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Backpacking auf den Bahamas

Die Bahamas sind ein traumhaftschönes Inselparadies und ein Schrecken für alle Budget-Backpacker*innen. Schönheit zahlt sich hier mit einem Tagesbudget von mindestens 70 Euro aus. Dafür erwarten euch kilometerlange weiße Sandstrände, türkisblaues Wasser, eines der schönsten Korallenriffe der Welt, Palmen, lebhafte Städte, verwunschene Höhlen, unbewohnte Inseln und schwimmende Schweinchen.

Die Bahamas sind eine Inselgruppe in der Karibik, welche aus mehr als 700 Inseln bestehen, von denen 31 bewohnt sind. Im Jahr 2019 wurde sie vom Hurrikan Dorian ziemlich schwer getroffen. Allerdings wurden nur die Abaco-Inseln und Grand Bahama von dem Sturm getroffen und größtenteils wiederhergerichtet. Die Bahamas befinden sich unweit des Staates Florida, dennoch gehören sie zu Mittelamerika. Hauptinsel der Bahamas ist New Providence mit der Hauptstadt Nassau.

Schwimmende Schweine

Neben den Inseln gehören auch über 2.400 Korallenriffe zu den Bahamas, sie werden von den Einheimischen Cays genannt. Sowohl Inseln als auch Cays liegen oft so nah beieinander, dass ihre genaue Anzahl noch immer nicht festgelegt werden konnte. Die meisten Menschen leben auf New Providence und Grand Bahama. Die anderen Inseln werden als Out Islands oder Family Islands bezeichnet. Mit 63 Metern ist der Mount Alvernia auf Cat Island der höchste Punkt des Inselstaates. Die beiden größten Städte der Bahamas sind Freeport und die Hauptstadt Nassau – über drei Viertel der Bevölkerung lebt in einer der beiden Städte.

Der Name „Bahamas” stammt von den spanischen Konquistadoren, die das Wasser rund um die Inseln als Baja Mar bezeichneten – also als flaches Meer. Dadurch entstand etwas später der Name Bahamas. Der Inselstaat ist nach nach wie vor eine konstitutionelle Monarchie mit Königin Elisabeth II. als Staatsoberhaupt. Seit 1973 sind die Bahamas allerdings vom Vereinigten Königreich unabhängig.

Insgesamt 22 Nationalparks machen die Bahamas auch für Naturliebhaber*innen zu einem lohnenden Urlaubsziel. Bemerkenswert ist die Anzahl an exotischen Vogelarten, welche auf den Inseln leben. Es gibt außerdem Leguane, Eidechsen, Schlangen und Frösche. Einer von diesen ist der Kuba-Laubfrosch. Einheimische Säugetiere gibt es nur wenige Arten, neben Fledermäusen noch eine Art von Baumratten. Auf der Insel Inagua lebt eine große Flamingokolonie. Andere Vogelarten sind der Bahamaspecht, der Bahamakolibri oder das Bahama-Gelbkehlchen. Besonders artenreich ist auch die Unterwasserwelt rund um die Inseln – ein Traum für alle Taucher*innen unter euch.

Tauchen Bahamas

Kultur auf den Bahamas

Am 12. Oktober 1492 landete Christoph Kolumbus auf der Suche nach dem Seeweg nach Indien in Amerika, wie wir heute wissen. Das erste Land, das er und seine Männer nach der Überfahrt sahen und dann auch betraten, war eine Insel der Bahamas. Die Einheimischen nannten ihre Insel Guanahani, Kolumbus taufte sie San Salvador. Die Bewohner nannte er „Indianer“, weil er sich ja in Indien wähnte.

