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Backpacking in China

Eine Reise durch China ist wohl eines der absoluten Backpacker Highlights, die der Planet Erde noch auf dem Programm für Abenteurer stehen hat. In China zu reisen ist nicht immer einfach, aber auch nicht unbedingt problematischer als in anderen Ländern. Ihr könnt luxuriös und bequem oder einfach und billig reisen. Das kommt ganz auf euren Geldbeutel und die zur Verfügung stehende Zeit an. Wenn auch die Sprache hier und da manchmal eine Hürde bildet, so hat das auch seinen Reiz.

Mit Händen und Füßen das Land erkunden ist mal was Anderes. Manch eine Freundschaft wurde auf diese Art schon geschlossen und hält immer noch. Backpacker, die in das Land der aufgehenden Sonne reisen, sollten allerdings fit und gut ausgerüstet sein. Sicherlich könnt ihr den super gigantisch großen Metropolen jede Art von medizinischer Hilfe im Ernstfall finden, aber wer will dort schon seinen ganzen China Trip verbringen? Das echte China mit seiner für Europäer teilweise befremdlich wirkenden Kultur lernt ihr nur tief im Landesinneren kennen. Und genau dort kann die Reise dann auch etwas beschwerlicher werden.

Backpacking in China - Landschaft

Backpacking in China – Landschaft

China erleben

Zeit solltet ihr auf jeden Fall genügend für das Backpacking in China mitbringen, denn die Entfernungen von einem Highlight zum anderen können gewaltig sein. Chinas ist etwa so groß wie die USA oder ganz Europa von Portugal bis zum Ural. Das sind 4 500 km von Kilometer von Nord nach Süd und ähnlich viele von West nach Ost. Ihr könnt euch ja dann auch sicherlich an fünf Fingern abzählen, wie das mit dem Klima dort aussieht. Um es auf einen Nenner zu bringen: Es ist alles vorhanden. Sauheiß und saukalt, pisswarm, lau, gemäßigt, tropisch, was auch immer ihr wollt. Wer keine Kälte erleben will, der muss das auch nicht. Das Gleiche gilt für die Hitze.

Backpacking in China - Frauen

Backpacking in China – Frauen

In China werdet ihr beim Backpacking auf eine Reihe von gigantischen geografischen Highlights treffen, die natürlich alle einen Besuch wert sind. Einmal auf dem längsten Fluss Chinas, dem rund 6400 Kilometern Jangtsekiang schippern, oder zu den 8 000ern im Himalaya hoch. Der Qinghai-See mit seiner Ausdehnung von rund 4500 Quadratkilometern könnte auch ein kleines Meer sein. Aber, ob ihr nun die Gipfel in Tian Shan, Pamir oder im Hochland von Tibet erstürmen wollt, oder das harte Wüstenklima in der Wüste Gobi erleben möchtet, bleibt euch überlassen.

Im wahrsten Sinne der Atem stehenbleiben wird euch beim Besuch einiger Backpacker Reiseziele. In Bejing, der 28 Millionen, (oder sind es 30 oder 40 Millionen) Metropole, weil ihr keine Luft bekommt, und beim Durchqueren der Turmkarst-Landschaft in Guilin in Südchina, wegen der atemberaubenden Schönheit. Ihr könnt auf eurer Tour Abenteuer mit Kultur verbinden. Schließlich tourt ihr ja durch die älteste immer noch aktive Kultur der Welt.

Seit 4 000 Jahren besteht die Chinesische Kultur. Ihr könnt das nicht unbedingt schöne moderne China erleben oder in die Nationalparks eindringen und dort das wilde China kennenlernen. Nicht ganz wild geht es im Kaiserlichen Sommerpalast und den Acht Äußeren Tempel zu, aber beide sind Teil des UNESCO-Welterbes. Besucht die Sandsteinlandschaft des Danxia Shan (Geopark des Global Network of National Geoparks der UNESCO) im Nanling-Gebirge oder das bizarr anmutende Shunan-Bambusmeer (Shunan Zhuhai). Habt ihr die durch, warten noch weit über 100 weitere Parks, in denen ihr auch viel buddhistische Kultur antrefft.

