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Backpacking in Kolumbien

Wenn ein Land einen zweifelhaften Ruf in den vergangenen Jahren in Südamerika hatte (wohlgemerkt hatte), dann war das immer Kolumbien. Drogen, Guerillas, Bestechung und Mord, das waren die Attribute, die mit dem Land assoziiert wurden. Doch die Zeiten in denen der Drogenbaron Pablo Escobar das ganze Land mit seinen verbrecherischen Machenschaften unter Kontrolle hatte sind vorbei.

Heute gehört Kolumbien nach einer kompletten staatlichen Reorganisation zu den sichersten Ländern auf dem Kontinent. Und endlich kann man auch die vielfältigen Schönheiten und die kulturelle Vielfalt des Landes genießen, das so einzigartig ist wie kein zweites in der Region. Im Folgenden gehen wir mal etwas näher darauf ein, was ihr in Kolumbien so erleben könnt und wie ihr am billigsten durch das Land reist. Es wird aufregend, das ist sicher.

Backpacking in Kolumbien - Dapa

Backpacking in Kolumbien – Dapa

Kolumbien – das Land der Sinne und des Abenteuers

Kaum ein Land auf dem Globus kann über eine derart artenreiche Geografie und kulturelle Vielfalt verweisen wie Kolumbien. Hier findet ihr alles was das Adventure-Herz begehrt. Kolumbien, um es auf einen Nenner zu bringen, bedeutet: entdecken, entspannen, genießen, lernen und sich verlieben. Mit letzterem ist nicht unbedingt gemeint, dass ich euch in die heißblütigen Kolumbianerinnen verlieben sollt, obwohl es euch keiner verübeln kann. Wer kann schon Mädels widerstehen, die wie Shakira aussehen? Was für die Herren gilt, gilt in gleichem Massen auch für die Damen. Auch die werden sich die Augen nach den Traumlatinos verrollen. Einige der gefragtesten Männermodels des Kontinents stammen aus Kolumbien.

Es ist wohl die einzigartige Mischung aus karibischen, afrikanischen, indigenen und europäischen Wurzeln, die diesen besonderen Menschenschlag geschaffen hat. Aber wie gesagt, das was so nicht gemeint. Vielmehr werdet ihr euch mit Sicherheit in das Land verlieben. Kolumbien ist immerhin doppelt so groß wie Frankreich. Ihr werdet bei einer Reise durch das Land die lebendige Hafenstadt Barranquilla kennenlernen, aus der übrigens auch Shakira stammt, und ihr könnt euch in der brodelnden Metropole Bogotá mit ihren ca. 8 Mio. Einwohnern quirlige Märkte im Zentrum oder die Altstadt reinziehen.

Traumhafte Karibikstränden erwarten euch bei einem Besuch in der Stadt Santa Marta, während ihr in Tayrona Nationalpark auf ein facettenreiches Artenleben über Wasser trefft, in den kristallklaren Gewässern um das Archipel San Andrés und Providencia, wiederum die artenreiche submarine Welt beim Tauchen oder Schnorcheln erleben könnt. Alte Kultur aus der präkolumbianischen Epoche entdeckt ihr zum Beispiel in der Ausgrabungsstätte entlang des Rio Magdalena, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehören.

Backpacking in Kolumbien -Strand

Backpacking in Kolumbien -Strand

Kolumbien mit einzigartiger Biodiversität

Eine kaum zu überblickender Artenreichtum erwartet euch bei eurem Kolumbien Trip. Dieser rührt nicht zuletzt von der besonderen Lage des Landes, das seine Grenzen sowohl am Pazifik wie auch am Atlantik hat. Wenn ihr die beiden Küstenlinien abreisen wollt, dann nehmt euch Zeit, denn die atlantische Küstenlinie ist 1626 km lang, während die pazifische Küstenlinie etwa 1448 km lang ist.

Und beide sind natürlich grundverschieden. Die atlantische Seite wird von den warmen karibischen Gewässern umspült, wobei die pazifische Küste von den eher kalten Meeresströmungen dominiert wird. Beide Regionen sind mit Ausnahme von ein paar Hafenstädte dünn besiedelt. Das bedeutet Abenteuer pur. Denkt daran, dass es auf der Pazifikseite mächtig regnen kann. Bis zu 10 000 mm Niederschlag ergießen sich pro Jahr vom Himmel. So facettenreich wie das Land an den Küsten ist, so vielfältig ist es auch im Landesinneren.

Da gibt es auf der einen Seite die Llanos Orientales, die eine echte Feuchtsavanne sind, in der es nach ergiebigen Regenschauern kein Durchkommen mehr gibt, und dann erheben sich auch noch die mächtigen Andengipfel. Die teilweise noch aktiven schneebedeckten Vulkane wie der Nevado del Huila oder dem Galeras sind weit über 5000 m hoch. Auf stolze 5775 Meter bringen es der Pico Cristóbal Colón und der Pico Simón Bolívar, die allerdings beide keine Vulkane sind. Im ganzen Land könnt ihr euch auf allen Höhenmetern von 0 bis knapp 6000 m in derzeit 53 geschützten Regionen austoben.