Auf welcher Insel Kolumbus tatsächlich landete, ist nicht ganz genau geklärt. Wahrscheinlich war es das heutige San Salvador, aber auch andere Inseln wie Samana Cay wären möglich. Kolumbus nahm die Insel für die spanische Krone in Besitz. Die Spanier*innen siedelten sich allerdings nicht auf San Salvador oder eine der anderen Inseln an. Die Einwohner*innen der Inseln verschleppten die Eindringlinge – nach Hispaniola (heute Haiti und die Dominikanische Republik). Dort mussten diese als Sklav*innen in den Minen schuften. Schon 1520 waren die Einwohner*innen der Bahamas ausgerottet. Die Bahamas blieben unbewohnt.

1629 beanspruchte schließlich der britische König Charles I. die Inseln der Bahamas. Bis die ersten Siedler kamen, dauerte es noch weitere Jahre: 1649 kamen britische Puritaner*innen, die auf den Bermudas verfolgt wurden, auf einer der Inseln an. Sie nannten sie Eleuthera, das ist Griechisch und bedeutet „frei“. Ihre Siedlung mussten sie bald schon wieder aufgeben, denn der Boden war nicht fruchtbar genug. Einige segelten zurück zu den Bermudas, andere siedelten auf New Providence und anderen Inseln.

Zur gleichen Zeit nutzten viele Piraten die Inseln als Versteck und Ausgangspunkt für ihre Überfälle. Viele Schiffe, vor allem der Spanischen, segelten nämlich mit ihrer wertvollen Fracht durch die Meeresstraße zwischen Florida und Kuba. Andere Schiffe liefen im flachen Wasser der Bahamas auf Grund und waren dann leichte Beute. Um die Piraten zu vertreiben, zerstörten spanische und französische Flotten immer wieder Siedlungen wie Charlestown, das inzwischen in Nassau umbenannt worden war.

1717 wurden die Bahamas schließlich von Großbritannien zur Kolonie erhoben. Um der Piraterie endlich Herr zu werden, wurde ein ehemaliger Pirat namens Woodes Rogers zum Gouverneur ernannt. Der kam 1718 in Nassau an und gewährte den Piraten Straffreiheit, wenn sie der Piraterie abschworen. Das war das Ende der Piraterie auf den Bahamas.

Als die Sklaverei 1807 verboten und die Sklav*innen 1834 schließlich in die Freiheit entlassen wurden, brach die Wirtschaft auf den Bahamas zusammen. Viele Plantagenbesitzende verließen die Inseln, manche schenkten ihren ehemaligen Sklaven ihr Land. Ab den 1950er Jahren gewann der Tourismus immer mehr an Bedeutung. Erste politische Parteien wurden gegründet, die sich für die Rechte der Schwarzen einsetzten. 1962 durften Frauen erstmals wählen. Rufe nach Unabhängigkeit wurden lauter. 1964 wurde den Bahamas die innere Selbstverwaltung erlaubt. Bei den ersten Wahlen wurde Roland Symonette zum ersten Premierminister gewählt. 1967 wurde er von Lynden O. Pindling abgelöst, der das Land 1973 in die Unabhängigkeit führte.

Heute haben die Bahmas über 385.000 Einwohner*innen. Davon leben 70 Prozent in der Hauptstadt Nassau und in der zweitgrößten Stadt Freeport. Mit 85 Prozent sind die meisten Menschen afrikanischer Herkunft. Die ersten Schwarzen, die hier ankamen, waren befreite Sklaven von den Bermudas. Etwa zwölf Prozent sind Weiße europäischer Herkunft. Es handelt sich vor allem um Nachkommen der englischen Puritaner*innen.

Auf den Bahamas spricht man Englisch. Englisch ist zwar die Amtssprache, doch viele Einwohner*innen sprechen eine Kreolsprache, das Bahama-Kreol. Die Grundlage ist Englisch, doch die Aussprache ist vom afrikanischen Erbe beeinflusst, ebenso gibt es Wörter, die vom Englischen abweichen. Obwohl die Inselbewohner oft einen starken Akzent haben.

