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Backpacking in Kanada

Im Jahre 2017 wird Kanada seinen 150. Geburtstag als eigenständige Nation feiern oder gefeiert haben. Aber nicht nur das ist ein Grund Kanada zu besuchen. Auch schon bevor die groß angelegten Feierlichkeiten beginnen, lohnt es Kanada zu erkunden. Nehmt euch allerdings Zeit dafür, denn ihr tretet ein in das flächenmäßig zweitgrößte Land der Erde. Es erwarten euch nicht nur viele kulturellen Highlights in den Städten von Osten nach Westen und von Norden nach Süden, sondern auch eine immense geografische Vielfalt.

Von Banff bis nach Baffin Island, von Tofino nach Toronto dehnt sich das Land aus. Gerade einmal 33 Millionen Einwohner verteilen sind in den unendlichen Weiten Kanadas. Die meisten davon auch noch in den Großstädten Montreal, Calgary, Halifax, Toronto oder Winnipeg. Der Rest ist Wildnis pur, in der ihr euren Adrenalinspiegel bei Trekkingtouren durch teilweise unbewohntes Gebiet in die Höhe jagen könnt.

Backpacking in Kanada - Panorama

Backpacking in Kanada – Panorama

Oder glaubt ihr nicht, dass ihr beim Anblick eines frei in der Wildnis jagenden Grizzlys oder Eisbären nach oben schnellt? Ihr begegnet einem freundlichen Volk, das für seine Gastfreundschaft und seine abwechslungsreiche Küche bekannt ist. Von Osten nach Westen durchquert ihr 5.500 km oft unberührte Naturlandschaft. Startet am Atlantischen Ozean und beendet euren Trip am Yukon River, an dem einst Tausende Glücksritter auf der Suche nach Gold im sogenannten Goldrausch ihr Leben ließen.

Ihr trefft auf bizarre felsige Küstenformationen, smaragdgrüne einsame Bergseen, unendliche Urwälder, riesige Bergrücken, weite Prärien und Multikulti-Städte bei eurem Trip durch das Land. Kanada ist wegen seiner Größe in von Küste zu Küste von sechs verschiedenen Zeitzonen unterteilt. Ihr müsst also ständig die Uhr umstellen, wenn ihr von einer in die andere wechselt.

  • GMT-8 Pazifik Zeit (Yukon, British Columbia)
  • GMT-7 Mountain Zeit (Alberta, NorthwestTerritories, Nunavut)
  • GMT-6 Zetral Kanada Zeit (Saskatchewan, Manitoba, Ontario)
  • GMT-5 Ost Zeit (Ontario, Quebec)
  • GMT-4 Atlantik Zeit (Nova Scotia, New Brunswick, Prince Edward Island)
  • GMT-3.5 Newfundland Zeit

Nehmt die volle Trekkingausrüstung mit, denn ihr werdet diese beim Durchqueren der 37 kanadischen Nationalparks brauchen. 15 weitere Nationalparks sind übrigens derzeit in Planung. Zu den Abenteuer Highlights gehört ein Besuch von Cape Breton Island, der Interlake Area, dem Jasper National Park und den mächtigen Niagara Wasserfällen.

Backpacking in Kanada - Moraine lake

Backpacking in Kanada – Moraine lake

Erkundet die Hauptstadt Ottawa mit ihren vielen Museen und dem By Ward Market. Genießt den Aufenthalt in dem ältesten Stadtpark Kanadas in Halifax. Mischt euch unter das einheimische und internationale Publikum bei den vielen Straßenshows und Night-Events in Kanadas In-Metropole Montreal oder fahrt Ski und besucht den Strand in und um Vancouver an einem Tag. Das Reisen als Backpacker in Kanada ist zwar nicht gerade preiswert, aber wer alle Möglichkeiten ausnutzt, kommt recht preiswert durch das Land. Das Angebot an Fortbewegungsmitteln lässt für jedes Budget einen großen Spielraum. Das heißt, ihr könnt den Finger am Highway raushalten, oder einen Inlandsflug buchen.

