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Backpacking in Costa Rica

Backpacker, die ein Land im Mittelamerika besuchen wollen, entscheiden sich in den allermeisten Fällen für Costa Rica. Das Land ist das klassische Backpacker Einsteigerland in der Region. Und das mit Recht. Zum ersten erwartet euch dort eine umwerfende Natur und super geile Strände plus eine faszinierende Biodiversität. Und zum anderen ist das Reisen in Costa Rica sehr sicher und bequem.

Das scheint auch mit der Mentalität der Costa Ricaner zu tun zu haben. Denn welches Land verzichtet schon darauf sich eine Armee zu unterhalten? Es gibt allerdings auch einen kleinen Haken, in der Schweiz Mittelamerikas, wie Costa Rica auch bezeichnet wird. Und das wären die Preise. Wir schauen uns einmal an was es in Costa Rica so für Backpacker zu entdecken gibt, und wie es sich mit den Reisekosten verhält.

Backpacking in Costa Rica

Backpacking in Costa Rica

Costa Rica – was man wissen sollte

Ihr besucht ein Land, das mit ertragreichen Böden gesegnet ist. Grund dafür ist die mineralhaltige Vulkanasche, die einen starken Pflanzenbewuchs zulässt. Wisst ihr, dass Costa Rcia die niedrigste Analphabetenrate in ganz Lateinamerika hat? Auch interessant zu wissen ist, dass das Traumreiseziel Isla del Coco die größte unbewohnte Insel der Welt ist. Und noch ein Hammer. Der Poás Vulkan kann den zweitgrößten Krater der Welt sein eigen nennen.

Außerdem ist es in Costa Rica möglich von den Berggipfeln im Landesinneren gleichzeitig den Atlantik und den Pazifik sehen zu können. Das geht ansonsten nirgendwo. Die mittelamerikanische Schweiz mit ihren 4,5 Millionen Einwohnern hat ihre Streitkräfte vollständig aufgelöst. Das war im Jahr 1949. Und leider hat es ihm kein anderes Land nachgemacht – wo wir das alle so notwendig hätten.

Artenreiche Biodiversität in Costa Rica

Solltet ihr einmal eine Orchidee mit dem Namen Guaria Morada gezeigt bekommen, dann handelt es sich um die Nationalblume des Landes. Kaum ein anderes Land kann auf so viele geschützte Zonen im Verhältnis zu seiner Fläche verweisen wie Costa Rica. Mehr als 30 Prozent der Terrains sind Nationalparks oder andere geschützte Gebiete.

Backpacking in Costa Rica - Sonnenuntergang

Backpacking in Costa Rica – Sonnenuntergang

Die Fläche des kleinen Landes ist gerade mal etwas über 50 000 km2 groß (Deutschland 357.021 km²) – und jetzt kommt es: denn, ihr werdet dort auf 5 % der gesamten Flora- und Faunaspezien auf der Welt treffen. Geballte Natur erwartet euch also. Allein 2000 verschiedene Orchideenarten sind beheimatet. Dazu Hunderte von Schmetterlingsarten in allen Farbschattierungen und darüber hinaus mehr als 900 Vogelarten. Das sind mehr als in ganz Nordamerika und Europa zusammen. Star unter den Vögeln ist der fast ausgerottete Quetzal.

Wusstet ihr, dass die Strände am Pazifik im Allgemeinen dunkler als am Atlantik sind? Auch hier spielt die Vulkanasche eine wichtige Rolle. Die Pazifikküste ist vom Klima her gesehen weitaus beständiger als die andere Seite. Daher finden sich dort auch einige spannende Touristenziele. Schwarz  ist der Jacó Strand in der Provinz Puntarenas oder auch der Playa Espadilla im Nationalpark Manuel Antonio.

Wenn ihr feuerspeiende Vulkane erleben wollt, dann wartet der Arenal auf euch. Der gilt als der zweitaktivste auf dem Globus. Am besten nachts hin. Tolle Fotos sind garantiert.
Die besten Spots in Costa Rica, die ihr auf keinen Fall verpassen dürft, sind der Reserva de Bosque Nuboso de Monteverde, in dem ihr auf 3 000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten trefft.