Karibischer Flair

Backpacker Budget für die Bahamas

Backpacking auf den Bahamas ist alles andere als günstig. Ein Bier kostet 4 Euro und ein Fischbraten mit Conch Fritters im Restaurant gibt es ab 10 Euro, Fast-Food wie einen Burger hingegen schon ab 3 Euro. Kocht ihr selbst, kostet euch ein Wochenshop für Lebensmittel wie Nudeln, Gemüse, Hühnchen in einem lokalen Supermarkt wahrscheinlich an die 55 Euro. Das teuerste an den Bahamas sind mit Abstand die Unterkünfte, Hostels gibt es kaum und Hotels starten in der Regel ab 45 bis 50 Euro pro Nacht. Auch der Transport von Insel zu Insel (Boot oder Flug) läppert sich.

Darum empfiehlt sich ein Tagesbudget von 70 bis 100 Euro. Wenn ihr lange im Voraus plant und bucht sowie Glück habt und ein paar Couchsurfing-Angebote findet, könnt ihr wahrscheinlich auch mit 60 Euro pro Tag auskommen.

Ihr könnt fast überall in Nassau, auf Paradise Island, Grand Bahama Island und den meisten großen Out Islands Geld an ATMs abheben. Der bahamaische Dollar wird auf dem gleichen Niveau wie der US-Dollar gehalten und beide werden auf allen Inseln akzeptiert. Hinweis: 1 BSD = 1 USD. Dies ist ein fester Wechselkurs.

Bahamas Fahrradtour

Backpacker Routen auf den Bahamas

Für die allermeisten Besucher*innen ist Nassau, die Hauptstadt der Bahamas, der Startschuss für einen Urlaub im Inselparadies. Nassau liegt auf der Hauptinsel New Providence, die mit Abstand am dichtesten besiedelte Insel der Bahamas. Von dort aus könntet ihr in Tagestouren fast alle anderen Inseln besuchen, das wäre jedoch stressig und würde nur zu kurzen Aufenthalten führen. Besser ist es, sich eine Route durch die Inselgruppen hindurch zurecht zu legen. Nassau kann dafür der Start- und Endpunkt sein (siehe Route 2).

Route 1 verbindet alle beliebten Highlights einer Bahamas-Reise. Natürlich haben alle Inseln ihren Charme und gerade die abgelegenen sind wunderschön. Route 2 versucht den Bekanntesten gerecht zu werden. New Providence, Great Exuma, Long Island und Grand Bahama Island sind die Inseln, die für Backpacker*innen die günstigsten Angebote bieten.

Route 1: Der Bahamas-Klassiker (mindestens 7 Tage)

  • 1 Tag Nassau (New Providence), Tagesauflug nach Paradise Island
  • 2 Tage Great Exuma
  • 2 Tage Long Island/Cape Santa Maria, Ausflug nach Exuma Island (schwimmende Schweine) oder Cat Island/ Rum Cay
  • 2 Tage Nassau (New Providence Island)

Route 2: Bahamas-Intensivurlaub (mindestens 14 Tage)

  • 2 Tag Nassau (New Providence), Tagesausflug nach Paradise Island
  • 3 Tage Eleuthera Island, Ausflug nach Cat Island und Harbour Island
  • 2 Tage Long Island/Cape Santa Maria, Ausflug nach Cat Island/ Rum Cay
  • 2 Tage Great Exuma (schwimmende Schweine)
  • 2 Tage Andros Island
  • 1 Tag Nassau, Ausflug nach Bimini Island
  • 2 Tage Grand Bahma Island (u.a. Elbow Cay und Abaco Islands)

Reisezeiten für die Bahamas

Das subtropische Klima auf den Bahamas macht diese Inseln das ganze Jahr über zu einem lohnenden Reiseziel. Im Sommer von Mai bis Oktober klettern die Temperaturen schnell auf  über 30°C; auch die Wassertemperaturen sind dann angenehm warm. Allerdings fällt in diese Monate auch die Regenzeit, in der es auch heftige Stürme geben kann. Im Winter sind die Temperaturen dank des warmen Golfstroms zum Glück ebenfalls nicht zu kalt. Mitte Dezember bis Mitte April ist die Hauptsaison des Landes.

