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Backpacking in Indien

Indien ist gigantisch, Indien ist bunt. Indien ist aber auch chaotisch, lärmend und verschmutzt. Diese und viele weitere Attribute kennzeichnen eines der wohl vielfältigsten Länder auf dem Globus. Auf eurem Backpacker Trip durch Indien könnt ihr sowohl Trekking und Bergsteigen im höchsten Gebirge der Welt, wie auch euch durch dichte Urwälder schlagen, in denen noch der Tiger lebt. Indien ist so vielfältig, dass ihr meint, bei eurer Backpacker Tour durch verschiedene Welten zu traveln. Hier ist das Land ultra-modern und da wieder archaisch rückständig. Purer Luxus und Reichtum stehen oft auf wenigen Metern tiefster Armut, Schmutz und Krankheit gegenüber.

Beim Backpacking über den Subkontinent kommt ihr durch pulsierenden Großstädte, begegnet zahlreichen Kulturen und trefft auf eine abwechslungsreiche Geografie. Erlebt raue Ozeane, mondäne Tempelanlagen, quirlige Märkte, lebhafte Festivals und begeistert euch an der kulinarischen Vielfalt des Landes. Mehr als 1,1 Milliarden Einwohner leben im zweit bevölkerungsreichsten Land der Erde. Das sind knapp viermal so viele wie in ganz Europa.

Backpacking in Indien - Tempel

Backpacking in Indien – Tempel

Allerdings müsst ihr nicht annehmen, dass ihr überall auf Menschenmassen stoßt. Der größte Teil der Bevölkerung ist in den fruchtbaren Ebenen des Ganges ansässig. Allein in den Metropolen Mumbai (Bombay), Delhi und Kolkata (Kalkutta) leben etwa 40 bis 50 Millionen. Doch wer weiß das schon so genau? Macht ihr euch auf, um die Himalaya Region und die trockenen Landstriche im Nordosten des Landes zu erkunden, dann begegnet ihr teilweise keiner Menschenseele.

Das Reisen ist Indien kann je nach Ausführung beschwerlich und hart angenehm leicht sein. Das hängt vom Budget ab. Sicher ist, in Indien könnt ihr euch für einen Knopf und ein Ei durchschlagen. Übernachtungsmöglichkeiten für 2 Euro gibt es ebenso wie leckere Mahlzeiten für ein paar Cent. Wenn ihr gut leben wollt bei eurer Backpacker Tour, dann kalkuliert mal so um die 20 Euro. Es geht aber auch weitaus billiger. Natürlich auch teurer. Geht davon aus, dass ihr weitaus mehr als die Einheimischen für den Besuch verschiedener Sehenswürdigkeiten zahlen müsst. Finanziell umbringen wird euch das allerdings in der Regel nicht. Ein Besuch im Taj Mahal kostet euch um die 9 Euro. Damit habt ihr allerdings das wohl bekannteste indische Bauwerk dann auch schon gesehen. Am besten fahrt ihr mit dem Zug. Das ist teilweise bequem oder auf dem Dach auch abenteuerlich. Die Strecke von Delhi nach Jaipur kostet um die 6 Euro.

Indien hat einiges an Besucher Highlights zu bieten. Fahrt mal die steilste Bahnstrecke Asiens von Mettupalayam nach Ooty. Ihr macht 2203 Höhenmeter in kürzester Zeit. Ihr müsst die Hauptstadt Delhi und die Gartenstadt Bangalore kennenlernen. Aber auch Hyderabad, die Perlenstadt, oder Varanasi, die heilige Hindustadt, haben ihre Reize. Schaut euch in Ellora/Ajanta, die in die Felsen gehauenen Tempelanlagen an oder relaxt mit den Hippies an den Traumstränden von Goa. Der goldene Tempel der Sikh erwartet euch in Amritsar und in Hampi trefft ihr auf die faszinierenden Reste des ehemaligen Herrscherreiches Vijayanagara.

Tradition und Kultur in Indien

Bei den Dimensionen, die der indische Kontinent umfasst, bleibt es nicht aus, dass sich dort im Laufe der Zeit auch eine Reihe von Kulturen gebildet haben. Von einer einheitlichen indische Kultur kann man im Grunde gar nicht sprechen, da die Kulturen einfach zu unterschiedlich sind. Dazu kommen die gigantischen Entfernungen. Wer weiß schon ganz tief unten im Süden, was die Scherpas im Himalya im Norden machen? Die indische Kultur ist stark geprägt von den vier Hauptreligionen Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Alle haben ihre Spuren in Form von Palast- und Festungsbauwerken sowie Sakralbauten hinterlassen. Die Vielfalt der indischen Kultur entdeckt ihr auch anhand der vielen heiteren und ausgelassenen Festen, die sich durch das ganze Jahr ziehen.

