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Backpacking in Estland

Reisen in Estland ist für Backpacker pures Abenteuer und genau richtig, wenn ihr Natur hautnah erleben möchtet. Eure Route für euch durch Nationalparks, beeindruckende Hochmoore, saftig grüne Wälder und zu goldenen Ständen. Ihr begebt euch auf eine einzigartige Spurensuche und begegnet Seerobben sowie Braunbären. Genauso stoßt ihr auf traumhafte alternative Spots, die abseits der touristischen Highlights liegen.

Das nördlichste Land des Baltikums hat eine ähnliche Größe wie die Niederlande und ist mit knapp 1,4 Millionen Einwohnern zehnmal weniger dicht besiedelt. Fast 50 Prozent des Landes sind mit Wald bedeckt, auf weiteren 20 Prozent erstrecken sich Sümpfe und bis zu 1.000 Seen. Über 1.500 Inseln gibt es in Estland. Sechsmal länger als die Festlandgrenze stellt sich die sagenhafte Küstenlinie dar.

Als Natur- und Tierliebhaber kommt ihr in diesem Land garantiert auf eure Kosten, da die Raubtierdichte in ganz Europa am größten ist. In freier Wildbahn erlebt ihr Luchse, Wölfe, Wildscheine, Rehe und mehr als 10.000 Elche, auf die ihr in den dichten Wäldern stoßt, wodurch eurer Roadtrip zu einem ganz besonderen Naturerlebnis wird.

Die Hauptstadt des Landes ist Tallinn. Sie liegt direkt an der Ostsee und ist das kulturelle Zentrum, umgeben von einer eindrucksvollen Stadtmauer. Zu entdecken gibt es für euch beim Backpacking eine kopfsteingepflasterte Altstadt mit zahlreichen Geschäften und Cafés, den Kik in de Kök Verteidigungsturm, das historische Rathaus und das Wahrzeichen, die Nicolaikirche. In Tallinn leben rund 420.000 Menschen. Entlang des Struve-Bogens und in Tallinn findet ihr kulturhistorische Besonderheiten, die zum UNESCO-Weltwerbe gehören und euch tief in die Geschichte des Landes eintauchen lassen.

Panorama von Tallinn

Panorama von Tallinn

 

Reisen in Estland ist auf der Straße, Schiene und zu Wasser sehr gut möglich, da eine gute Verkehrsinfrastruktur vorliegt. Dadurch habt ihr die Möglichkeit sehr preiswert und mitunter auch kostenlos von A nach B zu reisen. Das Klima im Land wird sowohl von maritimen, als auch von der nördlichen Lage bestimmt, sodass ihr lange kalte Winter und relativ warme Sommer vorfindet.

Da ihr in Estland mit Euro bezahlt, gelingt euch eine bequeme Planung eurer Reisekasse. Geld abheben mit gängigen Kreditkarten und der EC-Karten von Maestro sowie Vpay gelingt euch sehr gut, da es ein dichtes Netz an Geldautomaten gibt. Ihr findet viele skandinavische Banken wie Danskebank und Schwedenbank. Um unnötige Kosten zu vermeiden, solltet ihr auf Kreditkarten zurückgreifen, die für Auslandsabhebungen keine Gebühren verlangen.

In Estland wird Estnisch gesprochen. Allerdings trefft ihr auf viele Esten, die mindestens zwei Sprachen sprechen. Das Volk gehört zu den Europäern, die am besten Englisch sprechen. Russisch, Finnisch und Deutsch sind aber auch zu finden. Daher wird es kaum Verständigungsschwierigkeiten geben, wenn ihr als Backpacker in Estland unterwegs seid. Ein guter Türöffner sind allerdings ein paar Wörter der lokalen Sprache, weil dadurch das Kommunizieren  mit den Einheimischen deutlich leichter fällt.