Was für die Fortbewegung in Kanada gilt, gilt auch gleichzeitig für die Übernachtungsmöglichkeiten. Wer gratis wild campen will, kann das zwar nicht überall. Doch, wenn ihr euch durch die Büsche schlägt, ist das schon möglich. Besser aber ihr bleibt auf den dafür vorgesehenen Campingplätzen. Ihr könnt privat bei Familien Bed and Breakfast nutzen oder in preiswerte Hostels und Hotels übernachten. Reicht das Budget, dann natürlich auch in erstklassigen First Class Schuppen oder in exklusiven Resorts.

Tradition und Kultur in Kanada

Die kanadische Kultur ist vor allem durch die französische und die englische Kultur stark beeinflusst. Beide Sprachen sind auch die offiziellen Landessprachen. Dazu kamen im Laufe der Jahre viele Einwanderer auch aus asiatischen Ländern ins Land. Einen großen Einfluss auf die Kanadier hat ferner die benachbarte amerikanische Kultur. Die amerikanische Eishockey Liga besteht aus Clubs beider Länder. Nicht zu vergessen sind ferner die immer noch stark vertretende indigene Bevölkerungsgruppe mit ihren mehr als 1,4 Millionen Bewohnern.

Immerhin sind von der kanadischen Regierung 600 sogenannte First Nationsgovernments oder auch bands anerkannt. Alle verfügen über eine eigene Sprache, Kultur und Musik. Dazu gehören unter anderem auch die Dene, die Cree, die Blackfoot sowie die Atikamekw. Ihr lernt Städte kennen, die laut dem Mercer’s Quality of Life Survey Index zu den lebenswertesten der Welt gehören. Ihr könnt euch in den Städten und auf dem Land durch die verschiedenen regionalen Küchen futtern. Im Land gibts mehr Fleisch und Gemüse, an den Küsten viel Fisch und Meeresgetier. Probiert in Restaurants oder bei einer Einladung Gerichte wie Montreal Style geräuchertes Fleisch, Maplesyrup, Poutine, Nanaimo bar oder Peameal Schinken.

Backpacking in Kanada - Toronto

Backpacking in Kanada – Toronto

Backpacker Routen in Kanada

Backpacker Routen für Kanada könnt ihr euch ganz nach euren Vorlieben zurechtlegen. Der eine mag es abenteuerlich und will die Nationalparks alle durchmachen. Der andere zieht die Kultur vor und wieder andere wollen beides. Ihr solltet bei eurer Planung auch mit berücksichtigen, ob ihr im Sommer oder im Winter das Land besuchen möchtet.

Wie immer ist es bei der Planung eines Roadtrips oder einer Backpacker Route durch ein Land, so entscheidet vor allem wie viel Zeit und Budget euch bei eurem Kanada Trip zur Verfügung steht. Jetzt aber ein paar Vorschläge für ein paar Backpacker Reiseziele in Kanada, die ihr euch zu einer Gesamtroute zusammenbauen könnt oder einzeln anreisen könnt.

Bitte vergesst nicht, dass ihr mehr Zeit einplanen müsst, wenn ihr in die Berge wollt. Um Montreal herum bietet es sich auch an Montreal als Basis zu benutzen und dann immer wieder Tages- oder Mehrtagestrips zu unternehmen.

Route 1: Der Klassiker (15-20 Tage)

Man kann auch Trampen

Man kann auch Trampen

  • 1 Tag Big Muddy Valley
  • 2 Tage Canadian Badlands
  • 1 Tag Cape Breton
  • 1 Tag Fogo Island
  • 3 Tage von Jasper nach Banff über den Icefields Parkway
  • 1 Tag Georgian Bay
  • 2 Tage Gros Morne National Park
  • 3 Tage Kultur und Nachtleben in Montreal
  • 1 Tag Prince Edward Island
  • 2 Tage Kultur und Nachtleben in Vancouver
  • 1 Tag Dinosaur Provincial Park
  • 1 Tag Nahanni National Park Reserve
  • 1 Tag Niagara Falls

Route 2: All orNothing (32-42 Tage)