Beachen und relaxen, und auch hier und da mal am Strand abfeiern könnt ihr an den Stränden Tamarindo, Playa Langosta und Playa Grande. Die Eiablage der Meeresschildkröten könnt ihr im Parque Nacional Tortuguero beobachten. Viel Natur und traumhafte Strände erwarten euch in Montezuma, das in der Nähe des Parque Nacional Cabo Blanco, der Isla Tortuga und der Reserva de Vida Silvestre Curu liegt. Ein recht abwechslungsreiches Nachtleben erwartet euch in der Hauptstadt San José.

Costa Rica Backpacker

Costa Rica Backpacker

Landestypische Kultur Costa Rica

Auf dem Land stehen die Einheimischen übrigens noch mit den Hühnern auf und gehen bei Sonnenuntergang in die Kiste. Das nennt man einen geregelten Tagesablauf. Macht mit und euer Body profitiert davon mehr als in jedem Spa. Ansonsten basiert die Kultur des Landes wie in allen süd- und mittelamerikanischen Länder auf verschiedenen Einflüssen, die mit den unterschiedlichen Einwandererwellen ins Land kamen und sich mit der indigenen Kultur im Laufe der Zeit vermischt haben.

Costa Rica ist bekannt für seine indigenen Masken, die aus Naturstoffen hergestellt werden. Ein tolles Souvenir übrigens ist eine Rueda de carreta. Das sind runde oder quadratische bunte Platten aus Naturstoffen, auf denen einst die Kaffeebohnen transportiert wurden. Die Costa Ricaner heißen Ticos. Das ist keine Beleidigung, sondern steht für Friede, Strebsamkeit und Einfachheit.

Backpacker Routen in Costa Rica

Man kann auch Trampen

Man kann auch Trampen

Backpacker Routen für Costa Rica gibt es in Hülle und Fülle. Das Land ist zwar klein, hat aber wegen seiner geografischen Vielfalt eine Menge zu bieten. Costa Rica ist nicht Brasilien, aber ihr könnt euch schon ein paar Wochen, wenn nicht sogar Monate, im Land aufhalten und immer wieder etwas Neues entdecken.

Wie immer ist es bei der Reiseplanung der Backpackerroute entscheidend wie viel Zeit und Budget zur Verfügung steht. Natürlich ist auch wichtig was ihr sehen wollt. Eine Mischung aus Kultur, Abenteuer und Aktivitäten bietet Costa Rica in vieler Hinsicht. Jetzt aber ein paar Vorschläge zu ein paar Costa Rica Backpacker Routen.

Wie schon oben gesagt könnt ihr die Route auch je nach belieben verlängern oder kürzen. Es ist immer wichtig wie ihr reisen wollt, was ihr sehen und erleben wollt und natürlich ob ihr das auch finanzieren könnt.

Route 1: Der Klassiker (15-20 Tage)

  • 2-3 Tage Hauptstadt San Jose mit facettenreichem Nachtleben erleben
  • 2 Tage Regen- und Sumpfwäldern des Tortuguero National Park
  • 2-3 Tage vom Ort La Fortuna den Parque Nacional Volcan Arenal aus erkunden
  • 3 Tage Nordküste mit Tamarindo, Playa Langosta und Playa Grande genießen
  • 3 Tage Manuel Antonio und Parque Nacional Manuel Antonio durchkämmen
  • 2-3 Tage Nebelwälder in der Reserva de Bosque Nuboso de Monteverde erleben

Route 2: All or Nothing (32-42 Tage)

Zuerst die in Route 1 genannten Reiseziele abklappern

  • 3 Tage auf der Halbinsel Osa den Parque Nacional Corcovad kennenlernen
  • 3 Tage im Fischerörtchen Santa Teresa, das auf der Halbinsel Nicoya liegt, das Leben der Einheimischen kennenlernen
  • 8 Tage von Montezuma aus Parque Nacional Cabo Blanco, die Isla Tortuga und das Reservat Reserva de Vida Silvestre Curu erkunden.
  • 4 Tage Trekking und Abenteuer im Parque Nacional Cahuita erleben, der vom nahegelegenen Puerto Viejo leicht aus erreicht werden kann.
  • 2 Tage Surfen und Baden an den Stränden von Nosara und Playa Guiones
  • 1 Tag die Museumsvielfalt Costa Ricas genießen Es lohnt vor allem ein Besuch in Museo Nacional de Costa Rica ( Nationalmuseum) in San Jose. Auch ein Abstecher in das Jademuseum „Marco Fidel Tristán Castro“ wird empfohlen.
  • 4 Tage tauchen und schnorcheln vor der Isla del Coco (Kokosinsel) und der Isla del Cano vor der Drake Bay.