Backpacker Unterkünfte auf den Bahamas

Günstige Unterkünfte und die Bahamas vertagen sich leider gar nicht. Backpackerunterkünfte, Hostels oder einfache Bambushütten sucht man hier vergebens. Ein paar wenige budgetfreundliche Unterkünfte sind in den letzten Jahren dazu gekommen, leider sind diese fernab der schönen Sandstrände. Um zu wissen, wo auf den Bahamas ihr hinwollt bzw. wo ihr eure Nächte verbringen wollt, hier ein kurzer Überblick, was euch auf welcher Insel erwartet:

New Providence Island: Dies ist die Insel mit der Hauptstadt Nassau, auf der ihr höchstwahrscheinlich mit dem Flug landet. Sie ist durch zwei Brücken mit der weltberühmten Paradise Island verbunden, und mit dem Boot mit anderen kleineren schönen Inseln und Cays wie Discovery Island oder Salt Cay. Dementsprechend würde sich eine erste Übernachtung hier anbieten.

Grand Bahama Island: ganz im Norden des Archipels, weniger als 50 Seemeilen von den USA entfernt, mit der zweitbevölkerungsreichsten Stadt, Freeport, und einem Internationalen Flughafen (Flüge aus den USA und Kanada). Im Vergleich zu New Providence ist es eher ein entspannter und lockerer Ort. Die Infrastruktur rund um die Stadt und den Strand von Lucaya ist sehr gut, und es kommen täglich viele Kreuzfahrtschiffe.

Out Islands: alle anderen Inseln außer den gerade genannten. Es gibt über 700 von ihnen, allerdings nur wenige bewohnte und eine Reihe, die Unterkünfte und Aktivitäten anbieten. Ein paar von ihnen könnt ihr mit den Bahamas-Fähren erreichen. Inlandsflüge sind ebenso verfügbar wie kleine internationale Flüge von Florida aus. Normalerweise haben die Out Islands die beste Natur mit einigen tollen Boutique-Unterkünften und kleinen Resorts. Gute Unterkünfte findet ihr auf Eleuthera Island, Great Exuma und Andros Island. Long Island ist ziemlich teuer, hier haben sich auch viele Prominente niedergelassen.

Hotels, Hostels und Motels

Die Unterkunft auf den Bahamas ist, wie oben bereits erähnt, teuer. Es gibt nur sehr wenige Hostels. Meistens findet ihr nur preiswerte Gästehäuser und günstige Hotels. Ein Bett kostet etwa 25 bis 35 Euro pro Nacht für ein Vier- bis Sechsbettzimmer.

Laut Hostelworld gibt es sogar nur genau ein Hostel auf den Bahamas, und zwar in Nassau:

  • Nassau: ab 30 Euro

Nassau ist auch der Ort, in dem ihr die günstigeren Unterkünfte der ganzen Bahamas finden werdet. Bekannte und beliebte Unterkünfte sind beispielsweise das Beach House Hostel, Humes House und das Da Pink And White Palace. Aber auch dort belaufen sich die Preise schon wieder bei 45 bis 80 Euro pro Person pro Nacht. Die Übernachtungspreise haben unseren Weltenbummler Chris sogar zum Rückzug aus den Bahamas bewogen.

Ein kleines Doppelzimmer in einer günstigen Unterkunft mit eigenem Bad kostet auf den Bahamas etwa 65 Euro. Die Preise für ein günstiges Zwei- oder Drei-Sterne-Hotelzimmer mit eigenem Bad beginnen bei etwa 98 Euro pro Nacht.

Couchsurfing und Airbnb

Es gibt eine Handvoll Airbnb-Unterkünfte auf den Bahamas, wobei die Preise für eine Gemeinschaftsunterkunft (z.B. eine Couch in einem Gemeinschaftsraum) bei 35 Euro pro Nacht beginnen. Für ein privates Zimmer müssen Sie ab 105 Euro pro Nacht rechnen, während ein komplettes Apartment durchschnittlich 145 Euro pro Nacht kostet.