  • 1 Tag BigMuddyValley
  • 2 Tage CanadianBadlands
  • 1 Tag Cape Breton
  • 1 Tag Fogo Island
  • 3 Tage von Jasper nach Banff über den Icefields Parkway
  • 1 Tag GeorgianBay
  • 1 Tag Niagara Falls
  • 2 Tage Gros Morne National Park
  • 3 Tage Kultur und Nachtleben in Montreal
  • 1 Tag Prince Edward Island
  • 2 Tage Kultur und Nachtleben in Vancouver
  • 1 Tag Dinosaur Provincial Park
  • 1 Tag Nahanni National Park Reserve
  • 1 Tag Charlevoix
  • 1 Tag Cape Breton
  • 1 Tag The Discovery Islands
  • 3 Tage Eastern Townships
  • 2 Tage Churchill
  • 1 Tag Bay of Fundy
  • 1 Tag L’Anseaux Meadows
  • 1 Tag Lake Winnipeg
  • 3 Tage Laurentian Mountains
  • 1 Tag Prince Edward Island
  • 1 Tag Agawa Canyon
  • 1 Tag Yellowknife and Great Slave Lake
  • 2 Tage Ward’s and Algonquin Islands
  • 2 Tage Toronto
  • 2 Tage Quebec City

So eine Teilroute könnte wie folgt aussehen:
Über den Highway 401 nach Toronto, Rast in Ottawa, dann weiter zu den Niagara Wasserfällen. Über den Highway 11 zum Nationalpark Algonquin dann über die Thunder Bay nach Winnipeg und weiter nach Edmonton zum Jasper Nationalpark, dem Lake Louise und nach Banff.

Reisezeiten in Kanada

Wie ihr euch bei diesen Dimensionen, die das Land aufzuweisen hat, unschwer vorstellen könnt, ist es nicht einfach einen kurzen Gesamtüberblick über die klimatischen Verhältnisse in Kanada zu geben. Im Grunde ist Sommer, wenn in Europa Sommer ist. Auch in Kanada gilt die Regel: je weiter im Norden, desto mehr brrrrrrrrrrrr. Ab dem fünfzigsten Breitengrad im Osten und dem fünfundfünfzigsten im Osten wird es angenehmer.

Na ja. Sagen wir es geht. Es gibt kein ewiges Eis mehr, soll das bedeuten. In der Pazifikregion ist es eher mild im Winter. Die Sommer sind aber eher frisch. Regnen tut es das ganze Jahr hindurch. Im Landesinneren ab einer Höhe von 700 m kann es im Winter bis zu 30 Grad unter Null werden. Extrem sind ist das Klima des mittleren Westens. Von -35 °C bis +35 °C ist alles drin.

Im Osten Kanadas ist das Klima ziemlich variantenreich. Der Atlantik übt mit seinem gemäßigten Wetterströmngen einen entscheidenden Anteil an dem recht milden Klima im Osten aus. Die Großen Seen tun ihrerseits ihren Teil dazu bei. Längere Trockenzeiten und Feuchtperioden können eigentlich immer auftreten.

Backpacker Budget in Kanada

Was kostet mich das?

Was kostet mich das?

So preiswert wie in einigen südostasiatischen oder südamerikanischen Ländern könnt ihr in Kanada nicht reisen. Aber es geht durchaus günstig, wenn ihr die Offerten der einzelnen Verkehrsunternehmen im Auge behaltet. Eins muss euch allerdings klar sein. Bedingt durch die gigantischen Entfernungen gelangt ihr zwar auf den Kilometer umgerechnet recht billig von einem Ort an den anderen. Aber ihr müsst nun einmal viele Kilometer zu Lande, zu Wasser oder in der Luft zurücklegen und das summiert sich. Laut dem Nordamerika Backpacker Index gehört Kanada zu den preiswerten Ländern in der Region.

Montreal Budget als Backpacker

  • Hostel: 14 Euro
  • Transport: 4 Euro
  • Essen: 17 Euro
  • Drinks/Entertainment: 5 Euro
  • Attraktionen: 7 Euro
  • Daily Backpacker Index: 47 Euro

Toronto Budget als Backpacker

  • Hostel 14 Euro
  • Transport: 4 Euro
  • Essen: 17 Euro
  • Drinks/Entertainment: 9,5 Euro
  • Attractions: 12 Euro
  • Daily Backpacker Index: 53 Euro

Buspreise und Inlandsflugpreise in Kanada

Am schnellsten überbrückt ihr die riesigen Distanzen mit einem Inlandsflug. Das ist preiswerter als ihr annehmt. Ein Flug von Montreal nach Winnipeg hin und zurück mit der kanadischen Billigairline Westjet kostet ausserhalb der Saison 288 Euro. Mit der bekanntesten kanadischen Buslinie Greyhound Canada zahlt ihr für die gleiche Strecke oneway um die 150 Euro.