Backpacking in Indien - Religion

Backpacking in Indien – Religion

Die bekanntesten sind: Diwali – das Lichterfest, der Unabhängigkeitstag, Tag der Republik und Gandhi Jayanti. Zur indischen Kultur gehören die vielen kulinarischen Leckereien. Bei einigen wird es euch allerdings den Atem verschlagen, so scharf sind diese angemacht. Was Indien in kultureller Hinsicht vereint, ist die Filmindustrie Bollywood. Auch im allerkleinsten Nest sind die Stars aus der Branche bekannt. Ein weiteres gemeinsames Merkmal ist der Respekt vor dem anderen. Bei den traditionellen Begrüßungzeremonien falten Inder ihre Hände, verbeugen sich leicht vor ihrem Gegenüber und sagen Namaste. Der Brauch stammt übringens von den Hindus. Müsst ihr jetzt nicht aber gleich in der erstbesten indischen Discothek anwenden.

Backpacker Routen in Indien

Man kann auch Trampen

Man kann auch Trampen

So schön und abwechslungsreich wie der Subkontinent auch sein mag, ihr kommt ohne spezielle Permits nicht überall hin. Schaut auf jeden Fall, dass ihr zeitlich immer genügend Spielraum habt, denn: mal gehts vorwärts, mal nicht. Für bestimmte Ziel in Nord-Ost Indien, mit Ausnahme von Assam, benötigt ihr ein Protected Area Permit (PAP). Das gilt auch für die Inseln und Regionen Andaman and Nicobar, Jammu und Kashmir, Lakshadweep, Rajasthan, Himachal Pradesh und Uttaranchal.

Am besten gleich bei der Visa Anforderung mitbestellten, denn ansonsten dürft ihr euch mit den lokalen Behörden vor Ort rumschlagen. Korruption ist in Indien bekannt. Es gibt natürlich einiges zu sehen auf eurem Backpacker Trip durch Indien. Es lohnt sich nicht das ganze Land auf einmal zu machen, ausser ihr habt sehr, sehr viel Zeit. Besser ihr nehmt euch Teile vor und entdeckt die ganz intensiv. Wer nur 14 Tage Zeit hat, der sollte sich zumindest folgende Spots anschauen.

Route 1: 14 Tage Indien Einsteiger Tour

  • 1 Tag Taj Mahal
  • 1-2 Tage Hindu Kult in Varanasi
  • 2 Tage Tiger Tour in Bandhavgarh oder Ranthambore
  • 3-4 Tage Goa kennenlernen. Die Portugiesen haben hier viel hinterlassen.
  • 1 Tag Jaisalmer, Rajasthan
  • 1 Tag Rishikesh
  • 1 Tag Chennai
  • 1 Tag Hyderabad
  • 1 Tag Jodhpur

Ob ihr das schafft ist fraglich, denn die Entfernungen sind zu gross. Ohne zu fliegen, kostet euch die Überbrückung der Distanzen eine Menge Zeit. Aber ihr könnt es versuchen.

Route 2: Backpacker Intensiv Indien Trip (bis 40 Tage und mehr)
Es geht los mit den ersten Reisezielen wie oben

  • 1 Tag Taj Mahal
  • 1-2 Tage Hindu Kult in Varanasi
  • 2 Tage Tiger Tour in Bandhavgarh oder Ranthambore
  • 3-4 Tage Goa kennenlernen. Die Portugiesen haben hier viel hinterlassen.
  • 1 Tag Jaisalmer, Rajasthan
  • 1 Tag Rishikesh
  • 1 Tag Chennai
  • 1 Tag Hyderabad
  • 1 Tag Jodhpur
  • 2 Tage New Delhi
  • 2 Tage Bangalore, Karnataka
  • 1 Tag Khajuraho – dem Geburtsort von Kamasutra
  • 2 Tage Mumbai, Maharashtra
  • 2 Tage Jaipur , Rajasthan
  • 1 Tag Golden Temple
  • 2 Tage Udaipur, Rajasthan
  • 1 Tag Manali
  • 1 Tag Srinakar am Dal Lake
  • 1 Tag Shimla
  • 1 Tag Visakhapatnam (Vizag)
  • 1 Tag Tirunelveli
  • 2-3 Tage Andamen Insel erleben
  • 1 Tag Jaisalmer mitten in der Thar Wüste kennenlernen

Und wenn ihr beim Backpacking durch Indien unbedingt die Artenvielfalt in den Nationalparks kennenlernen wollt, dann nehmt euch viel Zeit. Es gibt 102 Nationalparks in Indien. Die komplette Liste hier.