Die estnische Küche bietet euch besondere Köstlichkeiten, die durch die russische, skandinavische und deutsche Küche beeinflusst sind. Durch die schlichte Gestaltung der Mahlzeiten aus Grundnahrungsmitteln wie Schweinefleisch, Sauerkraut, Kartoffeln und Milchprodukten, lasst ihr euch beim Essen auf keine Experimente ein und werdet immer satt.

Ostee und verträumte Landschaft in Estland

Ostee und verträumte Landschaft in Estland

Kultur in Estland

Die Kultur Estlands bleibt euch beim Backpacking nicht verborgen, da die Esten stolz auf ihre Traditionen sind. Neben wundervollen Trachten gibt es Seto Leelo, eine Gesangstradition, die euch mit auf eine Reise in die Jahrhunderte alte Vergangenheit nimmt. Das Singen ist eine Art, um Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen, Erinnerungen lebendig zu halten und jüngere Generationen weiterzugeben.

Die kulturelle Entwicklung des Landes ist durch Russland, Deutschland und die nahe gelegenen skandinavischen Länder geprägt. So gehört die Rauchsauna zur alten Familientradition, um den Körper und Geist zu entspannen. Wenn ihr die Möglichkeit habt, eine Hochzeit mitzuerleben, solltet ihr euch dieses besondere fest nicht entgehen lassen. Alle fünf Jahre wird ein lebhaftes Festival unter freiem Himmel veranstaltet, wo ihr Tänzer und Chorsänger in farbenprächtigen Nationalkostümen begegnet.  Gerade dieses Festival fügt auf besondere Art und Weise alte und moderne Traditionen zusammen.

Mehr Backpacking Informationen zu Estland

Estland ist im Gegensatz zu anderen Balkanländern etwas teurer, sodass ihr ein Tagesbudget als Backpacker von 50 bis 70 Euro einplanen solltet.

Da das Land zu einem großen Teil aus unbeschreiblicher Natur besteht, bieten sich wundervolle Wanderungen durch die Wälder und Sümpfe mit besonderen Attraktionen an. Da es im Winter richtig kalt wird und Schnee keine Seltenheit ist, solltet ihr auf eure Reise unter Berücksichtigung der besten Reisezeit planen.

Zum Übernachten werden euch viele Möglichkeiten geboten, unter denen ihr wählen könnt. So gibt es einfache Herbergen und Gästehäuser, genauso wie Bärenhütten und Hotels auf einer einsamen Insel. Je nachdem, welche Variante ihr zum Übernachten wählt, findet ihr schöne Schnäppchen, wo ihr zwischen 8 und 11 Euro bezahlt. Die Durchschnittspreise in Hostels liegen zwischen 15 und 30 Euro.

Die Vielzahl der deftigen und einfach gestalteten Gerichte sorgt dafür, dass ihr immer satt werdet. Ihr solltet alles probieren. Durch die fleischlastige Küche und vielen tierischen Produkte haben Vegetarier es etwas schwer mit der Verpflegung.  Es gibt aber immer Mittel und Wege, um sich entsprechend der Essgewohnheiten zu ernähren.

Als deutscher Staatsbürger braucht ihr euch keine Gedanken um ein Visum zu machen, da ihr durch die Zugehörigkeit Estlands zur Europäischen Union ohne Visum im Land reisen könnt. Weitere wichtige Informationen für euren Backpacker Trip durch Estland findet ihr unter Visum & Impfungen.

Straßenschilder in Estland

Straßenschilder in Estland

Backpacker Budget in Estland

Da Estland einerseits sehr günstig und andererseits recht teuer ist, könnt ihr in der Regel davon ausgehen, dass ihr für einen Tag ein Budget von 50 bis 70 Euro benötigt. Im Durchschnitt zahlt ihr für eine einfache Mahlzeit rund 7 Euro. Ein Drei-Gänge-Menü in einem mittleren Restaurant liegt bei rund 20 Euro pro Person und gestaltet sich preislich ähnlich wie in Deutschland. Wenn ihr euch bei McDonalds verpflegen möchtet, zahlt ihr für ein McMeal 5,60 Euro.