Reisezeiten in Costa Rica

Über das Klima in Costa Rica zu reden ist müßig, denn es herrschen wegen der Nähe zum Äquator das ganze Jahr hindurch angenehme Temperaturen. Im Hochland kann es schon einmal etwas kälter werden, in den Ebenen und an den Stränden ist es allerdings immer warm. Es gilt zwischen der Regen und der Trockenzeit zu unterscheiden. Die Regenzeit beginnt im Mai und endet Mitte November. Die Trockenzeit dehnt sich dann über den Rest des Jahres von Dezember bis April aus. Wichtig zu wissen ist, dass ihr in der Nebensaison weitaus preiswerter reist. Die Durchschnittstemperatur in der Hauptstadt San José liegt bei weit über 20 Grad im Jahr.

Backpacker Budget in Costa Rica

Was kostet mich das?

Was kostet mich das?

Es ist nicht ganz preiswert in Costa Rica zu reisen. Stellt euch mal auf westeuropäische Preise so grob ein. Allerdings bekommt ihr dafür auch etwas geboten. Und wer sucht, der findet immer ein preiswertes Plätzchen. Sao Paulo ist die teuerste Stadt in Südamerika, San Jose ist das Pendant in Mittelamerika. Dennoch lassen sich Hostels finden, in denen ihr für 10 bis 15 Dollar übernachten könnt.

Couchsurfing ist eher nur in den dicht besiedelten Gebieten möglich, aber dort geht halt in Bezug auf die Natur weniger ab. Sparen könnt ihr, indem ihr auf die lokale Kost in kleinen Kneipen oder an Ständen zurückgreift. Die sogenannten Sodas sind spottbillig. Ein kurzer Überblick über die Lebenshaltungskosten in der Hauptstadt gibt nähere Auskunft über die Preise. Alles in einheimischer Währung, dem Colón dessen Symbol ₡ ist.

  • Tägliche durchschnittlichen Kosten pro Kopf um die 40 Euro
  • Unterkunft zwischen 12 und 30 Euro
  • Essen 5 Euro
  • Wasser: 1,4 Euro
  • Lokaler Transport: 5 Euro
  • Intercity Transport: 8 Euro
  • Pizza: 2 Euro
  • Fahrrad mieten 3 Euro

Man sollte zwischen 20 und 40 Euro pro Tag kalkulieren. Im Inland könnt ihr ganz easy mit den billigen öffentlichen Verkehrsmitteln reisen. Eine Busstrecke in der City kostet nicht mehr als ein Knopf und ein Ei. Etwas teurer sind die Microbusse. Inlandsflüge sollten weniger in Betracht gezogen werden, da es auf den Überlandfahrten immer viel zu sehen gibt. Die längste Flugzeit erreicht nicht mal eine Stunde.

Wer die „la Maria“ nimmt, der steigt nicht auf eine Frau, sondern in ein Taxi. Überprüft, ob der Taxameter angeschaltet ist. Im Gegensatz zu anderen Ländern in der Region ist das Aventón sehr beliebt. Dabei handelt es sich um nicht mehr: als Finger raus und Auto anhalten. Es gibt nur eine Touristenbahn, die allerdings eher ein Spaß ist. Sie startet dann und wann von der Hauptstadt aus. Alle Busabfahrtszeiten für die internationalen Verbindungen in ganz Zentralamerika findet ihr bei horariodebuses.com oder ihr schaut euch auf der Webseite von mit Ticabus um. Weitere Transportunternehmen sind Transnica und NicaExpresso, die die Länder Nicaragua und Costa Rica verbinden.

Backpacker Unterkünfte in Costa Rica

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Couchsurfing, Hostels und Co.

In einem Land wie Costa Rica, das für jede Art von Reisenden etwas zu bieten hat, findet sich demnach auch eine facettenreiche Auswahl an Übernachtungsarten. Wer einen Aufenthalt in einem mondänen 5 Sterne Hotel bevorzugt, kann das ebenso tun wie Traveller, die in einer einfache Lodge oder einem Hostel ein Bett suchen.

Allerdings sind die Betten nicht ganz so billig. Costa Rica verfügt über eine gute touristische Infrastruktur und danach richten sich nun einmal die Preise. Unter 10 Euro wird es schon verdammt schwer eine Unterkunft zu finden. Ab 20 Euro gibt es dann auch schon mal ein sauberes Doppelzimmer in einer kleinen Pension außerhalb der Hauptreisezeit.