Also vorher checken und vergleichen. Das Preisbeispiel wurde in der Nebensaison ausgewählt. Schaut euch auch einmal an, was Air Canada zu bieten hat. Der Vorteil bei einer Busreise ist allerdings, dass ihr bei einer geschickten Zeiteinteilung eine Übernachtung sparen könnt. Schaut euch auch bei den Buslinien Coach Canada und Megabus nach Angeboten und den Preisen um.

Air Trampen in den arktischen Seeregionen

Ihr könnt sogar Piloten anhauen, die mit Wasserflugzeugen in den Seen landen. Erwartet die Jungs in einschlägigen Kneipen, beim lokalen Wetterdienst, an den Servicestationen oder dort wo sie mit ihren Passagieren an Land gehen. Oft ist der Transport gratis.

Auto mieten in Kanada

Eine günstige Option ist das Mieten eines Autos. Mit etwas Suche findet ihr einen Leihwagen, der euch für 22 Tage 1000 Euro kostet. Wenn ihr euch die Bus- und die Flugpreise für nur einen Transport anschaut ist das geschenkt. Haltet bei den Anbietern nach Offerten Ausschau und mietet einen kleinen Wagen, dann gehts noch billiger.

Trampen in Kanada

In Kanada ist das Trampen wohl die aller preiswerteste Fortbewegungsart. Schaut euch auf den Parkplätzen um wo die großen Trucks stehen. Dort findet ihr sicher einen Trucker, der euch mitnimmt.

Backpacking Kanada

Backpacking Kanada

Bahn fahren in Kanada

Bahn fahren gilt als wenig attraktiv in Kanada, weil es relativ teuer ist. Basis ist eine falsche Verkehrspolitik der Regierung. Warum sind die Busse billiger? Weil ein fette Lobby Druck auf die zuständigen Behörden ausübt.

Zu euren Kosten gehören auch die Trinkgelder. Ihr sollet schon 10 bis 15 % der Rechnung dazulegen, damit ihr von keinen bösen Gesichtern verabschiedet werdet.

Backpacker Unterkünfte in Kanada

Kanada könnt ihr je nach Budget unter den verschiedensten Unterkünften auswählen. Die modernen und exklusiven 5 und 6 Sterne Hotels in den Großstädten gibt es ebenso wie super luxuriöse Berg Resort an traumhaften Seen. Mit einem kleinen Budget könnt ihr euch nach einem Hostel umschauen. Diese gibt es überall im Land. Laut Hostelworld kosten die Betten im Schnitt pro Nacht und Kopf in

Backpacker_Bett_15

Couchsurfing, Hostels und Co.

  • Toronto 23 Euro
  • Montreal 23 Euro
  • Vancouver 25 Euro
  • Quebec 16 Euro
  • Banff 24 Euro
  • Ottawa 24 Euro
  • Calgary 25 Euro
  • Whistler 25 Euro
  • Niagarafälle 21 Euro

Ein Doppelzimmer auch das Doppelte. Es lohnt sich daher nach kleinen preiswerten Hotels zu suchen oder in Bed and Breakfast unterzukommen. Vor allem, wenn ihr zu zweit reist, kann das durchaus seinen Sinn haben. Zumal der Guide mit den heißen Tipps auch gleich noch mit integriert ist. Motels sind eine andere Alternative, aber wegen ihrer billigen Ausstattung im unteren Preissegment nicht gerade immer der Hit. 30 bis 50 Euro kostet ein Zimmer schon in einem Motel. Bed and Breakfast Zimmer für zwei findet ihr zwischen 35 und über 100 Euro. Schaut euch mal auf folgenden kanadischen Webseiten nach guten Deals um:

In den Sommermonaten könnt ihr sogar in verschiedenen Universitäten übernachten. Dazu müsst ihr nach „residence“ oder „rez“ Rooms an den Unis suchen.