Ein halber Liter einheimisches Bier und 0,33 l Importbier kosten rund 3 Euro, eine Coke 1,30, Wasser 0,89 Euro und ein Cappuccino rund 2,30 Euro. Wenn ihr hingegen eure Getränke im Supermarkt kauft und euch an Straßenständen und in Imbissbuden verpflegt, wird es deutlich günstiger.

Taxi fahren Bus fahren in Estland

Taxi fahren ist eine recht teure Angelegenheit in Estland. Der Starttarif beläuft sich auf 2,50 Euro. Jeder gefahrene Kilometer wird mit 0,60 Euro berechnet. Soll das Taxi auf euch warten, schlägt die Wartezeit pro Stunde mit 12 Euro zu Buche. Da lohnt es sich die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt zu nutzen. Busfahren mit den öffentlichen bzw. lokalen Bussen gestaltet sich deutlich günstiger. Für ein One-Way-Ticket im Nahverkehr zahlt ihr rund 1,50 Euro, eine Monatskarte für 16 Euro ist lohnenswert, wenn ihr länger an einem Ort bleiben möchtet. Nutzt ihr einen Mietwagen, zahlt ihr für einen Liter Benzin rund 1,20 Euro.

Bus fahren in Estland

Busfahren in Estland gestaltet sich bei eurem Trip sehr angenehm, da es ein hervorragendes Busstreckennetz zwischen den größeren Städten gibt. Sie fahren sehr pünktlich und bringen euch sicher an eure gewünschtes Ziel. Zu den beliebtesten Fernreisestrecken mit dem Bus gehören die Routen zwischen Jöhvi und Narva, Narva und Rekvere sowie Tallinn und von Tallinn nach Tartu und Vöru.

Bei checkmybus findet ihr schnell die gewünschte Busverbindung  und Preise. Eine Fahrt von Tallinn nach Tartu mit einer Expressverbindung dauert 2 Stunden und 25 Minuten und kostet euch rund 10 Euro. Auf den wichtigen Strecken fahren die Fernbusse bis zu 50 Mal am Tag, sobald ihr euch spontan entscheiden könnt. Fahrscheine gibt es an den Busbahnhöfen oder direkt beim Busfahrer. Darüber hinaus könnt ihr auch Minibusse, sogenannte Marshrutkis benutzen, die etwas teurer als normale Busse sind.

Inlandsflugpreise in Estland

Inlandsflüge werden täglich von Tallinn zu den Inseln Saaremaa und Hiiumaa angeboten. Informationen über weitere Flugziele und Kosten dazu erhaltet ihr direkt am Flughafen oder aber über Saartelennuliinid und Lendame. Die Kosten für einen Flug liegen zwischen 23 und 50 Euro.

Bahn fahren in Estland

Auf der Schiene reist ihr auf eurem Backpacker Trip auf der wichtigsten Bahnstrecke zwischen Tallinn und Tartu sehr angenehm. Weitere Verbindungen gibt es zwischen Tallinn und Narva im Osten, Viljandi und Pärnu im Süden sowie Tartu und Valga im Südosten.  Die Züge fahren relativ selten, sind ziemlich langsam und recht günstig im Vergleich zu den Preisen der privaten Busunternehmen. Selbst eine Bahnfahrt in der 1. Klasse mit Internetanschluss ist günstiger als eine Busfahrt auf gleicher Strecke. Informationen zu Fahrplänen und Preisen gibt es bei Elron.

Bushaltestelle in Estland

Bushaltestelle in Estland

Backpacker Routen in Estland

Das kleinste Land des Baltikums wird euch bei eurem Backpacker Trip verzaubern. Estland strahlt auf Anhieb mit Wäldern, Inseln, wundervollen Seen und einer geringen Bevölkerungsdichte eine befriedigende Ruhe aus. Es gibt keine Staus, kein Gedränge in Geschäften und selbst das Besichtigen von Sehenswürdigkeiten erlaubt euch, die gesamte Konzentration auf die einzigartige Architektur und die atemberaubende Ausstrahlung der Architektur zu legen.