Reisezeiten in Indien

Wie ihr euch ja sicherlich vorstellen könnt, kann man zu solch einem riesigen Gebiet wie es Indien umfasst, keine einheitliche Aussage über die beste Reisezeit machen. Es gibt jedes Klima zu jeder Jahreszeit irgendwo auf dem Subkontinent. Es kann bullig heiß im indischen Sommer sein. Aber gleichzeitig findet sich auf dem Backpacker Trip auch wieder im Sommer ein Platz in Indien wo es regnet oder eiskalt ist. Das gilt auch umgekehrt. Ihr müsst praktisch für jede Region nach dem idealen Backpacking Klima für eure Zwecke suchen. Grob sieht die Sache so aus:

Reisen ohne große Wetterprobleme lässt es sich am besten von Oktober bis Mitte April. Zu dieser Zeit genießt ihr die beste Sicht in den Gebirgslagen und es ist relativ angenehm von den Temperaturen her. In Regionen über 2000 m fährt ihr besser von nicht von Dezember bis Januar, außer ihr liebt es kalt und mit viel Schnee. Ab dem Frühjahr im März kommen die Gewitter. Richtig regnen tut es aber erst in der Monsunzeit an Juni. Ausnahmen sind Kaschmir und Ladakh.

Backpacker Budget in Indien

Was kostet mich das?

Was kostet mich das?

In Indien kommt ihr billig durch, das schon mal gleich vorneweg. Kaum ein Land ist so preiswert zu bereisen wie Indien. Mit einem Budget von 20 Euro lebt ihr schon richtig gut. Mit weniger geht es aber auch. Der teuerste Eintritt kostet 9 Euro für das Taj Mahal. Andere Sehenswürdigkeiten wie den Orchha Tempel könnt ihr für 3€ besuchen. Der Eintritt in das Jaipur Fort kostet ca 4 Euro. Und das sind Touristenpreise. Die Einheimischen zahlen einen Bruchteil. Für das Essen müsst ihr kaum was hinlegen. Mit 2-3 Euro könnt ihr euch den ganzen Tag an Strassenständen mit Leckereien den Bauch vollhauen. Auch die Getränke sind preiswert.
Hier mal ein kurzer Überblick über die Lage in Dehli.

  • Taxi vom Flughafen in die City um die 2,5 Euro 3.25 – 4.88
  • Metro vom Flughafen in die City 0,9 Euro
  • 3 km Taxi fahren in Delhi/New Delhi 0,4 – 0,6 Euro
  • 3 km Rickshaw fahren 0,4 – 0,6 Euro
  • Metro fahren Delhi kaum messbar

Buspreise und Inlandsflugpreise in Indien

Bahnfahren ist der Hit in Indien vor allem, wenn ihr längere Distanzen zurücklegen wollt. Ihr könnt es euch super bequem machen oder auf dem Dach reisen. Es gibt eine Reihe von Ticket Kategorien. Was kostet die Zugfahrt im Schnitt?

  • Von Delhi nach Jaipur 6 Euro
  • Von Jaipur nach Mathura 2,50 Euro
  • Von Mathura nach Agra 1 Euro
  • Von Agra nach Varanasi 3,90 Euro
  • Von Varanasi nach Jhansi 1,50 Euro

Am besten, ihr schaut euch auf den folgenden Webseiten um. Dort findet ihr dann die Preise, die Strecken und sonst noch News und Interessantes über Bahn fahren in Indien www.indiarail.gov.in, www.irctc.co.in. Beide Seiten sind vertrauenswürdig. Ihr könnt auch online buchen.