Nach oben hin sind natürlich kaum Grenzen gesetzt. Ihr könnt euch nach netten Cabañas umschauen, die recht günstig sind, zudem oft in unmittelbarer Strandnähe oder auch in oder an den Rändern der Nationalparks liegen. Die mondänen Öko-Lodges hingegen sind selten wegen des gehobenen Standards etwas für das Traveler Budget. Doch der ein oder andere Deal kann schon mal drin sein. Schauen wir uns einmal an wie viel im Durchschnitt ein Bett in einem Dorm eines mittelmäßigen Hostels in den verschiedenen Ort laut Hostelworld kostet.

  • 10 Euro San Jose
  • 8 Euro La Fortuna
  • 5 Euro Monteverde
  • 11 Euro Manuel Antonio
  • 14 Euro Alajuela
  • 9 Euro Jaco
  • 12 Euro Tamarindo
  • 8-9 Euro Puerto Viejo
  • 8 Euro Liberia

Wie gesagt nicht ganz billig, aber auch nicht unerschwinglich. Campen ist in Costa Rica zwar möglich, wird aber wegen der mangelnden Angebote kaum in Anspruch genommen. Auch sollte man nicht in den Nationalparks auf die Idee kommen dort wild zu campen. Gute Campingplätze an atemberaubenden Orten sind der Junquillal Bay Wildlife Refuge, die Brasilito Lodge, Camping Mora am Playa Carrillo, der Campingplatz im Arenal Volcano National Park, Pension Santa Elena (Hostel inklusive Campingplatz), das Truchas Selva Madre Camp am Cerro de la Muerte, das Vista Drake Hostel mit Campingplatz in der Bahia Drake und der traumhafte Campingplatz am Playa Josecito.

Backpacker Trips, Tipps & Highlights in Costa Rica

Ein unbedingtes Muss ist ein Ausflug in die wolkenumhangenen Urwälder der Reserva de Bosque Nuboso de Monteverde. Eure Kleidung könnt ihr vergessen, denn die Luftfeuchtigkeit liegt bei 100 %. Badehose tut es auch. Mehr als 3000 Spezien sind dort beheimatet. Ähnlich attraktiv ist ein Ausflug in den Nationalpark Volcan Arenal y La Fortuna. Der feuerspeiende Vulkan hat es besonders nachts in sich. Am besten macht ihr dem kleinen Dorf La Fortuna Rast und nehmt auch dort noch ein Bad in einem der Thermalbäder.

An der nördlichen Pazifikküste erwarten euch zwei echte Traumstrände mit kristallklaren Gewässern. Die beiden Playas heißen Playa Langosta und Playa Grande. Beiden liegen um den Ort Tamarindo.

Backpacking in Costa Rica - Volcano Poas

Backpacking in Costa Rica – Volcano Poas

Abenteuerliche Nationalparks in Costa Rica

Nach einem ausgedehnten Abhängen könnt ihr euch dann in den kleinen Nationalpark Manuel Antonio aufmachen. Trekking, klar und viel Adventure mehr ist angesagt. Einer der spannendsten Nationalparks, allerdings nur zu einer gewissen Zeit im Jahr, ist der Parque Nacional Tortuguero. Vier von acht in der Karibik beheimateten Meeresschildkrötenarten legen hier ihre Eier ab.

Auch das Manati ist hier neben vielen Schlangen und anderen Reptilien beheimatet. Ein weiterer sehenswerter Nationalpark auf der Halbinsel Osa ist der Park Corcovado. Er gilt als einer der artenreichsten auf der Erde. Seid ihr dort, dann könnt ihr gleich weiter in die Bucht Bahia Drake, wo es nicht minder von Spezien aller Art wimmelt.

Surfen an Costa Ricas Traumstränden

Habt ihr erst einmal genug vom Trekken und dem ganzen Viehzeug und wollt mal etwas ausspannen, dann ladet das kleine Dörfchen Santa Teresa im Süden der Halbinsel Nicoya mit seinen Traumstränden zum Verweilen und Abhängen ein. Surfer kommen voll auf ihre Kosten. Etwas weiter südlich dehnen sich die Strände von Mal Pais aus. Auch ein Traum. Ebenfalls auf der Halbinsel Nicoya liegt die kleine Ortschaft Montezuma, allerdings im Süden. Das einstige verschlafene Fischernest ist heute Ausgangsposition für die Trips in den Nationalpark Blanco, eine Bootstour auf die Isla Tortuga und den Eintritt in das Reservat Silvestre Curu.

