gerade günstig (bis zu 30% teurer als in Deutschland), aber auf jeden Fall preiswerter als ein Restaurantbesuch.

Die Übernachtung in einem Hostel Mehrbettzimmer kann euch gut und gerne zwischen 30 und 40 € kosten. Auf Airbnb bekommt ihr beispielsweise Ferienwohnungen ab 70-80 € die Nacht, Privatzimmer im Haus eines Gastgebers ab 50-60 €. Wenn ihr nicht alleine unterwegs seid, lohnt sich eine Privatunterkunft also vermutlich sogar gegenüber einem Hostelbett. Günstiger ist nur das Zelten, aber hierfür braucht man eine professionelle Ausrüstung, damit man nicht friert.

Die Preise für Flüge variieren sehr stark je nach Reise- und Buchungszeitpunkt. Meist liegen sie zwischen 200 und 500 € (Hin- und Rückflug). Hier gilt es, so früh es geht zu buchen.

Bezahlt wird auf Island übrigens mit der Isländischen Krone (ISK). 100 ISK entsprechen aktuell ca. 0,82 € (Stand: November 2016). Im Umlauf sind Münzen zu 1, 5, 10, 50 und 100 Kronen sowie Geldscheine zu 500, 1000, 2000, 5000 und 10000 Kronen. Deutsche Kredit- und EC-Karten werden im Regelfall überall akzeptiert.

Island Pferde

Island Pferde

Kosten für einen Mietwagen

Wer Island unabhängig und flexibel bereisen möchte, muss sich einen Mietwagen holen. Wegen den teils unbefestigten Straßen und dem Glatteis im Winter, empfiehlt es sich einen Geländewagen mit Allradantrieb (4×4) anzumieten. Diesen holt ihr am besten direkt am Flughafen ab und behaltet ihn während eures kompletten Aufenthalts. Die Seite Guide to Iceland (Klick hier) ist eine gute Anlaufstelle, wenn man einen Mietwagen buchen möchte. Aber auch hier sind die Preise je nach Saison sehr unterschiedlich.

Preisübersicht:

– SUV 4×4, im Winter: ab 700 €/14 Tage, im Sommer: ab 1.400 €/14 Tage

– Kleinwagen, im Winter: ab 400 €/14 Tage (nicht empfehlenswert!), im Sommer: ab 800 €/14 Tage (nicht für das Hochland geeignet)

Kosten für den Bus

Da es auf Island kein Schienennetz gibt, sind Busverbindungen die einzig nennenswerte Alternative zum Mietwagen. Neben dem Stadtverkehr in Reykjavík gibt es auch Überlandbusse, die die bewohnten Teile Islands, sowie einige Stopps im Hochland (nur im Sommer), anfahren. Die Frequenz und auch die Verlässlichkeit nimmt jedoch in der Nebensaison stark ab. Darüber hinaus bieten Busunternehmen wie Sterna (http://icelandbybus.is/) verschiedene Buspässe nach dem Hop on – Hop off Modell an:

  • Full Circle ca. 315 € einmal um die ganze Insel (Ringstraße), gültig 28.06.-31.08.
  • Highland Hikers ca. 104 € bringt einen zu den beliebten Wanderwegen Laugavegur oder Fimmvörðuháls und zurück, gültig 20.06.-09.09.
  • East Circle ca. 382 € einmal um die Insel, statt an der Westküste entlang führt die Strecke aber durch das Hochland, gültig 28.06.-31.08.
  • Ultimate ca. 500 €, einmal um die ganze Insel + Golden Circle und weitere Attraktionen, gültig 28.06.-31.08.

Ihr müsst für euch selbst abwägen, ob ihr lieber flexibel mit einem Mietwagen unterwegs seid oder an Fahrpläne und Haltestellen gebunden bleibt, aber dafür weniger zahlen müsst. Solltet ihr im Winter reisen, bleibt euch außer einem Mietwagen aber fast keine andere Wahl, denn hier fahren selbst die Hop on – Hop off Busse nicht.

Backpacker Routen in Island

Auf Island gibt es im Prinzip eine Reiseroute, die fast alle Backpacker nehmen und individuell auf ihre Bedürfnisse abwandeln – einmal um die komplette Insel. Die Hauptstraße Nr. 1, die auch liebevoll „Ringstraße“ genannt wird, führt einmal im Kreis um die ganze Insel und hat eine Länge von insgesamt 1332 km. Von ihr zweigen kleinere Straßen ab, die zu den Fjorden, Städten, zur Hochebene und zu vielen bekannten Sehenswürdigkeiten führen.