Fliegen in Indien

Fliegen ist zwar teurer als Bus fahren oder Bahn fahren, aber auch nicht unbezahlbar. Die Strecke von Mumbai to New Delhi kostet je nach Saison zwischen 40 und 70 Euro. Das kann den Backpacker Trip mal etwas angenehmer machen. Von Dehli nach Goa müsst ihr um die 100 Euro zahlen.

Bus fahren in Indien

Wer es hart auf seinem Backpacker Trip durch Indien will, der nimmt der Bus. Eng, stickig aber billig. Schaut euch auf den Webseiten von Raj National Express und KPN Travels um. Das sind zwei Busgesellschaften, die jetzt im Stile der amerikanischen und deutschen Fernbusse durch ganz Indien fahren. Dort findet ihr auch alles über die Preise.

Das Visum kostet für Deutsche übrigens 65€. Es gibt Leute, die fahren mit 600 bis 800 Euro 6 Wochen durch ganz Indien. Das lässt sich wohl in kaum einem anderen Reiseland noch machen.

Backpacker Unterkünfte in Indien

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Couchsurfing, Hostels und Co.

Das Reisen in Indien ist preiswert. Wenn ihr es euch richtig gut auf eurem Backpacker Trip gehen lassen wollt, dann plant mal 30 Euro pro Tag ein. Aber das ist dann schon wirklich gut. Selbst mit 20 Euro kommt ihr noch gut durch. Denn das Essen und die Übernachtung sind oft spottbillig. Legt ihr 25 Euro für ein Hotelzimmer hin, dann habt ihr schon Aircondition, Kabel TV, WLAN und ein eigenes Klo mit inklusive. Durch Indien zu reisen ist im Schnitt weitaus preiswerter als Südamerika zu bereisen. Aber auch Südostasien ist teurer. Es gibt schon einfache Übernachtungsmöglichkeiten für 3 Euro in Indien. Eine kleine Strandhütte in Goa kostet so um die 10 bis 12 Euro. Schauen wir uns einmal die Hostelpreise an. Laut Hostelworld sind diese im Schnitt je nach Stadt wie folgt. Wohlgemerkt im Schnitt.

  • New Delhi 5 Euro
  • Mumbai 7 Euro
  • Goa 5 Euro
  • Jaipur 4 Euro
  • Varanasi 4 Euro
  • Agra 3 Euro
  • Cochin 4 Euro
  • Udaipur 7 Euro
  • Jodhpur 6 Euro

Bed and Breakfast in Indien

Eine Alternative ist Bed and Breakfast. Das hat den Vorteil, dass ihr in einem weitaus intimeren Ambiente mit Familienanschluss unterkommt. Der Guide mit den heissen Tipps ist dann meist noch inklusive. Allerdings ist die Sache etwas teurer zumindest, wenn ihr B and B alleine macht. Zu zweit lohnt sich das. In New Delhi zahlt ihr etwa 15 Euro für ein Zimmer. In Goa am Strand mit 8 weitaus weniger. In Jaipur mit etwa 13 Euro wieder etwas mehr, dafür in Varanasi mit 8 Euro wieder weniger. In Agra ist Bed and Breakfast ebenfalls mit 10 Euro nicht teuer. In Cochin müsst ihr 12 Euro für ein sauberes Zimmer in einem Privathaus hinlegen. Udaipur ist mit 8 Euro weitaus billiger als in Jodhpur, wo ihr 12 Euro zahlt.

Wer etwas mehr Budget zur Verfügung hat, der kann sich auch ein möbliertes Apartement in Indien für ein paar Tage mieten. In Mumbai kostet das im Schnitt 17 Euro, in Goa 25. In Jaipur kommt ihr auch mit 15 Euro durch. In Cochin ist es allerdings etwas teurer.

Camping in Indien

Campen ist in Indien im Kommen. Die besten Campingplätze finden sich an den besten Plätzen. Und oft steht das Zelt schon, wenn ihr ankommt. Es gibt Top-Campingplätze quer über den Subkontinent. Empfehlenswert sind unter anderem das West Ladakh Camp am Indus River, Sangla Valley Camping, Watermark Camp am Pangong lake, Kareri Lake Campsite in Himachal Pradesh und Camp Mashoobra Greens bei Shimla.