Wer auf den Bahamas Couchsurfing betreiben möchte, muss verdammt früh sein und Glück haben. Es gibt nur eine sehr kleine Couchsurfing-Community auf den Inseln und die Nachfrage ist verdammt hoch.

Zelten

Wildcampen und Strandzelten sind auf den Bahamas nicht erlaubt. Es gibt einige bezahlpflichtige Campingplätze, doch diesen ähneln eher Abenteuer-Ressorts.

Möwen Bahamas

Backpacker Trips & Tipps für die Bahamas

Für die Feierwütigen unter euch: Viele Hotels und sogar Taxifahrer*innen verkaufen Nachtclub-Pässe, mit dem ihr zu einem vergünstigten Preis in die Clubs der Stadtkommt. Dies ist besonders günstig, wenn ihr an einem Wochenende kommt, an dem die Eintrittspreise in den angesagten Clubs 45 Euro betragen können. Auch Alkohol ist auf den Bahamas teuer – ein Kasten importiertes Bier kann um die 40 Euro kosten. Die Ausnahme von dieser Regel ist Rum oder ein lokales Bier (Kalik oder Sands).

Müsst ihr einen Tag in Nassau verbringen – zum Beispiel, weil euer internationaler Flug erst spät am Abend rausgeht – empfiehlt sich ein Daypass in einem der Resorts. Dort könnt ihr für 20 Euro den ganzen Tag die gemütlichen Liegen am Pool und am Strand nutzen. Außerdem gibt es sanitäre Einrichtungen inklusive heißer Dusche.

Fort Fincastle Nassau

Backpacker Highlights für die Bahamas

Euer erstes Highlight wird wahrscheinlich die Hauptstadt der Bahamas sein, Nassau. Sie liegt auf der Insel New Providence. Gegründet wurde Nassau von britischen Siedler*innen als Charlestown. Das war 1656. Seit den 1950er Jahren ist Nassau ein Urlaubsparadies vor allem für Tourist*innen aus den USA. Besonders beliebt ist der Junkanoo Beach. Dies ist der Stadtstrand von Nassau und liegt direkt in Downtown. Hier ist immer viel los. Wirklich idyllisch und abgeschieden, wie auf anderen Inseln der Bahamas, ist der Strand natürlich nicht. Trotzdem lohnt sich ein Besuch.

Hier noch ein Tipp: Lauft den Strand etwas nach Westen entlang, in Richtung des Fish Fry Arawak Cay. Dieser Strandabschnitt scheint vor allem bei den Bahamians sehr beliebt zu sein und es war eine coole Erfahrung, die Einheimischen beim Picknick und beim Sundowner zu sehen.

Einmal in Nassau solltet ihr unbedingt einen Ausflug nach Harbour Island unternehmen. Diese kleine Insel liegt direkt vor Eleuthera. Falls ihr nicht so viel Zeit habt, könnt ihr aber gut auch Harbour Island an einem Tag besuchen. Harbour Island und der rosafarbene Strand „Pink Sands“. Eines der beliebtesten und berühmtesten Fotomotive der Bahamas. Kleine erdbeerförmige Einzeller färben den Sand je nach Lichteinfall mal stärker mal schwächer rosa ein.

Exuma Island

Wie auf einer Perlenschnur aufgezogen liegen die 365 zumeist unbewohnten Cays im türkisblauen Wasser. Zusammen mit den Hauptinseln Great Exuma und Little Exuma sind sie Wunschziel aller Bahamasreisenden. Auf Great Exuma und Little Exuma leben etwa 7.300 Bahamians, wobei die kleinen Inseln in den Cays eher exklusiver Zweitwohnsitz sind für Johnny Depp, David Copperfield und alle Reichen, die es sich leisten können. Definitiv einen Blick wert.

