Meine Erlebnisse im Zusammenhang mit Sextourismus

Sextourismus in Thailand

Ich glaube jeder männliche Backpacker hat schon einmal Erfahrungen im Bereich Sextourismus gemacht. Vielleicht nicht immer aktiv, aber durchaus gesehen oder am Rande miterlebt. In manchen Ländern fällt es vielleicht einfacher nicht darauf zu achten oder einfach wegzugucken, aber gerade in Thailand und auf den Philippinen war es für mich beim Weggehen abends allgegenwärtig!

Special: Zu faul zum lesen oder einfach nur unterwegs? Du kannst dir den Artikel auch als Audio Version anhören.

Erfahrungen mit Sextourismus in Brasilien

Ich war einen Monat lang in Brasilien (2 Wochen Rio, 2 Wochen Sao Paulo). Schon nach ein paar Tagen habe ich die erste Bekanntschaft mit Sextourismus gemacht. Nach einem Couchsurfing-Treffen sind wir noch zu einer Bar, um noch etwas zu feiern. Schon nach ein paar Minuten wurde ich von einer wirklich hübschen Latina angetanzt. Das ist eigentlich nichts Besonderes, denn in Südamerika ist die Party-Kultur offener und durchaus etwas wilder.

Verwundert war ich aber, dass sie sehr schnell etwas aggressiver flirtete. Ich wusste zwar, dass Europäer bei Latinas beliebt sind, aber so extrem war mir die Flirterei schon wieder etwas suspekt. Sie wollte dann an die Bar gehen und etwas trinken. Wenn sich das Ganze allerdings in 10 Minuten abspielt, dann kann es für mich nur eine logische Schlussfolgerung geben. Ich habe es dann irgendwann geschnallt und zu ihr gesagt „no no no – sorry“. Ich bin mir sicher, dass ich einer enorm hohen Drink-Rechnung entgangen bin. Im Nachhinein wurde mir auch von meinen Host bestätigt, dass sich in der Gegend viele Prostituierte tummeln. Da habe ich also nochmal Glück gehabt.

Latinas in Brasilien haben heiße Kurven

Latinas in Brasilien haben heiße Kurven

Erfahrungen mit Sextourismus in Kolumbien

Kolumbien ist nicht nur mein Lieblingsland in Südamerika, es hat neben Venezuela und Brasilien auch die hübschesten Frauen. Die Kolumbianerinnen haben es mir schwer angetan, aber das ist eine andere Geschichte. In der kolumbianischen Kultur ist es üblich, dass Frauen sich hübsch machen. Oft wird sogar zum Skalpell gegriffen, um sich Brüste und Po machen zu lassen. Dieses Schönheitsideal zieht natürlich viele Männer auf der ganzen Welt an und wir sind wieder beim Thema.

In Kolumbien habe ich leider oder zum Glück keine direkte Erfahrung mit Sextourismus gemacht. Es gab aber auch ein paar Bars und ein paar Orte, die man durchaus mit einem deutschen Strich vergleichen kann. Es gibt aber unzählige Artikel und Online-Dokumentationen über das Geschäft mit der Liebe in Kolumbien. Vor allem das Cam-Sex Business ist dort sehr bekannt.

Erfahrungen mit Sextourismus in Thailand

Auf einer Backpacker-Reise in Südostasien kommt man kaum um Thailand herum. Es ist und bleibt eines der beliebtesten Ziele für Backpacker. Nicht nur für Backpacker, sondern auch für Pauschaltouristen und andere Urlauber, die es sich auf den Inseln gutgehen lassen wollen. In Bangkok, Phuket und vor allem Pattaya ist der Sextourismus allgegenwärtig. Es ist nicht mal so, dass man es verstecken könnte. Wenn man nicht gerade abends weggeht und die Mädels an jeder Ecke sieht, dann begleiten sie ältere Herren am Strand oder bieten Massagen mit Happy End an.

Für mich war die Erfahrung ganz speziell, aber es wird sich so wahrscheinlich tausende Male in Phuket oder anderswo in Thailand abgespielt haben. Wir waren eine Gruppe von 5 Männern und sind aus einem Anlass in einen Strip Club, wo Mann am Eingang einen aufblasbaren Knüppel bekommen hat, mit dem Mann die Mädels versohlen durfte. Sicher ist das Geschmackssache, aber ich gehe mal davon aus, dass die Mädels, die dort arbeiten davon wissen und zum anderen es wollen. Zumindest sah es so aus!