Backpacker Trips, Tipps & Highlights in Indien

Indien zu bereisen ist wohl eine der größten Herausforderungen für jeden Backpacker. Einfach schon deshalb, weil man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Es lohnt sich kaum Indien in 6 Wochen zu machen, besser ihr konzentriert euch auf eine Region und macht die ganz intensiv. Schließlich könnt ihr ja immer wieder zurückkommen. Genießt quirlige Basare und pompöse Elefantenparaden. Schaut euch mondäne goldene Tempel an und entdeckt die prachtvollen Mausoleen aus Marmor. Egal wo ihr auch auf dem Subkontinent seid, es gibt immer was zu sehen.

Ihr könnt euch in das Gewimmel in den Großstädten Mumbai oder Dehli stürzen oder in Goa mit den Hippies und Aussteigern an den Traumstränden abhängen. Das absolute Indien Highlight ist das Taj Mahal in Agra, das vom indischen Groβmogul Shah Jahan errichetet wurde. Der Grössenwahnsinnige war betrübt über den Tot seiner Lieblingsfrau. Die UNESCO findet das Mausoleum auch gut. Es gehört mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das aus Sandstein gebaute Rote Fort in Delhi solltet ihr euch einmal anschauen. Im Fort-Inneren seht ihr dann gleich noch die größte Moschee der Welt.

Backpacking in Indien - Taj Mahal

Backpacking in Indien – Taj Mahal

Für die Sikhs ist der Goldene Tempel in Amritsar das größte Heiligtum. Haltet die Kamera bereit, es lohnt sich. Schon die Haremsfrauen verschiedener Mogule genossen den Palast der Winde in Jaipur. Doch sie waren darin gefangen. Ihr könnt euch das monumentale Bauwerk frei anschauen. Unternehmt eine Fahrt auf dem heiligen Fluss Ganges und wagt einen Abstecher in die Hindu-Stadt Benares. Etwas bizarr erscheint euch sicherlich die “blaue Stadt” Jodhpur, in der sich der prächtige Umaid Bhavan Palast erhebt. Auch den natürlichen Aspekt solltet ihr auf keinen Fall bei eurem Backpacker Trip durch das Land außer Acht lassen. Schließlich gibt es über 100 Nationalparks, die ihr besuchen könnt.

Backpacker Highlights in Indien

Zu den echten Indien Knallern gehört ein Yogakurs in Haridwar and Rishikesh. Und wer mehr über Ayurveda wissen will, der ist in Kerala richtig. Macht doch mal einen Kochkurs und lernt authentisch indisch kochen. Der beste Platz dafür ist im Punjabi. Eine auf der Mango basierte Cola Maaza solltet ihr mal probieren. Wie ihr überhaupt die indische Küche in all ihren Facetten genießen müsst.

Aus dem Land könnt ihr euch auch tolle Souvenirs mitbringen. Holz- und Steinschnitzereien, aber auch erstklassige preiswerte Klamotten aus Wolle und Seide lohnen. Kaschmir-Klamotten von Hersteller. Wo gibts das schon? Schaut, dass ihr zur Karnevalszeit in Goa seit. Dort geht es richtig ab. Auch viel los in vielen Teilen Indiens ist während des Holi Spring Festivals im März oder April. Im Oktober/November wird das Lichterfest Diwali-„Diwali“ begangen. Wenn ihr die Regeln des Cricket kennt, dann besucht mal ein Spiel der ersten Liga. Da kommen schon mal 50 000 Zuschauer. In das Eden Gardens cricket stadium in Kalkutta passen 90 000 rein. Da ist die Hölle los. Klar, und Zugfahren auf dem Dach ist sowieso ein Muss beim Backpacking durch den Subkontinent. Habt ihr noch genügend Geld, dann fahrt mal in einem Luxuszug wie dem Maharajas‘ Express.

Backpacking in Indien - Doerfer

Backpacking in Indien – Doerfer

Backpacker Geheimtipps in Indien

Das Land hat soviel an Besucher Highlights zu bieten, dass es schwierig ist zu sagen, was denn nun ein Geheimtipp ist. Dennoch wer sich abseits der Routen aufmacht das Land zu erkunden, lernt es wirklich kennen. Macht euch auf in die Mogulstadt Fatehpur Sikri, die nur kurzfristig mal vor ein paar Jahrhunderten bewohnt war. Steht noch wie neu. Mietet euch ein Hausboot oder überhaupt ein Boot und erkundet die Backwaters. Ihr befindet euch in einem unüberschaubaren Netzwerk aus künstlich angelegten Kanälen von weit über 1 000 Kilometern Länge. Beim zweithöchstem Berg Indiens, dem Nanda Devi, erwartet euch das „Tal der Blumen.“ Als der Wilde Westen wird die abseits gelegene Kutch Region von Gujarat bezeichnet. Selbst Salzwüsten gibt es dort. In Meghalaya, im Nordosten von Indien, befindet ihr euch an einem der feuchtesten Gebiete der Welt. Auch mal ne tolle Erfahrung.