Reisen könnt ihr durch China allerdings relativ sicher und falls ihr mit euren Lieben zu Hause Kontakt aufnehmen wollt, dann kauft euch eine SIM Karte. Außer denen von China Mobile und China Unicom funktionieren auch alle anderen.

Kultur in China

Alles was ihr an Kultur bislang erlebt habt, ist vom Alter her gesehen nichts im Vergleich zu der chinesischen Kultur. Wenn auch die ägyptische und andere gleich alt oder älter sein sollten, so sind sie ausgestorben. Chinas alte Kultur aber lebt – noch. Wie alt diese auch immer sein mag, es stecken Menschen dahinter und die sind nun einmal sehr wandelbar und anpassungsfähig. In nur zwei Generationen haben die Chinesen aus einem hinterwäldlerischen Agrarstaat eine führende Wirtschaftsmacht aus dem Boden gestampft.

Dabei haben Sie sich allerdings wenig auf Ethik und Moral berufen, die der ihnen so eigene Buddhismus predigt, sondern mit wenig Skrupel auf der Basis von Machthunger und Gier den westlichen Kapitalismus übernommen – der allerdings von einem perfiden archaisch rückständigen Staatssystem gedeckt wird. Man arbeitet Hand in Hand, so nach dem Motto: Die eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus, so lange, die es nicht übertreibt.

Backpacking in China - Guilin

Backpacking in China – Guilin

Allerdings gibt es schon seit längerer Zeit europäische kulturelle Einflüsse. Und nicht gerade die besten. Die Engländer haben den Chinesen gezeigt, wie man legal zum größten Drogendealer der Welt wird. Auch die anderen europäischen Staaten haben sich während der Kolonialzeit nicht gerade mit Ruhm dort bekleckert. Dennoch, an sich ist der Chinese eher ein Befehlsempfänger und Duckmäuser.

Wie sonst, konnten Hunderte von Millionen Menschen über Tausende von Jahren von ein paar größenwahnsinnigen Fürsten und einem einzigen in einem goldenen Käfig eingeschlossenen Kaiser herumkommandiert werden? Schön, dass es da als Gegenströmung die Lehren des Konfuzius gibt. Heutzutage zählen allerdings die Thesen des Sun Tzu in seinem Bestseller Art of War weitaus mehr. Selbst im wirtschaftlichen Bereich ist das Buch zu einem Klassiker avanciert. Wie traurig.

Backpacker Routen in China

Man kann auch Trampen

Man kann auch Trampen

Backpacking in China kann ein Abenteuer sein. Ihr könnt super Luxus und modernste Verkehrstechnik in den Großstädten genießen und ein paar hundert Kilometer weiter tiefste bittere Armut mit teilweise noch archaich anmutenden sozialen Gesellschaftssystemen. Ihr trefft auf die kulturellen Hinterlassenschaften einer immer noch existierenden über 4,000 Jahre alten Kultur.

Schauen wir uns einmal an, was ihr euch bei einem kurzen oder auch langen Backpacker Trip durch China soll alles anschauen könnt. Die Auswahl ist repräsentativ, da ihr mit wenig Geld und wenig Zeit kaum die großen Sprünge von einem Ziel zum anderen schafft. Aber ihr könnt ja wiederkommen.

Route 1: Der Klassiker (15-20 Tage)

  • 2 Tage Peking verdreckte Kulturmetropole erkunden
  • 2 Tage Guangzhou – eine der reichsten Städte nahe bei Hong Kong erleben
  • 2 Tage Guilin Chinesen und ausländische Besucher sind begeistert von Fluss- und Bergwelt.
  • 2 Tage historisches Nanjing kennenlernen
  • 2 Tage größte Stadt Chinas Shanghai erkunden. Shopping total ist angesagt.
  • 2 Tage das Vendig des Ostens Suzhou erleben
  • 2 Tage die älteste einstige Herrscherstadt Xi’an mit den Ton Kriegern und vielen anderen historischen Sehenswürdigkeiten entdecken.
  • 2 Tage in Marco Polos einstiger Gouverneursstadt Yangzhou verbringen
  • 1 Tag die Große Mauer besichtigen
  • 1 Tag Inselurlaub auf Hainan
  • 1 Tag zum Mount Everest – hoch blicken,,, der Aufstieg dauert etwas länger