Man kann seine Route also sehr individuell gestalten. Für eine Umrundung der Insel solltet ihr mindestens 10 Tage einplanen. Wenn ihr mehr Abstecher machen wollt und einige Orte mehr als nur einen Tag lang besuchen möchtet, solltet ihr jedoch mindestens 2-3 Wochen für eure Reise ansetzen.

So könnte eure zweiwöchige Mietwagen Rundreise aussehen:

  • 1-2 Tage Reykjavik
  • 1 Tag Golden Circle (Pinghvellir – Geysire – Gullfoss)
  • 1 Tag Borgarnes
  • 1 Tag Snæfellsnes (Arnarstapi – Grundarfjörður – Stykkishólmur)
  • 1 Tag Varmahlíð
  • 1 Tag Húsavík (Waltour)
  • 1-2 Tage Akureyri
  • 1 Tag heiße Quellen in Myvatn
  • 1 Tag Seyðisfjörður (Zwischenstopp: Egilsstaðir)
  • 1 Tag Höfn
  • 1 Tag Eisbucht Jökulsárlón
  • 1 Tag Dyrhólaey, Flugzeugwrack in Sólheimasandur, Seljavallalaug, Skogafoss, Seljalandsfoss
  • 1 Tag Hvolsvöllur

Oder ihr fahrt andersrum und lasst euch für die einzelnen Stationen etwas mehr Zeit:

  • 3 Tage Golden Circle
  • 2 Tage Gletscherwanderung am Sólheimajökull, Eisbucht Jökulsárlon, Höfn
  • 1 Tag heiße Quellen in Myvatn
  • 1-2 Tage Akureyri
  • 1 Tag Hùsavik (Waltour)
  • 1-2 Tage Osár, Siglufjörður
  • 1-2 Tage Reykjavík
Island Reykjavik

Island Reykjavik

Reisezeiten in Island

Die meisten Menschen reisen im Sommer nach Island (Juni-August). Allerdings werden hier die ohnehin schon teuren Preise, aufgrund der vielen Touristen, nochmal angehoben. Wer also etwas Geld sparen will, kann auch einen Besuch außerhalb der Hauptsaison in Erwägung ziehen. Die Landschaft ist jedenfalls zu jeder Jahreszeit unglaublich prachtvoll.

Man hat die Qual der Wahl – endlose Sommertage genießen und die nicht untergehende Sonne bestaunen oder in einer tiefschwarzen Winternacht die funkelnden Polarlichter beobachten. Ihr müsst hierbei allerdings bedenken, dass die Straßen zum Landesinneren im Winter die meiste Zeit gesperrt sind und ihr daher leider nicht alle Sehenswürdigkeiten bestaunen könnt.

Backpacker Unterkünfte in Island

Die Übernachtung ist auf Island einer der teuersten Posten für euer Reisebudget. Wenn ihr alleine unterwegs seid, ist ein Bett im Hostel die günstigste Variante. Leider gibt es hier nicht hunderte Hostels zur Auswahl, da Island wirklich dünn besiedelt ist. Die meisten Hostels werdet ihr in der Hauptstadt Reykjavík finden. Ansonsten findet ihr auch in kleineren Städten jeweils eine Hand voll Hostels.

Nur in den ländlichen Gebieten, wird es etwas schwieriger etwas zu finden. Solltet ihr zu zweit (oder mehr) reisen, dann ist ganz klar eine private Mietunterkunft z. B. über Airbnb zu empfehlen. Hier findet ihr Privatzimmer, Ferienwohnungen oder sogar kleine Häuschen mitten im Nirgendwo. Was man unbedingt dazu sagen muss ist, dass ihr so früh wie möglich buchen solltet.

Die Übernachtungsmöglichkeiten auf der Insel sind stark begrenzt und gerade im Sommer, wann der Touristenandrang unglaublich groß ist, sind viele Unterkünfte schon Monate im Voraus ausgebucht. Es empfiehlt sich hier also sofort zu buchen, sobald die Reiseentscheidung gefallen ist. Dasselbe gilt übrigens auch für Flüge. Ein spontaner Trip nach Island wird sich daher etwas schwierig gestalten.

Durchschnittspreise in Island für ein Bett in einem Dorm:

  • Reykjavík – Winter ca. 35 €, Sommer ca. 47 €
  • Akureyri – Winter k.A., Sommer ca. 42 €
  • Keflavik – Winter ca. 35 €, Sommer ca. 55 €

Camping in Island

Auf den ersten Blick erscheint Island nicht gerade wie das perfekte Land für einen Campingurlaub. Schuld daran sind die klimatischen und wettertechnischen Bedingungen. Nachts kann es sehr kalt werden, es regnet vergleichsweise oft und ist sehr windig. Möglich ist es trotzdem und es ist zudem die mit Abstand günstigste Art der Übernachtung auf der Insel.