So sieht der Sextourismus in Thailand aus

So sieht der Sextourismus in Thailand aus

Ich war kein großer Fan davon, aber einige der Damen haben geradezu dazu aufgefordert. Leider musste ich auch erleben, wie ein sehr betrunkener diese Prügelsache etwas zu ernst nahm. Mir war das wirklich sehr unangenehm, aber ich hatte auch nicht den Arsch in den Hosen den Typen davon abzuhalten. Später, aber dann ein absoluter Schock für mich: Wir waren auf dem Weg zu einer anderen Bar. Es war so etwas wie eine Open Bar Area, wo es auf einer großen Fläche ca. 20-30 verschiedene Bars gibt. An fast jeder Bar standen ein paar Mädels, die Werbung für ihre Bar machen sollten. So ziemlich alle waren leicht bekleidet!

Wir gingen den Weg entlang und 3 Mädels kamen auf uns zu. Nach ein paar Sekunden steuerte eines der Mädels auf mich zu. Es gab ja schon vorher ein paar Versuche uns anzuwerben. Da wurde gelächelt, geflirtet oder die Hand genommen und an eine Bar gezogen, aber das was kam, habe auch ich nie erwartet. Das Mädel nahm meine Hand, streichelte damit über ihre Brüste und presste die Hand gegen ihren Schritt. Ich habe ihre warmen Schamlippen gespürt und wurde wohl so rot wie eine Tomate (tut mir leid, wenn ich das so beschreibe, aber es war so intensiv und prägend, dass ich es auch so wiedergeben will). Mann sein hin oder her, aber ich war nicht in der Lage irgendetwas zu sagen, geschweige denn noch mich dagegen zu wehren.

Ich war vor Scham gelähmt. Natürlich ist nicht mehr passiert, aber noch heute kann ich mich an diesen Moment erinnern, als wäre er gestern gewesen. Später hatte ich mich mit einer Bardame unterhalten, um zu erfahren, was eine Prostituierte denn hier auf der Straße kostet. Natürlich gibt es da unterschiedliche Preise, aber ab umgerechnet 10 Euro aufwärts kann man schon fündig werden.

Sex Bars in Thailand

Sex Bars in Thailand

Erfahrungen mit Sextourismus auf den Philippinen

Ich war mit Sicherheit nicht in den schlimmeren Ecken. Aber auch auf Palawan (Rising Backpacking Star) habe ich meine Erfahrungen mit dem Schmuddel-Geschäft machen können. Ich war in Puerto Princesa und wollte natürlich auch mal das Nachtleben testen. Erst war ich in einer Bar mit Live-Musik und gutem Essen und später habe ich mich mit einem anderen Backpacker in einem Club getroffen. Schon der Club war seltsam, weil es eine extra Toilette für Schwule gab. Ich fand’s lustig! Später wurde ich dann aufgeklärt wo wer normalerweise für welches Geschäft reingeht. Soll hier aber nicht das Thema sein.

In dem Club gab es nur zwei Sorten von Frauen: Das waren Prostituierte oder Ladyboys. Nachdem mir beim Tanzen dutzende Genitalien von Ladyboys an mein Schenkel gerieben wurde, habe ich mich doch eher mit den Prostituierten unterhalten… Das war mir weniger aufdringlich. Schon allein, dass man so wählen muss?! Glücklicherweise habe ich da ein super nettes und vor allem intelligentes Mädel kennen gelernt. Sie studiert Sprachen und will irgendwann Tourist-Guide werden. Sie machte auch kein Geheimnis aus ihrem Nebenjob. Zumindest konnte sie mir einiges über Palawan erzählen. Später wollten wir noch zu einem anderen Club gehen, den sie vorgeschlagen hat.

Auf dem Weg dorthin kam dann der Schock, als sie mir gestand, dass sie nicht nur ihren Körper verkauft, sondern auch noch ein Ladyboy ist. Ich dachte ich bekam langsam ein Gefühl dafür, Ladyboys zu erkennen, aber das war weit gefehlt. Letztendlich war es aber gar nicht so schlimm, weil da ja eh nichts gelaufen wäre (privat bin ich nicht der Typ für käufliche Liebe und Ladyboys stehen komplett außer Frage). Ich habe aber extrem viel von ihr gelernt. Über die Gesellschaft und die Akzeptanz von Ladyboys. Wie man Ladyboys wirklich erkennt. Wie sie ihre Kunden bekommt (meist Amerikaner xD) und wie das alles so abläuft. Faszinierend auch, wie sie ihren Adamsapfel für mehrere Minuten runterschlucken konnte….