Die größte bewohnte Flussinsel der Welt heißt Majuli und liegt im Brahmaputra River in Assam. Man sagt, hier hat sich eine eigene Welt gebildet. Wenn euch der Touristenrummel in Varanasi zu viel ist, dann besucht die viel ruhigere Alternative Maheshwar am Narmada Fluss. Ebenfalls ein Hindu Heiligtum. Wollt ihr ein echtes Abenteuer erleben, das nur wenige jemals unternommen haben? Dann macht euch auf in den kleinen Ort Kalap, der ein paar tausend Meter hoch in der Region Garhwal Region im Norden von Uttarakhand liegt. Nur mit einer Expedition kommt ihr hin. Straßen gibt es keine.

Essen & Trinken in Indien

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Die Küche und die Rezeptvielfalt Indiens zu analysieren würde ein ganzes Buch in Anspruch nehmen. Die Komplexität und Vielfalt der Zusammensetzungen der Gerichte in den verschiedenen Regionen ist derart unterschiedlich, dass man schon von eigenen Küchen im Norden und den anderen Himmelsrichtungen sprechen kann. Was aber alle gleich haben, ist die Verwendung der verschiedensten Gewürze, darunter Pfeffer, Kurkuma, Kardamom, Curry und vielen mehr.

Essen in Indien

Wie auch im Rest der Welt sind die Grundnahrungsmittel Reis, Weizen und Hülsenfrüchte. Doch nicht überall wird jedes Grundnahrungsmittel gleich konsumiert. Während im Norden viel Weizen als Basis der Gerichte verwendet wird, ist es im Süden der Reis, um den viele Rezepte herum aufgebaut sind. An den Küsten kommt Fisch und Meeresfrüchte hinzu. Und dann gibt es ja auch dank der tropischen und subtropischen Gefilden, in denen Indien sich ausbreitet, eine Vielzahl an Früchten. Von denen allerdings die Hochgebirgsbewohner wenig haben.

Fladenbrot werdet ihr bei eurem Backpacker Trip in der Weizenregion überall finden. Chapati, Roti, Puri oder Naan sind andere Brot- und Teigvarianten. In der Reisregion basieren viele Gericht auf dem aromatischen Basmati Reis. Die Sache mit dem Fleisch muss man ganz genau unter die Lupe nehmen. Denn trotz weitläufiger Ansicht essen Inder Fleisch. Ziegen- oder Lammfleisch werden überall gegessen. Dass die Inder kein Rindfleisch essen stimmt nur bedingt. Nur für die Hindus ist die Kuh heilig, für die Moslems sind es die Schweine. Es kommt also immer darauf an, wo und bei wem man essen will. Venganer, Vegetarianer und alle anderen, die überhaupt kein Fleisch essen, sind in Indien richtig. Viele Asketen und religiöse Gruppen lehnen den Fleischgenuss in Indien ganz ab.

Backpacking in Indien - Menschen

Backpacking in Indien – Menschen

In der Bengalischen Küche gibt es viele süße Leckereien, im Süden wiederum wird viel von Kokosnussmark, auch in Form von Kokosmilch oder Kokosöl in die Gerichte mit einfließen gelassen. Ihr solltet wissen, dass sich in vielen Regionen auch die Küchenkunst der einstigen Kolonialmächte mit eingeschlichen hat. In Goa die portugiesische Küche zum Beispiel.

Die bekanntesten Gerichte sind unter anderem die Currys. Manche sind super scharf. In vielen Gerichten ist auch geklärte Butter Ghee enthalten. Der Frischkäse Panir wird ebenfalls viel verwendet. Sambar ist ein kräftiges Linsengericht und Biryani ein Reisgericht. Samosa sind leckere verschieden gefüllte Teigtaschen, die es billig an vielen Straßenecken gibt. Wenn ihr mal die Gelegenheit habt ein Halva zu essen, dann genießt ihr einen besonderen Nougat.