Camping in Kanada

Camping in Kanada ist Volkssport. Campingplätze mit einer Top-Ausstattung oder aber auch nur dem Basic Equipment findet sich im ganzen Land. Teilweise an den besten Plätzen. In den Eintrittspreisen zu den Nationalparks könnt ihr die Übernachtung gleich mitbezahlen. Die Campingplätze in den Nationalparks sind durchweg in staatlicher Hand. Es gibt allerdings auch eine Menge privater Campingplatzbetreiber

Hier könnt ihr euch einmal anschauen wie die Eintrittspreise für Erwachsene, Jugendliche, Kinder, Gruppen, Studenten etc in den Parks sind. Dazu auch gleich die Campingpreise. Sucht ihr nach Campingplätzen in Kanada, dann schaut euch auf der Seite von camping-canada.com oder hier um.

Backpacker Trips, Tipps und Highlights in Kanada

Kanada hat so viel an sehenswerten Spots zu bieten, dass ihr euch eine Menge Zeit nehmen solltet. Aber wie schon unter dem Punkte Backpacker Routen erwähnt, könnt ihr euch gewissen Zonen intensiver anschauen. Nur wenn ihr über ein fettes Budget verfügt, ist es möglich in kürzester Zeit die besten Kanada Highlights zu besuchen. Klar, dass ihr ein para Tage in den Multikulti Metropolen Ottawa, Montreal, Vancouver oder Hallifax verbringen solltet.

Dort lernt ihr das Nachtleben, die facettenreiche Küche und den urbanen kanadischen Lifestyle am besten kennen. Erlebt Charlottetown auf Prince Edward Island oder schlendert durch die jahrhunderte alten engen Gassen in Quebec. Die wilde unberührte kanadische Natur erwartet euch nicht nur auf Fogo Island in Neufundland, sondern auch im Big Muddy Valley oder den Canadian Badlands.

Backpacking in Kanada

Backpacking in Kanada

Stattet Cape Breton und reist die Route von Jasper nach Banff und dem Icefields Parkway ab. Lohnenswert sind ferner Abstecher in die Georgian Bay und den Gros Morne National Park. Einem urigen dörflichen Charm begegnet ihr in St. Andrews By-the-Sea. Oder ihr schaut euch mal im kanadischen Museum für Human Rights in Winnipeg Manitoba um. Zur Cave and Basin National Historic Site solltet ihr unbedingt, denn der sternenklare Nachthimmel über den Rocky Montains wird euch von den Socken hauen.

Nicht umsonst hat sich dort auch die Royal Astronomical Society of Alberta mit einer Sternenwarte niedergelassen. Die bizarren Nordlichter gibt es bei Weitem nicht nur in Schweden und Norwegen zu sehen. Die kanadischen Northwest Territories gelten als die Nordlicht Kapitale der Welt. Am besten seht ihr die Lichter im Nahanni National Park, in dem ihr auch ein ziemlich facettenreiches Outdoor Vergnügen mit Trekken, Paddeln, Reiten etc. geniessen könnt. Ohne einen Besuch der Niagara-Fälle iste in Kanada Besuch nicht komplett.

Backpacker Trips & Tipps in Kanada

Kanada hat so viel an sehenswerten Spots zu bieten, dass ihr euch eine Menge Zeit nehmen solltet. Aber wie schon unter dem Punkt Backpacker Routen erwähnt, könnt ihr euch gewissen Zonen intensiver anschauen. Nur wenn ihr über ein fettes Budget verfügt, ist es möglich in kürzester Zeit die besten Kanada Highlights zu besuchen. Klar, dass ihr ein paar Tage in den Multikulti-Metropolen Ottawa, Montreal, Vancouver oder Hallifax verbringen solltet. Dort lernt ihr das Nachtleben, die facettenreiche Küche und den urbanen kanadischen Lifestyle am besten kennen. Erlebt Charlottetown auf Prince Edward Island oder schlendert durch die Jahrhunderte alten engen Gassen in Quebec. Die wilde unberührte kanadische Natur erwartet euch nicht nur auf Fogo Island in Neufundland, sondern auch im Big Muddy Valley oder den Canadian Badlands. Stattet Cape Breton und reist die Route von Jasper nach Banff und dem Icefields Parkway ab.