Das Naturparadies Lahemaa erwartet euch im Norden. Er ist der größte Nationalpark und wie der Name „Land der Buchten“ schon vermuten lässt, an der nördlichen Küste der Ostsee gelegen. Euch erwarten dichte Nadelwälder, bis ihr auf die Ortschaft Käsmu mit wunderschönen Holzhäusern stoßt.

Einen Hauch von Lettland erlebt ihr in Pärnu, wo sehenswerte Jugendstil-Bauten   in zarten Pastelltönen und hübsche Holzhäuser auf euch warten, die trotz starkem Kontrast eine unbeschreibliche Einheit bilden. Das Land hat aber noch so viel mehr zu bieten. Daher wird sich euch schnell die Frage stellen, was ihr sonst noch bei eurem Backpacking Trip gesehen haben solltet.

Route 1: Der Klassiker (15-20 Tage)

  • 3 Tage Tallinn in die kulturhistorische Stadt eintauchen und das Großstadt-Feeling genießen
  • 3 Tage den Naturpark Lahemaa, Strandidylle und den Ort Käsmu
  • 2 Tage Kallaste und die Schönheit des Peipus Sees genießen
  • 2 Tage in den schicken Charme von Haapsalu eintauchen und die Seele baumeln lassen
  • 2 Tage Seehunde auf der Insel Malusi besuchen
  • 2 Tage Alutaguse Braunbären beobachten und im Wald übernachten
  • 2 Tage Soomaa Nationalpark erkunden und eine Moorschuhwanderung durchführen
  • 2 Tage die Insel Prangli entdecken und die Einsamkeit genießen

Route 2: Backpacker Intensiv Trip (bis 30 Tage und mehr)

  • 4 Tage Tallinn in die kulturhistorische Stadt eintauchen und das Großstadt-Feeling genießen
  • 4 Tage den größten Naturpark Lahemaa, Strandidylle und den Ort Käsmu entdecken.
  • 2 Tage Kallaste und die Schönheit des Peipus Sees genießen
  • 3 Tage in den schicken Charme von Haapsalu eintauchen und die Seele baumeln lassen
  • 2 Tage Seehunde auf der Insel Malusi besuchen
  • 2 Tage Alutaguse Braunbären beobachten und im Wald übernachten
  • 3 Tage Soomaa Nationalpark erkunden und eine Moorschuhwanderung durchführen
  • 3 Tage die Insel Prangli entdecken und die Einsamkeit genießen
  • 2 Tage Kunda und das nahegelegene Sandsteinplateau entdecken
  • 2 Tage Tartu, die zweitgrößte Stadt Estlands erkunden
  • 1 Tag in Paide die mächtige mittelalterliche Burgruine und den „langen Hermann“ entdecken
  • 2 Tage Viljandi und den Viljandi See in eindrucksvoller Landschaft erleben

    Seen in Estland

    Seen in Estland

Reisezeiten in Estland

Bei eurem Backpacker Trip durch Estland solltet ihr ein der typisch nordischen Prägung des Klimas bewusst sein. Sie stellt sich in kühlen, ausgeprägten und langen Wintern dar. Im Sommer kann es sehr schön sein. Allerdings gestaltet sich dieser Zeitraum sehr kurz. Im Landesinneren stoßt ihr durch die Sumpf- und Morastgebiete auf ein etwas unangenehmeres Klima.

Die beste Reisezeit für Estland  ist der Sommer. Von Juni bis August wird es recht warm. Genauso interessant sind auch die Monate Mai und September, wobei sich hier die Temperaturen etwas kühler gestalten. Denk daran, dass es kein falsches Wetter, sondern nur falsche Bekleidung gibt. Daher gehört auch Regenbekleidung und ein warmes Sweatshirt in euer Reisegepäck.