Es lohnt sich nicht die internationalen Fastfoodketten in den Großstädten zu besuchen. Nur die gut betuchte Mittel- und Oberschicht, die dem Marketing der Ketten auf den Leim gegangen ist, verschmäht die bessere und preiswerte eigene Küche für einen teuren Burger.

Trinken in Indien

Tee ist in Indien ein Nationalgetränk. Den Chai gibt es in vielen Sorten. Gut schmeckt der Masala Chai, der mit Milch und Kardamom und Ingwer angereichert ist. Solche Gewürze mischen die Inder auch in den Kaffee. Etwas ganz Leckeres sind die Mango-basierten Säfte Maaza, die aber auch von Coca-Cola abgefüllt werden. Das Konkurrenzprodukt Slice kommt von Pepsi. Ein Backpacker Klassiker auch in Südostasien ist das Joghurtgetränk Lassi. Wenn ihr euch Toddy reinkippt, dann handelt es sich um einen gegärten Palmsaft.

Bier und Wein

Indien hat seine eigene Wein- und Bierkultur. Das Indian Pale wurde schon vor einhundert Jahren gebraut. Ihr könnt auch die Biersorten Kingfisher und Golden Eagle probieren. Wollt ihr mehr Effekt in der Birne, dann greift auf die Starkbiere, wie Godfather und Thunderbold zurück. Wasser solltet ihr auf jeden Fall nur abgefüllt oder abgekocht trinken.

Backpacking in Indien - Schlangenbeschwoerer

Backpacking in Indien – Schlangenbeschwoerer

Backpacker Visa und Impfungen in Indien

Die Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige sind laut dem Auswärtigen Amt für Indien derzeit wie folgt:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja, mit Foto

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster soll zwar noch gelten, doch besser ihr riskiert es nicht. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum und medizinische Hinweise

Ihr könnt nicht in alle Region des Landes. Dazu benötigt ihr ein special permit. Das könnt ihr aber gleich mit der Beantragung des Visums stellen. Seit dem 27.11.2014 ist es für deutsche Reisepassinhaber möglich nach der Beantragung einer elektronischen Reiseerlaubnis („Electronic Travel Authorization“ – ETA) ein spezielles Touristenvisum bei Ankunft in Indien („Tourist Visa on Arrival“) zu erhalten. Dennoch, besser ihr fragt im Konsulat erst einmal nach, da es noch keine Erfahrungen damit gibt.

Impfungen

Reist ihr aus Ländern ein, in denen Polio vorkommt, müsst ihr einen Impfnachweis vorlegen. Das Gleiche gilt für Geldfiebergebiete. Aus eigenem Interesse solltet ihr den kompletten Impfschutz aktualisiert haben. Malaria tritt ganzjährig mit saisonalen Schwankungen auf. Sicher seit ihr erst ab 1 500 m Höhe. Durchfall, Colera, Tollwut, Dengue, Tuberkulose, Chikungunya, Japanische Encephalitis, Vogelgrippe (Influenza A H5N1) kommen in Indien regelmäßig vor.

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9 comments

  • Hallo,

    super super super Internetseite.
    Mich hat es inspiriert dieses Jahr nach Indien zu fliegen. Ich habe allerdings noch eine Frage.
    Wir landen in Neu Delhi und möchten dann gerne im Anschluss zum Taj Mahal fahren.
    Wie organisiere ich diese Tour? Am besten vor Ort oder kann man das schon irgendwie von Deutschland aus?
    Liebe Grüße,
    Julia

    • Agra (Wo sich das Taj Mahal befindet) ist nicht so weit weg von New Delhi. Am besten ist es immer vor Ort ein Ticket zu buchen. Es gibt eine Touri-Kasse direkt im Bahnhof. Die sind nicht immer zu finden, aber immer am sichersten. Du wirst vor Ort auch viele kleine Agenturen finden, die fuer dich buchen wollen. Auch online gibt es ein paar Seiten. Die schlagen meisten ordentlich auf den Preis drauf. Nach Agra faehrt wirklich regelmaessig was. Wuerde ich vor Ort machen. Wenn du etwas mehr zahlen willst, aber was in der Hand haben willst, dann schau mal hier vorbei:

      Indian Railway Catering and Tourism Corporation Limited
      Cleartrip
      Make My Trip
      Yatra

      Beste Seite: http://www.indianrail.gov.in/

      Für die so genannte 1AC, 2AC und 3AC, Chair Class, Sleeper Class musst Du eine Reservierung vornehmen (ab 90 Tage vorher möglich). Es gibt verschiedene Klassen und Sitzvarianten. Die teuerste Klasse ist 1AC (verschließbares Schlafwagenabteil mit 2-4 Liegen, Essen inklusive).