Super surfen könnt ihr um Puerto Viejo. Tauchen ist auch geil, wegen der vielen Korallenriffe. Einige der schönsten und abgelensten Playas liegen. Bestes Beispiel dafür ist der Playa Guiones.

Costa Rica Backpacking

Costa Rica Backpacking

Backpacker Geheimtipps in Costa Rica

In der Nähe des Rio Pacuare findet ihr eine Region, die noch recht wenig von Travelern besucht wird. Dort in dem dichten Regenwald entlang des Flusses könnt ihr die Indigenen vom Stamm der Cabecar besuchen. Es gibt sogar an einem Drahtseil über den Regenwald fliegen. Sehenswert sind ferner die Wasserfälle des Río Pacuare. Nicht viel anders sieht es entlang des Río Celeste aus, der sich durch einen undurchdringlichen Urwald schlängelt. Von Fluss aus führen Pfade hinauf zum nicht mehr (vielleicht aber doch) aktiven Vulkan Tenorio.

Ihr könnt euch auf einen harten Trip gefasst machen, denn die vier Kegel und zwei Zwillingskrater liegen auf einer Höhe von knapp 2000 m. Geisire und Termalbecken finden sich überall entlang der Pfade. Ein Foto solltet ihr auf jeden Fall von dem Río Celeste schießen. Celeste heißt so viel wie: himmelblau. Und das ist der Fluss auch wegen der darin enthaltenen vielen chemischen Elemente. Sehenswert ist die Laguna azul in den Urwald eingebettet und ihr könnt an den “Borbollones„ sehen, wie Gase aus der Erdkruste blubbernd in das Wasser aufsteigen.

Backpacking in Costa Rica

Backpacking in Costa Rica

Das absolute Natur-Highlight für Wassersportfreunde ist die Isla de Coco. Allerdings kommt man zu der nur wenn man etwas investiert. Schon der Tauchheld Jaques Cousteau war hin und weg von der facettenreichen Unterwasserwelt rund um die Insel. Die Insel liegt 494 km vor der Pazifikküste Costa Ricas. Fast überall fällt die Insel steil ins Meer ab. Baden geht nur an wenigen Stränden. Tauchen dafür überall. Ihr taucht laut Padi in einem der 10 besten Divespots der Welt. Zu sehen gibts vor allem von Hammerhaie, Meeresschildkröten oder auch Riesenmantas.

Wollt ihr noch den vom Aussterben bedrohten putzigen Affen Mono Titi sehen, dann müsst ihr euch auf in den Parque Nacional de Manuel Antonio machen.

Essen & Trinken in Costa Rica

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Wie in ganz Lateinamerika, so ist auch die Küche in Costa Rica von vielen Einflüssen geprägt. Zuerst war die einheimische Küche von spanischen, indigenen und afrikanischen Einflüssen dominiert, später kamen dann im Zuge von verschiedenen Einwanderungswellen weitere europäische Einflüsse hinzu. In die nationalen Gerichte wird so ziemlich alles reingepackt, was das einheimische Terrain hergibt. Und das ist bedingt durch das bevorzugte Klima eine ganze Menge.

So werden Gerichte angeboten, die auf der Basis von Mais, Bohnen, Kartoffeln und Yuca zubereitet werden und mit Zutaten wie Ayote, Tomaten, Chayote, Aguacate, Pejibaye, Palmenherzen, Chili Dulce (süß), Chili Picante (scharf) und vielen mehr gewürzt und angereichert werden. Ein landestypisches Gericht, das die vielen Wurzeln unterschiedlicher Nationalitäten in sich vereint, ist das Empanada de Chiverre. Man nimmt spanischen Weizen, mischt indigene Cucurbita ficifolia darunter und verfeinert dies mit Zucker aus verschiedenen anderen Regionen. So war das einst.

Heute kommen die Produkte dorther, wo sie auf dem Markt am billigsten angeboten werden. Wird euch eine Salsa Lizano angeboten, dann basiert diese – vorausgesetzt sie wird original zubereitet – auf rein indigenen Kräutern. Lest ihr irgendwo in einer Bäckerei oder einem Supermarkt den Namen Melcochon, dann ist das kein biblischer Ahnenvater, der zum Verkauf steht, sondern ein einfaches Baguette. Was ihr täglich bei einem Einheimischen auf dem Tisch sehen könntet, sind Tortillas de maíz. Oder verschiedene Würste wie gallos de salchichón oder chorizos.