Backpacker Unterkünfte in Estland

Es gibt eine ganze Reihe von Unterkünften, die ihr auf eurem Backpacker Trip nutzen könnt. Neben einer Menge von Hotels gibt es sogenannte „Turismitalu“ Landhöfe für Touristen, genauso wie Bärenhütten. Ihr habt die Wahl zwischen einfachen Herbergen wo ihr gerade einmal 10 Euro bezahlt, aber auch Luxusherbergen. In einem 5-Sterne-Hotel zahlt ihr schnell 170 Euro und deutlich mehr.

Wenn ihr euch auf der Hostelseite Hostelworld umschaut, findet ihr insgesamt 27 Hostels, wo ihr übernachten könnt. Die Preise sind auch hier sehr unterschiedlich gestalten und richten sich vielfach an der Lage der Häuser. So zahlt ihr für ein Bett in einem Hostel im Durchschnitt folgende Preise:

  • Tallinn 10 -20 Euro
  • Parnu 18 Euro
  • Valga 19 Euro
  • Tartu 20 Euro
  • Lahemaa Nationalpark 30 Euro

Da außer in Tallinn die Preise recht hoch angesiedelt sind, lohnt sich die Suche nach Hotels, Motels und weiteren günstigen Varianten.

Motels an Ausfahrtstraßen und Autobahnen

Eine Übernachtungsoption sind Motels an Ausfahrtstraßen der Städte oder an Autobahnen, genauso wie kleine inhabergeführte Hotels, wo ihr für eine Nacht unterkommen könnt. Mit etwas Glück findet ihr ein Zimmer bereits für 14 Euro die Nacht. Im Durchschnitt zahlt ihr aber rund 40 Euro. Günstige Angebote entsprechen nicht den Standards, die ihr aus preisgünstigen Hotels in Deutschland kennt, sodass ihr schon Abstriche machen müsst.

Camping in Estland

Wer einen Hang zum Individualismus und zur Abgeschiedenheit hat, wird beim Camping in Estland voll auf seine Kosten kommen. Bei eurem Backpacker Trip findet ihr keine überfüllten Wohnwagenburgen, sondern viel mehr idyllische Zeltplätze, die recht unaufgeregt sind und eine wander- oder badeorientierte Atmosphäre bereitstellen.

Campingplätze findet ihr über das ganze Land verteilt, besonders aber an der Nord- und Westküste sowie auf der Insel Saaremaa. Die Preise gestalten sich sehr günstig und beginnen bereits bei 8 Euro für ein Zelt inklusive 2 Personen.

Backpacker Trips & Tipps in Estland

Beim Backpacking durch Estland erlebt ihr in Tallinn eine moderne Hauptstadt mit entsprechenden Bauwerken, die eine eindrucksvolle Balance zwischen Historie und Moderne bereitstellen.  Ein besonderer Anlaufpunkt ist das Künstlerviertel Pohja. Ihr erlebt eindrucksvolle Graffitis und stoßt auf Fabrikhallen, die Kunst beeindruckend präsentieren.  Es gibt einen einzigartigen Park mit wundervollen Skulpturen, die eindrucksvoll in den Himmel hinein ragen und durch ihre Schönheit überzeugen.

Haapsalu erwartet euch mit einem ganz besonderen Charme. Neben einer Burg aus den 13, Jahrhundert im Stadtzentrum findet ihr eine hübsche Strandpromenade mit bunten Häusern, einladenden Cafés und Restaurants, wo das Verweilen große Freude bereitet. Wenn ihr eurer Haut besonders pflegen möchtet, lohnt sich eine heilende Anwendung mit Schlamm, die ihr in Haapsalu nutzen könnt.