Route 2: Backpacker Intensiv China Trip (bis 40 Tage und mehr)

Die Komplettroute, sofern es die überhaupt gibt beinhaltet neben den oben genannten Backpacker Zielen

  • 2 Tage Peking verdreckte Kulturmetropole erkunden
  • 2 Tage Guangzhou – eine der reichsten Städte nahe bei Hong Kong erleben
  • 2 Tage Guilin Chinesen und ausländische Besucher sind begeistert von Fluss- und Bergwelt.
  • 2 Tage historisches Nanjing kennenlernen
  • 2 Tage größte Stadt Chinas Shanghai erkunden. Shopping total ist angesagt.
  • 2 Tage das Vendig des Ostens Suzhou erleben
  • 2 Tage die älteste einstige Herrscherstadt Xi’an mit den Ton Kriegern und vielen anderen historischen Sehenswürdigkeiten entdecken.
  • 2 Tage in Marco Polos einstiger Gouverneursstadt Yangzhou verbringen
  • 1 Tag die Große Mauer besichtigen
  • 1 Tag Inselurlaub auf Hainan
  • 1 Tag zum Mount Everest – hoch blicken…. der Aufstieg dauert etwas länger

Des Weiteren…

  • 2 Tage Jiuzhaigou Nature Reserve – hier leben die drolligen Panda Bären. Außerdem habt ihr noch die Möglichkeit in weit mehr als 100 chinesischen Nationalpark ungebändigte Wildnis und Natur zu erkunden.
  • 2 Tage Leshan Buddha Statuen am Mount Emei
  • 2 Tage zum Mount Tai einem heiligen Berg hinaufsteigen
  • 3 Wochen Tibet
  • 3 Tage in Turpan die Uighur Kultur kennen lernen
  • 1 Tag Yungang Höhlen mit Hundertausenden von Buddha Statuen erleben
  • 1 Tag Chongqing’s Dazu UNESCO Weltkulturerbe besuchen
  • 3 Tage in die Bergwelt Zhangjiajie abtauchen
  • 2 Tage wildes Nachtleben in Macau genießen

Reisezeiten in China

Eine richtig optimale Reisezeit für China gibt es nicht, da sich das Land über mehrere tausend Kilometer in alle Himmelsrichtungen ausdehnt In der Regel sind die Temperaturen wie in Mitteleuropa, wenn ihr euch genau auf diesem Breitengrad befindet. Ausnahme sind dann wider die Bergregionen. Dann liegen verschiedene Teil des Landes auch nur in Monsunregionen. Es pisst dann von Oktober bis April. Von Mai bis ca. Oktober weht der Monsun ins Land und in China ist Sommer. Im Südwesten sind die Winter erträglich. Geht ihr in die Mongolei, dann müsst ihr euch warm anziehen. In Tibet kann es ebenfalls a….kalt werden. In Zentralchina ist es in der Regel wärmer als im Norden. Regen fällt das ganze Jahr. Wollt ihr es immer warm, dann ab in den Süden, denn dort befindet ihr euch praktisch schon in den Tropen.

Backpacker Budget in China

Was kostet mich das?

Was kostet mich das?

China ist gigantisch was die Landfläche anbelangt, aber einen immens großes Travelbudget pro Tag braucht ihr nicht, wenn ihr China auf Backpacker Art und Weise entdecken wollt. Die Preise sind für asiatische Verhältnisse moderat. Natürlich kommt es immer darauf an, wo ihr gerade in China seid. In Hongkong werdet ihr schon etwas mehr nicht nur für die Übernachtung hinlegen müssen, als in den abgelegenen Bergregionen. Geht einmal davon aus, dass ihr mit 25 bis 30 Euro pro Tag ganz gut über die Runden kommt. Am besten bei Ortswechseln immer den Nachttransport nehmen, dann spart ihr eine Übernachtung in einem Hostel oder wo auch immer.