Filipinas, die als Prostituierte arbeiten

Filipinas, die als Prostituierte arbeiten

Fazit meiner Erfahrungen mit dem Sextourismus als Backpacker

Versteht mich nicht falsch. Ich habe auf keinen Fall nach diesen Erfahrungen gesucht oder es angestrebt diese Erfahrungen zu machen, aber es ist eben so passiert! Man merkt ganz schnell wie normal das ist, deswegen sollte man sich vor dem Thema nicht verstecken! Wir leben doch in einer aufgeklärten Gesellschaft, wo Sex absolut kein Tabu-Thema mehr ist.

Meine Meinung über Sextourismus habe ich ja bereits in dem letzten Artikel kundgetan. Trotzdem möchte ich nochmal zusammenfassend sagen, dass Sextourismus durchaus Vorteile hat. Das wiegt die Nachteile und Risiken nicht auf. Solange alles auf einer freiwilligen und regulierten Basis stattfindet unterstütze ich es. Distanzieren möchte ich mich klar von Kinderprostitution, Menschenhandel, Zwang, Gewalt und Ausbeutung!

Meinungen anderer Reiseblogger und Backpacker

Zum Thema wollte ich einen Round-up Post machen, wo andere Reiseblogger und Backpacker ihre Meinung teilen und das Thema diskutieren können. Leider gab es nur zwei Personen, die sich daran beteiligt haben. Ich oder das Backpacker-Reise Projekt müssen ja ganz schön unbeliebt sein *hahaha*. Hat sich mein Problem mit der Reiseblogger-Szene wohl immer noch nicht gelöst. Ich gebe es auch bald auf – Keine Sorge! Aus dem einen Beitrag wurde bereits ein eigener Blogpost veröffentlicht. Im Anschluss möchte ich trotzdem nicht vergessen die Meinung von Kate zum Thema zu teilen.

Sextourismus – Wenn mit Liebe machen Geld wird

Kathrin

Meinung von Kathrin

Thailand, Brasilien und Philippinen führen die Liste im Sextourismus an. Dabei müssen wir gar nicht so weit reisen, um ihn hautnah zu spüren. Amsterdam ist doch praktisch um die Ecke.

In Schaufenstern posieren runde, dicke, dünne Damen, für jeden Typ ist etwas zu haben. Sie zwinkern den Vorbeilaufenden zu, werfen Luftküsse in die Luft – und verkaufen ihren Körper. Was ich davon halte? Sie verkaufen ihre Seele.

Den Touristen und Einheimischen, die diese Angebote annehmen, kann man kaum einen Vorwurf machen – schließlich scheinen die Frauen im Schaufenster sich freiwillig für die Sexspielchen zur Verfügung zu stellen. Die Geschichten dahinter kennt keiner so genau. Die eine verdient sich vielleicht ein Sümmchen für Ihr Studium dazu, die andere muss ihre kleine Tochter ernähren. Und der Herr finanziert ihren Lebensunterhalt und hat noch dazu Spaß dabei. Wenn doch eins plus eins immer zwei ergeben würde…

Mit Sex Tourismus zu machen, heißt seinen Körper zu verkaufen. Und birgt so einige Risiken. Schließlich sind Geschlechtskrankheiten nicht 100 % vermeidbar, sowie Vergewaltigungen durch die angeblichen Käufer – die vielleicht am Ende doch nicht zahlen. Ganz zu schweigen von den seelischen Schäden, die jede dieser Prostituierten davon trägt. Sie unterscheiden zwischen Liebe und Sex, was zusammen gehören sollte – oder zumindest nicht er- oder verkauft werden sollte.

Als ich durch die Straßen im Rotlichtviertel Amsterdams laufe, die Frauen sehe, die jedem Mann ihre entblößten Brüste hinstrecken und zuzwinkern, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Lieber habe ich kein Geld, als so mein Geld zu verdienen.

Mein Reiseblog: kawreisen.wordpress.com Hier schreibe ich über witzige, skurrile oder einfach schöne Momente in meinen Reisen, über Vorurteile, Klischees und Sehenswürdigkeiten und gebe Tipps für Reisende.

Save

Save

Save

Save

11 comments

  • Na ein Glück bist du kein böser Sextourist 😛 Aber solch ein Artikel macht sich ja immer gut, um mit paar Keywords oben bei google zu landen 😀

    • Es gibt keine guten oder bösen Sextouristen… Hat alles seine Vor und Nachteile. Das Thema finde ich wichtig, denn man sollte sich als Backpacker auch mit lokalen Problemen beschaeftigen. Das gilt auch fuer Armut oder Politischen Problemen. Das solche Themen viel Publikum findet ist eine andere Sache… Es gibt auch eine Reihe ueber Trekking in unterschiedlichen Laendern. Du kannst gern vorbeischauen =)

  • Ein interessanter Artikel und trifft voll ZU. Der eine oder andere frische Backpacker wird in manchen Ländern ziemlich überrascht sein, wenn er Abends weggeht ;-).