Backpacker Highlights in Estland

Es gibt kaum einen Ort in Estland, wo ihr kein Highlight erlebt. Pärna präsentiert euch bei eurem Backpacker Trip einen Hauch des kontrastreichen Lettland. Auf der einen Seite gibt es verfallene Holzhäuser und auf der anderen Seite prunkvolle Jugendstil-Bauten, die einen einzigartigen Kontrast bereitstellen.

Verpassen solltet ihr auf keinen Fall den Besuch im Lahemaa Nationalpark, ein wahres Naturparadies, das rund 80 km östlich von Tallinn, direkt an der Küste liegt. Geboten werden euch neben dichten Nadelwäldern beeindruckende, unberührte Strände und eine Vielzahl von Tieren, die in freier Wildbahn leben. Beim Durchstreifen der Landschaft erreicht ihr irgendwann den Ort Käsmu, mit wunderschönen Holzhäusern, die eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlen und zum Verweilen einladen.

Sonnenuntergang in Estland

Sonnenuntergang in Estland

 

Backpacker Geheimtipps in Estland

Ein wahrer Geheimtipp sind die Inseln Estland, die meist unbewohnt sind. Auf den bewohnten Inseln stoßt ihr auf eine breite und tief verwurzelte Inselkultur, die überwiegend ländlich geprägt ist. Ihr findet Spuren der Wikinger sowie mittelalterliche und traditionelle Kultur. Stabkirchen und Holzgebäude gehören natürlich dazu.

Auf der 6,44 km² großen Insel Pranglie leben knapp 300 Menschen. Es gibt eine Kirche, ein Museum und eine Schule, die von einer Handvoll Schüler besucht wird. Mit einem Jeep lohnt sich eine Erkundung der Insel, weil eure Tour über kleine Waldwege bis zur Küste führt. Die Ruhe und Einsamkeit zieht euch sofort in den Bann, weil ihr einen tollen Ort zum Abschalten und Seele baumeln lassen gefunden habt.

Ein weiterer Geheimtipp ist ein Trip nach Alutaguse und in die Ortschaft Rakvere. Dort wartet auf euch Rakvere Castle mit einer grusligen Folterkammer-Führung und einer Höllentour, wo ihr bis auf 50 Meter unter der Erde durch ein Gruselkabinett geführt werdet. Um die Ortschaft herum gibt es einzigartige Wälder, durch die ihr nach Alutaguse reist, um auf die Suche nach Bärenspuren zu gehen und die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung in freier Wildbahn zu beobachten.

Stockfisch - Köstlichkeit in Estland

Stockfisch – Köstlichkeit in Estland

Essen & Trinken in Estland

Das Essen in Estland ist durch die vielen Länder, die auf die estnische Küche Einfluss genommen haben, sehr abwechslungsreich und sehr deftig. Kartoffeln bekommt ihr in allen Variationen serviert.  Zu den Grundnahrungsmitteln zählen neben Kartoffeln, Sauerkraut, Schweinefleisch, Milch, Milchprodukte sowie Pilze und Waldfrüchte.

Als Vegetarier hat man es schon etwas schwerer mit der Nahrungsbeschaffung, da viele Gerichte sehr fleischlastig sind. Allerdings ist vegetarische Kost in Städten kein Fremdwort mehr in Estland, sodass ihr auch rein vegetarische Gerichte serviert bekommt. In ländlicheren Gebieten wird es schon etwas schwieriger, da dort von der Annahme ausgegangen wird, das Vegetarier anstelle von Schweinefleisch, Hühnchenfleisch und Fisch essen. Ärgert euch nicht darüber, sondern versucht einfach eine vegetarische Mahlzeit zu bekommen.

Mit „Jätku leiba“ (möge ihr Brot reichen) wünschen sich die Esten traditionell gute Appetit. Dieser Ausspruch stammt aus der Zeit, als der Tisch noch nicht so reichhaltig gedeckt war wie heute und kommt immer von Herzen. Traditionell gibt es morgens schon warme Speisen wie Kartoffelpuffer, Rührei und Pfannkuchen, die mit eingelegten Gurken Pilzen und Zwiebeln serviert werden.