Die Übernachtung in einem Guesthouse zahlt ihr je nach Standard mit zwischen 8 und 20 Euro. Für das Futter legt ihr nicht mehr als zwischen einem halben Euro und 3 Euro hin, wenn ihr an Straßenständen isst. Gleiches gilt für Getränke. Ein paar Euro müsst ihr euch auf die Seite legen, falls ihr ein paar der Sehenswürdigkeiten anschauen wollt. Der Eintritt zur Großen Mauer kostet um die 6 Euro. Der Eintritt zur Verbotenen Stadt um die 10 Euro. Wenn ihr die Ton-Armee sehen wollt, dann müsst ihr um die 20 Euro hinlegen. Wisst ihr überhaupt, dass ihr in China kein Trinkgeld geben müsst?

Inlandsflugpreise in China

Habt ihr wenig Zeit für eure Backpacker Tour durch China, dann solltet ihr fliegen. Immerhin müsst ihr teilweise riesige Entfernungen überbrücken. Am besten ihr schaut euch bei den lokalen und internationalen chinesischen Airlines auf den englischsprachigen Seiten um. Auch in China gibt es eine Hoch- und eine Nebensaison, daher hat es wenig Sinn hier über Preise zu sprechen. Hier ein paar Airline Seiten, auf die es lohnt einen Blick zu werfen: Chongqing Airlines, Hainan Airlines, Shenzhen Airlines, Sichuan Airlines, Shanghai Airlines, Chengdu Airline und Hebei Airline. Es gibt das ganze Jahr zahlreiche Rabattaktionen, die auch ihr nutzen könnt. Dumm nur, dass ihr Inlandsflüge nicht ewig lange im Voraus buchen könnt. Erst ab 2-3 Monate vor dem Start werden die Daten bekannt gegeben. Flugverspätungen sind durchaus bekannt in China. Also geschickt planen.

Backpacking in China - Landwirtschaft

Backpacking in China – Landwirtschaft

Bahnfahren in China

Habt ihr es eilig und der Flug ist nichts für euer Backpacker Budget, dann nehmt den Hochgeschwindigkeitszug CRH. Die erkennt ihr an den Zugnummern plus den Buchstaben „G“, „C“ or „D“ davor. Ansonsten gibts wahnsinnig viele unterschiedliche Zugtypen mit verschiedenem Komfort und Preisen. Die schnellsten und teuersten sind die Züge aus der G-Reihe. Diese Züge donnern mit 300 km/h zum Beispiel von Wuhan–Guangzhou, Beijing–Shanghai, Haerbin-Dalian und vielen anderen. Nicht viel langsamer sind die Züge aus der C-Reihe. Mit 300 km/h gehts von Beijing nach Wuqing weiter nach Tianjin und dann nach Tanggu.

Etwas langsamer mit schlappen 200 km/h fahren die D-Linien durchs Land. Es gibt noch weitere Arten, die immer langsamer fahren. Otto Normalo nimmt sowieso die gemeinen Züge, die nicht mehr als 100 km/h fahren. Ihr könnt zwischen harten und weichen Betten und harten und weichen Sitzen wählen. Auch stehen ist erlaubt. Dummerweise kann kein Bahnbeamter englisch. Ihr müsst schon mit Händen und Füssen eure Tickets kaufen. Das gilt auch für den Bus.

Bus fahren in China

Lange Distanzen legt ihr am besten in den Sleeper Bussen zurück. Ihr sitzt nicht während der Fahrt, ihr liegt. So manche Bustour dauert locker mal 10 bis 20 Stunden. Macht euch auf eine lange Fahrt gefasst. Schaut euch mal auf der Seite von Dragon Bus China um. Dort findet ihr Komplettangebote mit Transfers und Übernachtung. Das System ist ganz auf westliche Traveller und Backpacker abgestimmt.

Backpacker Unterkünfte in China

Backpacker_Bett_15

Couchsurfing, Hostels und Co.

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, gibt es in China nichts was es nicht gibt. Und das bezieht sich auch auf die Unterkünfte. Vom Superluxus Hotel in Shanghai bis zur Bambushütte in den Bergen werdet ihr über je nach Budget bei eurem Backpacker Trip durch China übernachten können. Nehmt einen bequemen Bus oder die Bahn und übernachtet während den unendlich langen Fahrten. Das spart eine Menge Geld. Obwohl in der Kategorie Backpacker die Kosten für ein Bett nicht allzu hoch sind. In Ländern wie Taiwan oder Singapur müsst ihr da weitaus mehr hinlegen – im Schnitt wohlgemerkt.