Kanada Backpacker

Kanada Backpacker

Backpacker Highlights in Kanada

Kanada hat einen ganz besonderen Reiz im Herbst. Im sogenannten Canada Autum taucht das Land in eine kunterbunte natürliche Farbenpracht. Des Weiteren müsst ihr die vielseitige kanadische Küche in den Städten und vor allem auch in den kleinen Dörfern auf dem Land probieren. Berühmt ist das Montreal Jazz Festival, in dem in jedem Jahr die Größen aus der Szene auftreten. Kanada und wilde Bären. Das gehört zusammen. Wo ihr die sehen könnt? Das Orford River Valley in British Columbia ist wohl einer der besten Spots, um den riesigen Grizzlys beim Fischen nach Lachsen zuzuschauen. Solltet ihr im Juli in Kanada sein, dann ab zur Calgary Stampede. Das Volksfest zieht jedes Jahr knapp eine Million Besucher an. Natürlich müsst ihr auch den weltberühmten kanadischen Ahornsirup einmal probieren. Am besten genießt ihr die Rockies mit einer Zugfahrt in dem Rocky Mountaineer, der euch einmal quer durch die Mountains bringt. Eisbären live erwarten euch auch in Churchill, Manitoba.

Backpacker Geheimtipps in Kanada

Entdeckt den südlichsten Punkt Kanadas, Pelee Island, im Pelee Nationalpark, wo auch zur rechten Jahreszeit die Monarch Schmetterlinge ihre Wanderung starten. Echte Goldgräber Stimmung kommt bei einem Besuch in Dawson City auf. Kiten, Surfen und Beachen könnt ihr super auf der Insel Îles de la Madeleine (Magdalen Islands im Gulfof Saint Lawrence. Ganz urig und wild geht es auf den Haida Gwaiiislands zu, wo die Indigenen leben. Neben den beiden Hauptinseln Grahamund Moresby könnt ihr noch weitere kaum besuchte 150 Eilande erkunden. Trekking-Fans, die nach einer echten Herausforderung suchen, sind in den Alberta Badlands richtig. Dort in der Nähe findet sich auch der zum UNESCO Weltnaturerbe gehörende Dinosaur National Park.

Zwischen Halifax und Cape Breton dehnen sich die unendlichen Weiten des Antigonish County in Neuschottland aus. Auch ein Top-Spot für Outdoor Fans, die möglichst wenig Leuten begegnen wollen. Ein weniger anstrengendes Abenteuer, aber ein aufregendes, ist die Zugfahrt vom Pazifik zu den Großen Seen mit dem VIA Rail Trans-Canada. Unternehmt einen “Flug” über Rockies mit dem längsten Liftsystem der Welt, dem Whistler Blackcomb – PEAK 2 PEAK Alpine Experience.

Auf Turtle Island könnt ihr hautnah die indigene Kultur bei traditionellen Festen erleben. Ein unvergessliches Erlebnis ist der 1 393 km lange Trip von Whitehorse nach Tuktoyaktuk im arktischen Polarkreis, der über eine 2 Meter dicke Eisschicht führt. Keine Bange! Tauen tut es dort nicht. Ebenfalls ganz weit im Norden liegt Nunavut, wo die Eskimos (Inuit) wohnen und ihr die Polarbären, Narwale, Belugawale und vieles mehr beobachten könnt.

Essen & Trinken in Kanada

Essen und Trinken

Essen und Trinken

Die kanadische Küche ist bedingt durch ihre französische, angelsächsische und indigene Grundlage äußerst facettenreich. Ihr genießt echte Feinschmeckerspezialitäten, und müsst dazu nicht einmal in ein First Class Restaurant gehen. Bekannt ist die Cuisine auch durch maplesyrup, nanaimobars, buttertarts und beavertails. Jetzt muss allerdings die kanadisch-englische Küche, die der us-amerikanischen ziemlich ähnlich ist, von der französisch-internationalen Küche des Landes, die weitaus facettenreicher ist, unterschieden werden.