Essen in Estland

In den Kochtöpfen in Estland dreht sich alles ums Schwein. Die Gerichte erinnern vielfach an Großmutters bodenständige, schmackhafte Küche. So findet ihr auf den Speisekarten der Restaurants Sült, Sülze aus Schweinefleisch in Aspik, die zusammen mit hapukapsad (Sauerkraut) gegessen wird.

Köstliche Gerichte, die ihr unbedingt in Estland probieren solltet sind frikadellisupp, Fleischbällchen, die mit Gemüse, Petersilie, kleinen Nudeln, Dill und Laauch zusammen gekocht werden sowie  hapukapsabors (Borschtsch mit Sauerkraut), herringas hapukoore ja siblaga (Hering mit Schmand und Zwiebeln) und heresupp (Erbsensuppe). Eine weitere Köstlichkeit sind kringel, süße Mandelbrezeln, leivasupp (Roggenbrotsuppe mit Apfelstücken, Rosinen und Honig sowie  taidetud basikarind (gefüllter Kalbsbraten).

Die Esten haben eine besondere Schwäche für kama, ein grob gemahlenes Pulver aus gerösteter Gerste, Hafer, Roggen, Erbsen und schwarzen Bohnen, dass sich nicht nur in vielen Gerichten befindet, sondern auch mit Buttermilch oder verrührt zum Frühstück, als Brei serviert wird.

Trinken in Estland

Bei eurem Backpacker Trip durch Estland bekommt ihr eine Art Mocca als Kaffee serviert, der in der Tasse aufgebrüht wird. Die Esten sind sehr stolz auf ihren „Estnischen Kaffee“, trinken ihn gerne und häufig. Hoch im Kurs stehen vor allen Dingen Bier und Wodka. Beides wird gerne zum Essen getrunken. Wein gibt es weniger. Eine beliebte Biersorte ist „Saku“, das es als Saku Original und als „Saku Tume“ (Dunkelbier) gibt.

Entgehen lassen solltet ihr euch auf keinen Fall den estländischen Wodka „Viru Valga“. Eine weitere Köstlichkeit ist der Likör „Vana Tallin“. Das übliche Erfrischungsgetränk in Estland ist „Kali“, eine Art Limonade, die in der Regel aus Brot hergestellt wird und über eine dunkle Farbe verfügt. Gene getrunken wird auch Kefir oder Buttermilch in verschiedenen Varianten.

Steilküste in Estland an der Ostsee

Steilküste in Estland an der Ostsee

Backpacker Visa und Impfungen in Estland

Als Backpacker benötigt ihr kein Visum als deutsche Staatsbürger, weil Estland zur Europäischen Union gehört. Achtet aber darauf, dass eure Einreisepapiere noch Gültigkeit haben. Die Einreisebestimmungen lauten gemäß dem Auswärtigen Amt wie folgt:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Ja
  • Vorläufiger Personalausweis: Ja
  • Kinderreisepass: Ja, mit Lichtbild

Anmerkungen

Bedenken beim Reisen nach Estland braucht ihr nicht zu haben, weil Backpacking im Land als sicher gilt. Die wichtigsten Informationen erhaltet ihr zudem beim Auswärtigen Amt im Internet unter Reise- und Sicherheitshinweisen.

Medizinische Hinweise & Impfungen für Estland

Ihr könnt ohne eine Impfung in das Land einreisen, dennoch empfiehlt es sich die Standardimpfungen des Robert-Koch-Institutes auf dem aktuellen Stand zu haben.  Es gibt eine gut funktionierende ärztliche Versorgung, die ihr als EU-Bürger beim Backpacking mit eurer Krankenversicherungskarte nutzen könnt. Darüber hinaus lohnt es sich, zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung und eine Auslandsrücktransportversicherung, um im Ernstfall schnelle medizinische Versorgung sicherzustellen.