Sterne Hotels entsprechen nicht unbedingt dem deutschen Standard, unterscheiden sich aber auch nicht gewaltig. Ihr könnt euch nach Guesthäusern umschauen, oder ihr sucht nach Hostels. Aber auch privat stehen Unterkünfte in allen Preisklassen bereit. Wichtig ist zu wissen, dass euer Pass und das Visa in Ordnung sind. Es wurde schon von Problemen in dieser Hinsicht berichtet. Legt euch nur in legalen Unterkünften ins Bett. Auch in China gibt es eine Menge illegaler Hostels, in denen eure Pässe und noch mehr verschwinden. Wenn ihr fast pleite seid, dann sucht nach sogenannten Zhùsù oder Dorm Rooms.
Schauen wir uns einmal an wie die Preise im Schnitt für ein Bett in einem Dorm bei Hostelworld in verschiedenen chinesischen Städten aussehen.

  • Beijing 11 Euro
  • Shanghai 9 Euro
  • Xi’an 7 Euro
  • Chengdu 6 Euro
  • Hangzhou 8 Euro
  • Kunming 6 Euro
  • Guilin 5 Euro
  • Guangzhou 10 Euro
  • Yangshuo 5 Euro
  • Lijiang 4 Euro

Bed and Breakfast gibt es übrigens auch. Warum auch nicht? Die Engländer haben ja jahrzehntelang ihre Drogen in China verhökert. Eine Übernachtung in einem B & B kostet allerdings etwas mehr. In Shanghai so um die 35 Euro – für zwei wohlgemerkt. In Xi’an legt ihr nur etwas 15 Euro hin, während ihr in Hangzhou 24 für ein Zimmer zahlt. In Guilin kostet das Zimmer knapp 10 Euro. In Yangshuo das Doppelte. In Lijiang müsst ihr schon wieder 30 Euro zahlen. Aber wie gesagt. Es handelt sich um Einzelzimmer mit viel Komfort.

Camping in China

In China ist campen durchaus nicht unbekannt. In manchen Regionen sogar Kultur. Bei den Mongolen in der Xilamuren Steppe zum Beispiel könnt ihr noch in Jute Zelten schlafen. Auch in der Xinjiang Uygur Autonomous Region gibt es Camping Möglichkeiten. Alles ist allerdings oft ganz basic. Aber das wollt ihr ja sicher. Campen könnt ihr auch ganz oben in den Bergen, in der Provinz Hebei, am Mount Xiaowutai zum Beispiel. Meist ist das auch noch gratis. Selbst außerhalb von Peking gibt es Campingplätze. Und auch an der Großen Mauer gibt es Zeltmöglichkeiten.

Backpacker Trips, Tipps und Highlights in China

Ein Backpacker Trip durch China gehört sicherlich zu den größten Abenteuern, die der Planet noch zu bieten hat. Für europäische Gewohnheiten extreme kulturelle Bräuche werdet ihr kennenlernen und auch geografische Naturwunder sehen, die euch den Atem rauben. Wie lernt ihr das Reich der Mitte am besten kennen? Empfehlenswert sind da ein paar Trecks und Routen. Plant eure Strecke und die Ziele genau, denn ansonsten verliert ihr eine Menge Zeit beim Reisen von einem Ziel ans andere. Nicht, dass euch nach eurer Reise jemand fragt: “Und was habt ihr gesehen?” Und ihr antwortet: “das Zugfenster.”

Verbringt eine Woche in der Nähe von Hong Kong oder reist den Yangtze Fluss oder den Gelben Fluss entlang. Auch die Region entlang des Großen Kanals lohnt. Macht euch über Land nach Tibet auf oder folgt den Spuren des Langen Marsches. Ihr könnt auch Teile der Seidenstraße bereisen oder euch über den Karakoram Highway durch das Himalaya Gebirge kämpfen. Wie wärs damit den Spuren Marco Polos zu folgen? Es gibt genügend Trips dieser Art für eure Backpacking Tour. Abseits vom Schuss bewegt ihr euch, wenn ihr euch durch die das Innere der Manschurei oder der Mongolei kämpft.