Das Nationalgericht heißt Gallo Pinto und wird aus Reis, Bohnen und Eiern zubereitet. So eine echte Backpacker Hau-den-Bauch-voll Mahlzeit für wenig Geld. Auch Guacamole müsst ihr einmal probieren. Klar, in Costa Rica solltet ihr auf keinen Fall eine gute Tasse Kaffee verpassen. Die besten Kaffeebohnen wachsen in den klimatisch optimalen Höhenlagen. Ein schönes Souvenir sind die aus Naturprodukten geflochtenen Körbe, die zum Ernten der Kaffeebohnen genutzt werden.

Getränke in Costa Rica

In Costa Rica könnt ihr euch mit Säften aus tropischen Früchten volllaufen lassen. Wenn ihr euch billig wegklatschen wollt, dann greift zu dem Zuckerrohrschnaps, den es überall gibt. Aber Vorsicht. The day after kann verheerend sein. Ein leckeres Cocktail-Getränk ist der Guaro Sour. Es gibt auch zahlreiche Biere. Manche sind sogar richtig gut, da sie in kleinen Betrieben nach traditioneller Art hergestellt werden.

Das Cerveza Segua ist so ein Bier, das durch Qualität überzeugt. Man sollte es nicht glauben, aber es wird auch Wein in Costa Rica produziert. Nicht unbedingt aus Trauben, dafür aus Beeren und Orangen. Sidra oder Cidre wird aus Äpfeln gewonnen. An Weihnachten trinkt man traditionell Rompope.

Backpacker Visum und Impfungen in Costa Rica

Einreisebestimmungen und Visa in Costa Rica laut den Daten aus dem Auswärtigen Amt.

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja (bei Transitreise über die USA besteht Visapflicht!)
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja, nur mit Lichtbild (bei Transitreise über die USA besteht Visapflicht!)

Anmerkungen: Alle Reisedokumente müssen sich in gutem Zustand befinden und mindestens 180 Tage über den Zeitpunkt der Einreise hinaus gültig sein.

Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche können nach Costa Rica zu touristischen Zwecken für bis zu 90 Tage mit einem Reisepass visafrei einreisen.

Impfungen & Medizinische Hinweise

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgesehen. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.

Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln und Influenza sollten gemacht sein.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Malaria, Chikungunya, Dengue sowie Leishmaniose sind nicht unbekannt in Costa Rica.

Bildernachweise:
Costa Rica by Steve Jurvetson, CC BY 2.0

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2 comments

  • Hallo,

    vielen Dank für die Tipps. ich plane sehr kurzfristig für 2-3 Wochen nach Costa Rica zu fliegen.
    Hier noch ein paar Fragen:

    du schreibst: Wichtig zu wissen ist, dass ihr in der Nebensaison weitaus preiswerter reist.
    Wann ist denn Nebensaison.

    Würdest du Unterkünfte vorbuchen oder spontan suchen?

    Wie komme ich an eine günstige Telefonkarte?

    Gruß
    Gerhard

    • Hey Gerhard, da gibt es zwei Ansatzpunkte… Der Formale zuerst, dann ein Insider-Tipp

      Zwischen 15. Dezember bis 15. April (ausgeschlossen Weihnachten und Ostern) ist der costaricanische Sommer, es regnet (ausser an der Karibikküste) kaum. Zum Ende des Juli hört es 2 Wochen lang auf zu regnen (Guter Zeitpunkt fuer die Kueste). Es gibt einen Peak zwischen Weihnachten und Neujahr (meist 23. Dezember bis 1. oder 2. Januar).Nebensaison (green season) ist zwischen dem 16. April bis 14. Dezember. Die costaricanische Regenzeit (außer an der Karibik).

      Insider: Ich habe mir erst vor kurzem auf einer Reiseveranstaltung von einem Tourveranstalter sagen lassen… Es gibt keine Echte Saison, wenn man es Wettertechnisch betrachtet. Es ist immer gruen und es wird auch immer etwas regnen (mehr oder weniger vorhersagbar)

      Ich persoehnlich bin eher der Abenteurer und wuerde Unterkuenfte vor Ort buchen. Allein schon, weil ich sehen will wie es aussieht. Dazu opfere ich gerne mal einen ganzen Tag. Wer Urlaub machen will sollte einfach gut recherchieren und vorher buchen.

      Die Frage mit der Telefonkarte kann ich leider nicht beantworten =(

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