      Für die 2. Klasse ist keine Reservierung nötig. Hier sitzt Du dann mit jeder Menge anderer Passagiere auf Holz- und Plastiksitzen. Egal welche Kategorie Du buchst: Dein Gepäck solltest Du auf jeden Fall mit einem Schloss sichern.

  • Die Infos sind gut! Auf dem Dach wird jedoch nicht mehr gefahren.
    Mittlerweile gibt es auch wirklich gute und bequeme Überlandbusse.

    Zu empfehlen sind folgende Orte: Jaisalmer Wüstenfeeling, Udaipur (Entspannung am See), Pondicherry (franz Feeling in Idien), Kenyakumari (einfach aufs Meer schauen und die Stimmung genießen), Hampi (tolle Landschaften).

    LG Dave

  • Nicole Büchner

    Hallo, ich fliege in zwei Monaten nach Indien Mumbai und in die Region um Neu Delhi. Beim Hotelzimmer buchen ist mir aufgefallen das fast alle keine unverheirateten Paar erlauben und einen Nachweis benötigten. Wird das wirklich so streng gesehen oder kann man sich einfach als verheiratet ausgeben? Vielen Dank und viele Grüße Nicole Büchner

    • Ich glaube das gilt eher als Abschreckung… Vielleicht sogar um Prostitution und Co zu vermeiden? Ist in Dubai und Nah Ost Laendern teilweise auch so… Keine kontrolliert ob du wirklich verheiratet bist. Wie auch? Es gibt kein Gesetz, was dich dazu verflichtet einen Ehevertrag mitzufuehren oder gar einen Ring zu tragen. Man kann sich als verheiratet ausgeben, wenn es drauf an kommt…

  • September 2016, Ankunft Indira Gandhi Airport New Delhi, 2 Gepäckstücke von Flug Abu Dabi fehlen. Verlustmeldung am Schalter, viel Formulare und Unterschriften, man versucht uns betreffs Entschädigung zu beschummeln.
    Im Auszahlungs-Formular von mir und meiner Tochter unterschrieben,fehlt die Betragsangabe. Uns stehen 4800.-IRP zu, man will aber nur 2400.-IRP auszahlen.Nach ca.4-5 Stunden und viel Ärger wird uns dann der Betrag mit einer Entschuldigung vom Chef der Abteilung ausgezahlt. Die fehlenden Gepäckstücke wurden nachts ins Hotel geliefert.
    Achtung: der Wechselkurs der Thomas Cook Bank im Airport war mit Gebühren gegenüber Wechselstuben außerhalb des Airport sehr schlecht.

  • Hallo! Das ist ein toller Bericht, der uns bei der Vorbereitung unseres nächsten Indien Abenteuers helfen wird. Letztes Jahr haben wir schon 2,5 Wochen den Süden Indiens bereist. Nächstes Jahr wollen wir für 3 Wochen den Norden bereisen. Wir sind schon gespannt wie stark man die Unterschiede zwischen Nord- und Südindien merken wird.
    Unsere Südindien Reiseroute gibt es hier zum nachlesen:
    http://roadtripsta.com/2-wochen-durch-den-sueden-indiens-reiseroute-und-tipps/

    Viele Grüße
    Sabrina

  • Ich finde auch, dass alles super zusammengefasst wurde! Und die Bilder sind ein Traum!
    Bei meiner Reise nach Indien Anfang des Jahres war ich hin und weg. Das Bild vom Taj Mahal ist unglaublich. Als ich da war, waren massenweise Touris da. Ansonsten ist es wirklich traumhaft und unkompliziert nach Indien zu reisen. Außer dem Flug und dem Visum ergibt sich der rest am besten Spontan vor Ort.
    Ich bin mit Jetairways gefolgen. Die waren mittelmäßig. Das nächste Mal (und es wird definitiv eines geben 😉 ) versuche ich KLM. Mit dem Visum habe ich mich etwas schwer getan. *WERBUNG – Sorry* Hier hab ich dann mein Visum machen lassen und lief auch alles einwandfrei.

    LG

    Katharina

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