Backpacking in China - Berge

Backpacking in China – Berge

Backpacker Highlights in China

Es gibt einiges zu erleben bei eurem Backpacker Trip durch China. Lasst eure Füsse einmal bei einer original Fußmassage verwöhnen. Die Treter sind danach wie neu. Auch eine Ganzkörpermassage hat es in sich. Und wenn ihr einen Haarschnitt braucht, dann probiert mal einen chinesischen Coiffeur aus. So ist eure Kopfhaut noch nie verwöhnt worden – vor allem nicht zu dem Preis. Ihr könnt natürlich auch einen Chinesischkurs belegen oder die alten Schriftzeichen lernen. Das ist wie Meditieren.

Geht einmal mit einem echten Chinesen essen und lasst ihn bestellen. Er zeigt euch die wahre Vielfalt der Chinesischen Küche. Schaut euch genau die alten Stadtteile der Städte an und besucht mal ein KTV. Das ist das chinesische Karaoke. Lachen garantiert. Dort lernt ihr auch schnell Leute kennen. Auf jeden Fall eine zeitlang mal die einfachsten Transportmittel benutzen, das ist China pur. Auch ein Besuch in einem chinesischen Teehause sollte auf eurer Agenda stehen.

Backpacking in China - China Mauer

Backpacking in China – China Mauer

Backpacker Geheimtipps in China

Top Reiseziele gibt es ja genügend in China, aber natürlich auch eine Menge unbekannter oder wenig besuchter Orte. Allerdings ist es teilweise mühsam dorthin zu gelangen. Doch was macht man nicht alles um das Außergewöhnliche zu sehen. Lernt einmal die Wiege des Shaolin Kung Fu kennen, die euch in den alten Städten Zhengzhou, Dengfeng und Kaifeng begegnet. Die Städte Lanzhou, Dunhuang und Jiayuguan liegen entlang der alten Seidenstraße, die auch durch die Wüste Gobi führt. Wenn ihr reiten wollt, dann solltet ihr euch in die unendlich erscheinende Graslandschaft Huitengxile aufmachen. Dort könnt ihr noch mit den mongolischen Reitern über die Steppe preschen. Durch eine bizarre Felsenlandschaft führt der Treck von Zhejiang nach Anhui über den 15 Kilometer langen Hui Hang Trail.

Auf zweihöckrigen Kamelen könnt ihr die Chinesische Mauer in den Städten Hohhot und Baotou abreiten. Besucht einmal das in Stein gehauene Kloster im Emeishan Nationalpark oder schaut mal bei den faszinierenden Reisterrassen am Honghe Fluss vorbei. Wagt einen Abstecher in die Bergwelt von Tashkurgan oder fahrt mit dem Boot von Lanzhou zum Bingling Tempel. Eine von der modernen Zivilisation abgeschnittene Welt erwartet euch in der autonomen Region Sanjiang Dong, die sich an die Provinz Guangxi anschmiegt. Russische Einflüsse erwarten euch in der Stadt Manzhouli. Auf endloses Sumpfland trefft ihr in den Zhalong Sümpfen. Tausende von Quadratkilometern stehen unter Wasser und beherbergen eine exotische Flora und Fauna.

Essen & Trinken in China

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Essen in China, das bedeutet für die allermeisten absolutes kulinarisches Neuland zu betreten. Ihr könnt so ziemlich alles vergessen, was ihr aus den heimischen China Restaurants kennt. Die wahre Chinesische Küche bekommt ihr dort nicht einmal ansatzweise zu sehen. Bei vielen Gerichten würde auch der Tierschutz auf der Matte stehen. Auch die Esskultur an sich hat mit der westlichen gar nichts gemein. Ihr könnt am Esstisch in China bei eurem Backpacker Trip durchaus schmatzen, schlürfen und rülpsen.

Seid ihr von einem Chinesen eingeladen zuhause mit der Familie zu essen, dann lasst um Himmels Willen was auf dem Teller übrig, ansonsten verliert der Mann sein Gesicht. Es würde ihn bloßstellen, da er euch nicht mehr bieten konnte. Lasst die Stäbchen auch nicht im Reis stecken, denn das ist nur bei Trauerzeremonien üblich. Ansonsten stellt euch auf Gerichte ein, die euch auch den Magen verdrehen können. Von Schweigen kann am Essenstisch keine Rede sein. Es wird gebabbelt was das Zeug hält.