  • Eins ist sicher, wenn du einer „Frau“ in Asien auf öffentlicher Straße in die Genitalien fassen darfst, hast du zu 100% einen „Mann“, sprich Ladyboy vor dir stehen.
    Backbackere mal schön weiter, aber schreib nicht solchen Unsinn

    • Ah klar… Du musst mich um diese Erfahrung nicht beneiden. Wenn ich jemanden zwischen die Beine fasse, dann merke ich doch, ob das ein Lady Boy ist oder nicht, oder?!

      • Nein, das merkst du nicht. Es sei denn der Ladyboy ist gebaut wie ein Pferd 🙂
        Im Übrigen gebe ich Marcel absolut recht. Eine Frau in Thailand würde das niemals machen. Schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Es war zu 99,99% ein Trans.

  • Ich selber war auch in ein paar Länder, wo viele Touristen nicht nur die Sonne genießen sonder auch den Sex.

    Neben Thailand hat mich Kuba am meisten überrascht. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Die Strände gehören zu den schönsten der Welt. Die Insel ist Kommunistisch, das heißt es gibt nahezu kein privates Eigentum. Alles gehört dem Staat, und die Menschen verdienen nicht viel. Eine Ärztin, die ich in Havanna kennengelernt habe verdient ca. 50 Euro im Monat. Weil es für viele ein politisches Problem ist auf illegalem Weg mehr Geld zu verdienen, streben viele Frauen nach Prostitution. Auch ich wurde mehrmals in Bars angesprochen um später mal kurz in einem casa zu entspannen. Das hat mir am Anfang wirklich schockiert, weil es professionell und sehr schnell zur Sache ging. Vor allem waren auch sehr hübsche dabei, die man so einfach in Europa nicht begegnet. Meine männlichen Hormone konnte ich nach eine Woche leider nicht mehr anhalten und lies sie an einem schönen sonnigen Tag, auf einem Palmen umsiedelten Strand mit einer hübschen Chicka dahinschmelzen – später gingen wir in ein casa (Haus). Das Problem bei einem Strandflirt ist aber, das viele Polizisten anwesend sind um die Prostitution zu stoppen. Wiele müssen dafür sogar ins Gefängnis, der Tourist wird verschont und darf sein Urlaub weiter genießen. Wir wurden verschont bzw. nicht erwischt 😀

    Es war eine schöne Erfahrung und ein traumhafter Urlaub, die man nicht so schnell vergisst;)

  • Also ich fahre ganz gezielt wegen dem Sextourismus in diese Länder, gibt für mich nichts schöneres. Außerdem finde ich haben es die „Frauen“ z.B. in Thailand viel besser da die Freier sich gut um sie kümmern. Wer mehr Lust darauf bekommt kann mich ja auf meiner „speziellen Reise“ verfolgen, dort findest du auch sehr viele Infos und Fettnäpfchen Geschichten…

  • Es gibt Kulturtouristen die nichts schöner finden als sich alte Ruinen anzusehen, es gibt Sauftouristen die am Ballermann schon morgens um 10 einen sitzen haben und es gibt Sextouristen, die sich lieber die einheimischen Damen ansehen als alte Ruinen. Jetzt mal im ernst: Wenn ich einen Urlaubsort auswähle, dann geht es mir um Kultur, um Musik, um Essen, um das Meer, um relaxen und auch um Sex. Ich bin ein Mann. Na und ? Vögeln gehört zum Leben wie Essen und Trinken. Ich mag den Begriff „Sextourist“ nicht. Der ist ziemlich dämlich. Es geht im Urlaub darum eine tolle Zeit zu haben und auszuspannen. Warum nicht auch Vögeln ? Das mache ich auch Zuhause. Und ? „Körper verkaufen“, „seelische Schäden“… nimm mal deine rosarote Brille ab. Die Damen „verkaufen“ nicht ihren Körper, sonst würde er ja anschließend mir gehören. Sie bieten vielmehr eine Dienstleistung an wie eine Masseurin oder Friseurin. Und sie verdienen in dieser einen Stunde so viel wie ein Bauarbeiter in einem halben Monat bei 8-9 Stunden Arbeit in sengender Sonne.

  • Wer auch immer den Artikel über Sextourismus geschrieben hat, er sollte entweder mehr reisen oder Pfarrer werden. Sorry habe keine bessere Idee.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.