Zu den Bahamas gehört auch eine kleine, von Menschen unbewohnte Koralleninsel, die Big Major Cay heißt. Dort gibt es einen Strand, an dem tatsächlich Schweine schwimmen. Es gibt mehrere Legenden, wieso die Schweine dort leben. Eine besagt, dass Segler die Schweine aussetzten, um sie später zu schlachten. Doch dann kamen sie nie zurück und die Schweine ernährten sich von Lebensmitteln, die vorbeifahrende Schiffe ins Wasser warfen. Um dorthin zu kommen, mussten sie schwimmen. Oder die Schweine waren Überlebende eines Schiffsuntergangs. Vielleicht wurden sie aber auch ausgesetzt, um Touristen anzulocken. Das jedenfalls hat geklappt, die Schweine sind heute eine Attraktion. Sie werden von Einheimischen und Tourist*innengefüttert und die Insel wird auch „Schweinestrand“ genannt.

Staniel Cay, schwimmende Schweine

Noch ein Highlight: Cat Island. Vielfach wird sie als die romantischste Insel der Bahamas bezeichnet. Der Tourismus steckt hier noch in den Kinderschuhen. Die Menschen begegnen jedem Fremden mit einer ansteckenden Freundlichkeit. Spaziergänge auf kreideweißem, pudrigem Sand auf einer kleinen einsamen Insel gehören zum täglichen Erlebnis. Erholung pur! VAuf Cat Island befindet sich der höchste Berg der Bahamas – der Mount Alvernia mit stolzen 63 Metern Höhe.

Die Grand Bahama Insel befindet sich in der nordöstlichen Region der Inselkette. Diese Insel ist auch ein Naturparadies, denn Grand Bahama ist die Heimat von 18 Vogelarten, die es nur auf den Bahamas gibt. Darüber hinaus können Besucher*innen den Petersen Cay National Park erkunden oder tauchen und das riesige Unterwasser-Höhlensystem erforschen. Für Geschichtsinteressierte sind Touren durch einige der alten Siedlungen, wie Pinder’s Point oder William’s Town, die idealen Aktivitäten.

Schiffswrack Paradies-Insel

Dann gibt es noch Bimini. Dies besteht aus drei Inseln: Nord-Bimini, Süd-Bimini und Ost-Bimini. Bimini gilt als die Fischereihauptstadt der Bahamas und Großwildfischen ist eine regelmäßige Aktivität in den Gewässern von Bimini. Da Bimini ganz in der Nähe von Florida liegt, reisen viele Amerikaner*innen auf die Inseln, um zu angeln, und viele Tourist*innen gehen auch tauchen und schnorcheln. Faszinierend ist auch, dass Bimini viele Schiffswracks beherbergt, was die Gegend zu einem faszinierenden Ort macht, um Unterwasser-Schiffswracks zu erforschen. Eines der bekanntesten Schiffswracks ist die SS Sapona, die 1926 gesunken ist.

Wer es etwas ruhiger will, besucht Andros Island. Sie  ist die größte Insel der Bahamas. Sie verfügt über ein riesiges Barriereriff, das 190 Meilen lang ist und mehr als 6.000 Fuß unter den Ozean reicht. Dies führt dazu, dass im Riff viele Korallen wachsen, was eine blühende Fischpopulation begünstigt. Übrigens ist Andros als die Bonefishing-Hauptstadt der Welt bekannt. Gepaart mit abgelegenen Stränden ist dieses Reiseziel eine beliebte Wahl für diejenigen, die einen ruhigen Urlaub mit Touren durch die natürlichen Meereslebensräume schätzen.