Essen in China

In China gibt es verschiedene Küchen, die alle ihre Eigenarten haben. Schauen wir mal kurz drüber.
Da gibt es die extrem scharfe Xiang-Küche aus Hunan und die vielseitige kantonesische Yue-Küche. Doch bei der Letzteren kommt auch schon mal ein Hund auf den Tisch. Sicherlich gut schmecken wird euch die würzige Chuan-Küche aus Sichuan. Die oft vegetarischen Gerichte basieren auf Frühlingszwiebeln, scharfen Chilis, salziger Sojasauce und Ingwer. Fast wie in Thailand.

Andere Küchen sind die Min-Küche aus Fujian und die nordostchinesische Lu-Küche. In der Gegend um Shanghai kommen Fisch, Meeresfrüchte und süß-saure Saucen auf den Tisch. Dann gibts auch noch konfuzianische Gerichte und Tanjia-Gerichte. Nicht jedermanns Sache sind Hühnerfüße, alle Arten von Insekten, Schwalbennester- und Haifischflossensuppen. Probiert mal Fleisch a la Kanton-Art oder Baozi mit Schwein und Sauce.

Wie es überhaupt eine Vielzahl von chinesischen Saucen, chinesischen Rezepten mit Nudeln, chinesischen vegetarischen Rezepten, chinesischen Salaten, chinesischen Rezepten mit Reis und andere Leckereien gibt. Einige Klassiker sind Shanghai Reis, gebratener Reis mit Ananas, Oyako-don, Mantou mit schwarzem Klebreis oder Reisrollen aus Klebreis. Seid nicht voreingenommen und kämpft euch mal durch die Palette. Ihr braucht mitunter Jahre um alles gekostet zu haben.

Trinken in China

Zum Essen wird in eine Männergesellschaft teilweise kräftig gesoffen. Zuhause im Kreis der Familie ist das weniger der Fall. Der warme Shiaoxin (Reiswein) kommt oft auf den Tisch. Manchmal wird auch gar nichts getrunken. In vielen Restaurants werden chinesischer Wein (nicht gerade Spitzenqualität), chinesisches Bier (weitaus besser) oder baijiu (Schnaps) oder Likör (Kopfschmerz garantiert) serviert. Das Bier ist gut in China, da das beste Bier auf deutscher Basis in der ehemaligen deutsche Kolonie in Qingdao produziert wird. Der Tee ist Spitzenklasse. Genießt vor allem Grüntee und Jasmintee, aber auch der Oolongtee. Der Gelbe, der Weiße und der Schwarze Tee sind von exzellenter Qualität.

Backpacking in China - Rucksackreisen

Backpacking in China – Rucksackreisen

Backpacker Visa und Impfungen in China

Die Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige sind nicht gerade kompliziert aber ihr solltet unbedingt schauen, dass ihr alle Papiere auf dem neusten Stand habt. Wenn ihr Ärger mit den Behörden in China haben solltet, dann kann euch das die ganze Reise vermasseln. Die Einreise ist für Deutsche ist mit folgenden Dokumenten laut dem Auswärtigen Amt möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja (mit Foto)
  • Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster: Nein

Visum

Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Beantragung des Visums noch 6 Monate gültig sein und mindestens zwei visierbare Seiten enthalten. Das Visum beantragt ihr bei der chinesischen Auslandsvertretung bzw. bei einem der „Visa Application Service Center“.

Impfungen & Medizinische Hinweise

Schaut, dass ihr bei der Einreise nach China die Mindestimpfungen auf dem neusten Stand habt. Ihr solltet wissen, dass es in China immer wieder saisonbedingt wieder zu einem Ausbruch von Denguefieber um die Region Kanton kommen kann. Dengue ist gewöhnlich nicht tödlich, aber 2 Wochen Fieber ist auch kein Spaß Leider könnt ihr euch nicht dagegen impfen, sondern nur schützen. Bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet ist eine gültige Gelbfieberimpfung Pflicht. Kommt ihr aus Deutschland ist das keine Vorschrift. Malaria ist übrigens im Süden Chinas durchaus bekannt.

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