Es gibt fast in jedem kleinen Ort mindestens einen Campingplatz, insgesamt sind es etwa 170 Stück. Die Ausstattung des jeweiligen Platzes ist dabei recht unterschiedlich, manchmal gibt es nur eine große Wiese mit Toilettenhäuschen, oft aber auch einen voll ausgestatteten Campingplatz mit Aufenthaltsraum und ausreichend sanitären Anlagen. Übernachten kann man hier schon ab ca. 5 € pro Person, was im Vergleich zu anderen Unterkunftsarten ein unglaubliches Schnäppchen ist.

Island Camping

Island Camping

Wie so vieles sind leider auch die Campingplätze nur in den Sommermonaten geöffnet. Das liegt aber schlichtweg daran, dass es im Winter so kalt ist, dass kaum noch jemand campen möchte. Unter bestimmten Bedingungen wird auch das Wildcampen geduldet. In unbebauten Wohngebieten und im Hochland dürft ihr bis zu 24 Stunden an einer Stelle euer Zelt aufschlagen. Für ein Wohnmobil ist jedoch die Erlaubnis des Landbesitzers erforderlich.

Man muss allerdings dazu sagen, dass das Zelten auf Island wirklich nur etwas für echte Abenteurer ist. Ihr solltet auf keinen Fall ohne professionelle Ausrüstung unterwegs sein, ein warmer Schlafsack und ein wetterfestes Zelt sind hier das Minimum. Solltet ihr dieses Abenteuer jedoch eingehen, werdet ihr mitten in der atemberaubenden, isländischen Natur nächtigen können und das ist mit Sicherheit ein Erlebnis für sich.

Essen & Trinken in Island

Restaurantbesuche sind, wie so vieles auf Island, nicht günstig und daher empfehlen sich immer Selbstversorgerunterkünfte. Aber natürlich sollt ihr nicht nach Hause fliegen, ohne typische Landesgerichte zumindest einmal probiert zu haben. Das Angebot an frischen Speisen ist sehr groß. Natürlich ist es naheliegend, dass hier viel heimischer Fisch verzehrt wird, aber Island hat kulinarisch noch einiges mehr zu bieten.

Alles rund ums Essen

Lamm – Im isländischen Hochland leben wilde Berglämmer. Diese ernähren sich dort vom frischen Gras und Bergkräutern, was dem mageren Fleisch einen besonderen Geschmack verleihen soll.

Rúgbraud – Hierbei handelt es sich um die isländische Variante des Roggenbrots. Es wird traditionell in einem Holzfass im Boden einer heißen Quelle gedünstet oder in einem Topf gebacken. Es ist dicht, dunkel und vergleichsweise süß.

Plokkfiskur – Kartoffeln, Zwiebeln und gekochter Fisch ergeben zusammen mit einer weißen Soße diesen Fischeintopf. Ein isländisches Nationalgericht, das ursprünglich als Resteverwertung gedacht war.

Skyr – Skyr ist ein gesäuertes Milchprodukt, das inzwischen sogar unsere deutschen Supermärkte erobert. Geschmack und Konsistenz erinnern an eine Mischung aus Joghurt und Magerquark. Es handelt sich allerdings um einen speziellen Weichkäse mit besonders hohem Proteingehalt und sehr geringem Fettanteil.

Hardfiskur – Dieser beliebte Snack ist nichts Anderes als getrockneter Fisch, der meist mit Butter serviert wird. Meistens wird hierfür Schellfisch, Kabeljau oder gestreifter Katfisch verwendet. Auch dieses Nahrungsmittel enthält sehr viel Protein und gilt als Powerfood.

Kjötsúpa – Diese herzhafte Fleischsuppe besteht aus frischem Gemüse und Lammfleisch. Man bekommt sie fast in jedem Restaurant, besonders beliebt ist dieses Gericht im Winter.

Was kann man dort trinken

Bier ist für die Isländer ein relativ neues Getränk. Erst seit 1989 wird auf der Insel offiziell Bier gebraut und seitdem ist ein regelrechter Hype um die goldene Brühe entstanden. Inzwischen gibt es viele Bierlokale und Kneipen, die isländisches Bier anbieten.

Das Lieblingsgetränk der Isländer ist und bleibt allerdings der Kaffee. Man trinkt ihn hier quasi den ganzen Tag. Eine besondere Form ist der Molakaffi, hierbei wird zum schwarzen Kaffee Würfelzucker gereicht. Das Zuckerstück nimmt man dann in den Mund und kippt anschließend den Kaffee hinterher.