Montreal, das frankophon ist, ist das Küchen-Mekka des Landes. Aber nicht nur dort trefft ihr auf Spezialitäten wie tourtière, ein Fleischgericht, das aus dem 16. Jahrhundert stammt. Ihr könnt ferner ein cipaille, das ist ein Fleisch-Gemüse-Auflauf probieren oder ihr haut euch mal ein Schweinshaxen Ragout – ragoût de pattes – rein.

Probiert mal, Lachs oder Blaubeeren, die noch aus der wilden Natur Kanadas stammen oder versucht den kanadischen Wildreis, der ja kein Reis, sondern der Samen des wild wachsenden Wassergrases ist. Die indigene Küche überrascht mit leckeren Rezepten wie der Three-Sisters-Soup, die aus Kürbis, Bohnen und Mais besteht. Aber auch die leckeren Saskatoon Beeren und die exotischen Farnsprösslinge (Fiddleheads) stammen aus der Indianerküche.

Im Laufe der Jahrhunderte strömten zu dem viele Einwanderer aus China ins Land, die natürlich ihre eigene chinesische Küche nicht vergessen haben. Eine große ukrainische Gemeinde hat in Montreal ihre alte Küchentradition bewahrt. Sushi könnt ihr ebenso an jeder Ecke fiinden, wie Roti, Jerk, Pizza und Pasta, mexikanische Tacos und natürlich auch all die bekannten Leckereien aus den internationalen Fast Foodketten wie: McDonalds, Burger King, Pizza Hut etc. Die bekanntesten Restaurantketten in Kanada sind unter anderem Boston Pizza, EastSide Marios, Harvey’s, JugoJuice, TheKeg, Kelsey’s, Lick’s Homeburgers & IceCream oder auch mmmuffins.

Trinken in Kanada

Ihr solltet wissen, dass ihr in den Bundesstaaten Alberta, Manitoba and Quebec ab 18 an Alkohol kommt, in allen anderen aber erst ab 19 Jahren. Bier gibts in Massen. Qualität – na ja. Man kann es trinken. Wein wird im Land in der Niagara Region in Ontario und in Okanagan in British Columbia angebaut. Eine Spezialität in Kanada ist der Eiswein. Der ist sogar noch süßer als der deutsche Eiswein. Ansonsten gibt es wie in den USA die gängigen Sodas plus einige lokale Marken.

Backpacker Visa und Impfungen in Kanada

Die Einreise nach Kanada ist nicht sonderlich kompliziert, doch ihr solltet alle Dokumente auf dem neusten Stand haben. Laut dem Auswärtigen Amt gelten für die Einreise nach Kanada folgende Regeln für deutsche Staatsangehörige:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja, mit Foto
  • Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster: Ja, mit Foto

WICHTIG: Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisreisedokument.

Visum

Ihr könnt problemlos bis zu sechs Monaten in Kanada ohne Visum bleiben.

Impfungen und medizinische Hinweise

Ihr solltet bei einer Einreise nach Kanada die gängigen Impfungen haben. Ab Mai herrscht West-Nil-Fieber-Saison. Ihr solltet euch daher vor den Mücken schützen, die diese übertragen.

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4 comments

  • Ooo…liebe Kanada Fans-hi
    Ich bin bald 51 Jahre jung…habe mit sooo riesigen Interesse Dein Blog gelesen.Einfach genial!Danke!
    Nun, vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen?
    Ich möchte Ende Januar nach Kanada.Nun stelle ich mir aber auch noch vor,dass ich in einer christlichen Gastfamilie wohnen;sprich natürlich auch helfen darf,so dass ich gratis dort wohnen darf.
    Habe mich schon soviel schlau gemacht,aber die lieben Plattformen wollen immer nur mein weniges Geld abknüpfen!Es währe Mega nett,
    Wenn Du mir vielleicht helfen kannst.spreche auch eben nur Holiday English,und dass ist auch der Grund warum ich in die Welt hinaus will.
    Meine Zeit ist unbegrenzt-hi einfach genial.Habe aber nur 10 000 Franken zur Verfügung.
    Also hoffe ich auf eine baldige Antwort,und freue mich jetzt schon;ganz ganz herzlichen Dank!!!
    Ach,ich bin Mama von zwei 22&20Jahren super Kidis…
    Die sich für mich nur freuen würden!
    Be blessed alles liebe SonjaWalter

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