Musha Cay Bahamas

Backpackergeheimtipps für die Bahamas

Dean’s Blue Hole ist vielleicht nicht mehr das gut gehütete Geheimnis, das es einmal war, aber vielleicht habt ihr Glück und könnt euch ungestört an dieser unglaublichen geologischen Formation aufhalten. Umgeben von einem natürlichen Amphitheater aus Stein, ist dieses atemberaubende blaue Loch eines der tiefsten der Welt und erreicht eine schwindelerregende Tiefe von über 200 Metern. Der Anblick des Sandes, der über die Ränder in die Tiefe rieselt, ist faszinierend. Nicht weit von Dean’s Blue Hole befindet sich die riesige Hamilton’s Cave. Als eine der größten Höhlen auf den Bahamas ist sie gefüllt mit beeindruckenden Felsformationen, die von Himmelslichtern beleuchtet werden. Die Gänge sind weitläufig, stellenweise über 50 Fuß breit.

Es gibt nicht viele Orte auf der Welt, an denen man die Aussicht auf zwei verschiedene Ozeane genießen kann, aber die südlichste Spitze von Eleuthera ist einer davon. Die Wanderung auf die Klippen zum alten Leuchtturm ist nichts für schwache Nerven, aber sie lohnt sich auf jeden Fall. Oben angekommen werdet ihr mit einer spektakulären Aussicht belohnt: Auf der einen Seite des Strandes trefft ihr auf die karibischen Gewässer des Exuma Sound, auf der anderen auf den Atlantik. Versteckt hinter Dünen und Kalksteinklippen ist der Strand selbst auf dem Landweg nur schwer zugänglich, so dass ihr seine versteckten Höhlen und Schnorchelplätze ungestört erkunden könnt.

Leuchtturm Bahamas

Am nördlichen Ende von Eleuthera befindet sich ein weiteres Juwel. Nicht weit von der berühmten Glasfensterbrücke entfernt befinden sich die Queen’s Baths. Diese Ansammlung von warmen Pools wurde vom stürmischen Atlantik in die Felsen gemeißelt, und wenn die Flut sinkt, wird das Wasser von der Sonne aufgeheizt, so dass die Natur ihre ganz eigenen heißen Bäder schafft. Genießt ein Bad in diesen Gezeitenpools oder beobachtet die Fülle an Muscheln und Meereslebewesen, die bei Flut angeschwemmt werden.

Noch ein Tipp: Die Inselkette der Exumas besteht aus 365 Cays, und mit einem eigenen Superyacht könnt ihr diese in aller Ruhe erkunden und euren eigenen bahamaischen „Geheimplatz“ finden. Erlebt euren inneren Robinson Crusoe und begebt euch auf eine einsame tropische Insel, auf der die Zivilisation nur eine ferne Erinnerung ist. Ein Beispiel für eine dieser unbewohnten Inseln ist Shroud Cay, die dank des 30-jährigen Schutzes innerhalb des dortigen Nationalparks eine reiche Tierwelt beherbergt, und bei einer Fahrt durch den Mangrovenwald könnt ihr eine Vielzahl von Meeresbewohnern und Vögeln beobachten.

Leguan Bahamas

Great Inagua Island ist die südlichste Insel der Bahamas und beherbergt nicht nur einen, sondern gleich drei Nationalparks. Sie ist ein Paradies für Vogelbeobachter*innen, mit über 80.000 westindischen Flamingos auf der Insel, zusammen mit über 140 Arten von einheimischen und Zugvögeln, darunter der Bahama-Papagei, Enten, Pelikane und Kolibris. Mit einem großen Fokus auf Ökotourismus, sowohl hier als auch auf ihrer Schwesterinsel Little Inagua (die ein gefährdetes Meeresschildkrötenhabitat ist), werden Besucher*innen mit einigen wirklich denkwürdigen Wildtierbegegnungen verwöhnt.