Backpacker Trips, Tipps & Highlights in Island

Das Highlight in Island ist einfach die Insel selbst und ihre atemberaubende und facettenreiche Natur. Ihr findet hier drei große Nationalparks, die ihr erkunden könnt. Der Vatnajökull Nationalpark ist mit 12.000 m² der größte in ganz Europa und bietet eine grandiose Mischung aus Gletschern, Geothermalenergie und Vulkanaktivitäten.

Aber auch die beiden anderen Nationalparks Thinvellir und Snaefellsjökull sind absolut sehenswert und sollten unbedingt besucht werden. Des Weiteren gibt es auch noch andere Naturschutzbereiche, in denen sich zahlreiche Vulkane, Fossilien, Mineralien und Wasserfälle finden.

Island Gletscher

Island Gletscher

Backpacker Highlights

In Island lassen sich zwei außerordentlich faszinierende Naturschauspiele bewundern, die nicht nur unter Backpackern als absolute Highlights gelten. In den Sommermonaten kann man die Mitternachtssonne bestaunen. Das bedeutet, die Nächte sind extrem hell und die Sonne geht erst sehr spät oder teilweise gar nicht komplett unter. Zum Einschlafen mag das vielleicht erst einmal ungewohnt und schwierig sein, allerdings entschädigt der Anblick das alles. Es ist mit Sicherheit ein Erlebnis, mitten in der Nacht die Sonne zu sehen.

Wer im Winter nach Island reist, hat leider keine Chance auf die Mitternachtssonne, denn hier wird es oft schon um 16 Uhr dunkel. Die Winternächte auf Island sind sehr dunkel und bieten somit die perfekten Verhältnisse für das zweite Naturschauspiel – die Polarlichter. Mit etwas Glück kann man in klaren Winternächten zwischen September und April die bunten Farbschleier am Himmel erkennen.

Es gibt hierfür sogar speziell organisierte Touren, bei denen der Tourguide einen zu den besten Plätzen für eine Sichtung führt. Da der perfekte Ort sich aber immer wieder ändert, „jagt“ man den Lichtern tatsächlich hinterher. Außerhalb der bevölkerten Gebiete ist die Chance am größten, sie zu sehen. Auf Vedur (vedur.is) sagt das isländische Wetteramt immer die Wahrscheinlichkeit hervor, mit der die Polarlichter am besagten Abend zu sehen sind.

Island Nordlichter

Island Nordlichter

Backpacker Geheimtipps

Island ist bekannt für seine schönen, kräftigen Pferde (Islandpferde/-ponys). Daher werden eine Menge Reittouren durch die wunderschönen Landschaften angeboten. Ein absolutes Muss für jeden Pferdefreund. Aber auch für alle anderen Tierliebhaber ist das mit Sicherheit ein tolles Erlebnis. Außerdem findet man rund um die Insel viele verschiedene Walarten. Auch wenn Wale Watching nicht gerade Low Budget geht, sollte man das jedoch auf jeden Fall einmal mitmachen. Sichten kann man hier unter anderem Buckelwale, Finnwale und sogar Blauwale, wenn man Glück hat.

Backpacker Visa und Impfungen in Island

Für Deutsche ist die Einreise nach Island in aller Regel unproblematisch. Ihr benötigt lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und schon kann es losgehen. Achtet aber bitte darauf, dass eure Reisedokumente noch mindestens drei Monate über die Reise hinaus gültig sind. Wichtig ist, dass auch Kinder ein gültiges Ausweisdokument besitzen; ein Kindereintrag im Reisepass eines Elternteils ist nicht gültig.

Außerdem solltet ihr die Einreisebestimmungen nach Island immer im Auge behalten, denn manchmal kann es hier zu Änderungen kommen. Am besten überprüft ihr diese vor eurer Reise nochmal auf der der Webseite des Auswärtigen Amtes auswaertiges-amt.de.

Die Einreise ist für deutsche Staatsbürger ist mit folgenden Einreisedokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Ja
  • Vorläufiger Personalausweis: Ja
  • Kinderreisepass: Ja (mit Foto)

Visum

Für Reisen in Island mit einer Dauer von weniger als 3 Monaten ist kein Visum erforderlich.

Medizinische Hinweise & Impfungen

Für Island gelten keine besonderen Impfvorschriften. Es reicht vollkommen aus, wenn ihr alle Standardimpfungen habt und euer Impfpass auf dem neuesten Stand ist. Euch sollte allerdings bewusst sein, dass außerhalb der Großstädte Reykjavík und Akureyri eine umfassende notfallmedizinische Versorgung nicht immer gewährleistet ist.

Aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte des Landes, müsst ihr unter Umständen bis zur nächsten Stadt fahren, um einen Arzt zu finden. Da sich die Notversorgung auf wenige Städte konzentriert, kann es in den Sommermonaten außerdem zu langen Wartezeiten kommen.