Eines der bestgehüteten Geheimnisse der Bahamas, Rum Cay, bietet den perfekten Hauch von karibischer Einsamkeit. Die 30 Quadratmeilen große Insel – einen 20-minütigen Flug von San Salvador entfernt – hat eine saisonale Bevölkerung von nur 300 Menschen. Und das bedeutet, dass ihr viele der Strände der Insel für euch allein haben werdet (Flamingo Beach, eine sandige, rosafarbene Bucht auf der Westseite, ist ein wahres Paradies.) Dennoch ist es das Tauchen, das die meisten Besucher*innen nach Rum Cay lockt: Die Insel beherbergt einige wirklich beeindruckende Tauchplätze, darunter die HMS Conqueror. Die HMS Conqueror war ein britisches Marineschiff, das 1861 in einer Wassertiefe von etwa 30 Fuß gesunken ist.

Essen Bahamas

Essen & Trinken auf den Bahamas

Die bahamesische Küche schmeichelt der Nase, kokettiert mit exotisch farbenfrohen Einflüssen aus der wechselhaften Landesgeschichte und verheißt einfach Genuss pur. Es ist immer eine Prise Sonne in den Töpfen, und das schmeckt man. Da Meeresfrüchte für die Bahamians praktisch Grundnahrungsmittel sind, ist deswegen auch das Nationalgericht der Inseln eine ganz besonders beliebte Delikatesse: Conch, eine rosafarbene Meeresschnecke, deren weißes, festes Fleisch entweder roh mit Zitronensaft und Salz, als Beilage zu Suppen oder in exotischen Salaten genossen wird.

Als „Conch Fritters“ werden sie frittiert verkauft; herausgebacken nennt man sie „Cracked Conch“. Auf den Karten der lokalen Restaurants und Imbisse ganz weit oben stehen auch zwei bunte Karibikschönheiten. Der „Yellow Tail“ sowie der „Triggerfisch“ werden zusammen mit Zwiebeln, Tomaten und verschiedenen Gewürzen zu einem unbeschreiblichen Gaumenschmaus.

Zu den verführerischen Süßspeisen gehören „Guava Duff“, eine Art süße Zimtschnecke nach englischem Rezept, „Jonny Cake“, ein mit Butter überzogenes Maisbrot, leckere Kokosnuss-Rum-Puddings und erfrischende Limonenkuchen.

Euren Durst könnt ihr mit leckeren frisch gepressten Säften aus Papaya, Ananas, Mangos und vielen weiteren tropischen Früchten stillen. Zum Essen empfiehlt sich der aus lokalen Limonen gepresste „Switcher“, von dem man sagt, er sei das beste Zitrusgetränk überhaupt. Ebenfalls sehr gesund und erfrischend ist das Wasser der Kokosnuss. Nicht zu verwechseln mit der Milch der Kokosnuss, die mit einem guten Schuss Rum und normaler Milch gemischt wird.

Auch Bierliebhaber*innen kommen auf ihre Kosten: Von der Commonwealth Brauerei in Nassau werden vier Sorten von „Kalik“, dem lokalen Gerstensaft gebraut. Und der Rum – der darf in der Karibik ebenso nicht fehlen. Obwohl er eigentlich aus Kuba und Jamaica stammt, wurde er auf den Inseln der Bahamas zum alkoholischen Nationalgetränk.

Bahamas Luftblick

Backpacker Visa und Impfungen für die Bahamas

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und den touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum. Gemäß Einreisebestimmungen des Auswärtigen Amtes ist eine Einreise mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen

Reisedokumente müssen mindestens sechs Monate über das Ende der Reise hinaus gültig sein.

Medizinische Hinweise & Impfungen r die Bahamas

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen für die Bahamas vorgeschrieben. Generell sollten alle Standardimpfungen gemäß des Impfkalenders des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand sein. Eine Impfung gegen die Krankheiten Tetanus, Hepatitis A und Diphtherie – bei einem Aufenthalt von mehr als vier Wochen auch gegen Hepatitis B – wird empfohlen.

Auch das gefürchtete Denguefieber kann auf den Bahamas auftreten. Gegen diese Erkrankung, welche von tagaktiven Mücken übertragen wird, gibt es jedoch keine Schutzimpfung – man sollte sich mit entsprechenden Mückensprays und langer Kleidung schützen.