Backpacking in Kolumbien - Bogota

Backpacking in Kolumbien – Bogota

Kulturvielfalt in Kolumbien

Kolumbien kann auf eine Vielfalt von indigenen Stämmen verweisen. Dazu gesellen sich Kreolen, Weisse, Schwarze, Gelbe und einiges mehr. Immerhin leben über 46 Millionen Einwohner im Land, was es gleichzeitig zum zweit bevölkerungsreichsten hinter Brasilien macht. Die meisten sind jetzt Kreolen, mit europäischen und afrikanischen Wurzeln. Des Weiteren leben noch 86 Urvölker mit 64 eigenen Sprachen auf dem Terrain. Der größte Stamm mit 140 000 Individuen bilden die Wayú, die auf einem Gebiet von etwa 1 Million Hektar im Norden von Guajira leben.

Die Arhuaco setzen sich aus 14.300 Mitgliedern zusammen. Und dann gibt es neben vielen anderen auch die Sánha, Chimila, Mokaná oder Zenú. Viele von diesen haben nicht mehr als wenige Tausend Mitglieder. Dennoch werden die alten Traditionen eifrig gepflegt. Besonders in den Tänzen, den Speisen und dem Kunsthandwerk drücken sich die unterschiedlichen Kulturen aus. Berühmt sind unter anderem der Sombrero vueltiao, der von der Bevölkerung in den Ebenen von Cordoba getragen wird. Ein tolles Reisesouvenir wäre auch eine echte Hängematte aus San Jacinto in Bolivar oder die Keramikprodukte von Raquira in Boyaca.

Wenn ihr zum Tanz gebeten werdet dann, werden die einheimischen Lieder von der Gitarre, der Bandola oder dem Tiple begleitet. Weiter gegen Süden hin werden diverse Flöten und Schlaginstrumente eingesetzt. Junge Kolumbianer stehen auf die beliebte Cumbia, von der es zig Abarten gibt. Habt ihr Glück und seit zum richtigen Zeitpunkt vor Ort, dann lasst euch die weit über die Grenzen hinaus berühmten Festlichkeiten nicht entgehen. Die bekanntesten sind:

  • Karneval de Negros y Blancos in Pasto –Anfang des Jahres
  • Feria de Manizales im Januar
  • Karneval de Barranquilla im Februar
  • Festival de la Leyenda Vallenata in Valledupar immer Ende April
  • Festival Folklore in Ibagué im Juni
  • Feria de las Flores in Medellín im August
  • Unabhängigkeitsfest in Cartagena Ende des Jahres
  • Fiestas del San Pedro y Festival del Bunde Tolimense – Espinal
  • Festival de la Cumbia – El Banco – Magdalena mit viel Livemusik
  • Sommerfest – Bogotá mit viel Livemusik
  • Festival de Cometas – Drachenfest
  • Festival de la Bahía – Bahía Solano – cooles Strandfest
  • Festival Folklore del Litoral Pacifico – Buenaventura mit einheimscher Volksmusik und viel Tradition
  • Green Moon Festival – San Andrés Islas Beach Party – Rock around the clock

Backpacker Routen in Kolumbien

Man kann auch Trampen

Man kann auch Trampen

Backpacker Reiseziele in Kolumbien ist immer noch nicht der Knaller auf dem südamerikanischen Reisemarkt. Das Land hat aber alle Voraussetzungen, um es eines Tages zu werden. Kolumbien fasziniert durch seine geografische und kulturelle Vielfalt derartig, dass laut Umfragen unter Travelern die meisten gerne wieder kommen. Kolumbien hat so viele Sehenswürdigkeiten, dass diese in einer kurzen Zeit unmöglich abgereist werden können.

Ihr solltet euch schon ausgiebig Zeit nehmen oder halt einfach noch einmal zurückkehren. Entdeckt die Hochanden oder schlagt euch durch die Büsche im Amazonas Ihr könnt in kristallklaren karibischen Gewässern baden oder auf der Pazifikseite surfen. Tanzt mit den Einheimischen in den Karnevalshochburgen um Santa Marta oder Barranquilla oder lernt die einheimische Pflanzen- und Tierwelt in einem der zahlreichen Nationalparks des Landes kennen. Wer Spanisch spricht hat eindeutig Vorteile bei einer Reise durch das Land. Viel Geld braucht ihr allerdings nicht unbedingt, wenn ihr Kolumbien bereisen wollt. Was müsst ihr gesehen haben, wenn ihr nur zwei-drei Wochen in Kolumbien verweilt?

 Kolumbien – wichtigste Backpackerziele 14 – 21 Tage

1 Tag Stadtbesichtigung von Bogotá mit Besuch der kolonialen Altstadt und Plaza de Bolívar
2 Tage Cartagena mit Ausflug zu den Islas del Rosario – Baden und Schnorcheln ist angesagt.
2 Tage San Agustin, Kaffeezone und Tatacoa Wüste
1 Tag Parque Arqueológico Alto de los Idolos plus Abstecher zum Wasserfall „Salto de Mortiño“.
2 Tage Cali
2 Tage Barranquilla
2 Tage Boyacá im Amazonas
1 Tag Medellin
2 Tage Providencia und Santa Catalina

Langzeitreise durch Kolumbien

1 Tag Santa Marta
1 Tag Trekking Ciudad Perdida
1 Tag San Agustin, Kaffeezone und Tatacoa Wüste
2-3 Tage Traumstrände im Tayrona National Park
1 Tag Cartagena mit kolonialer Altstadt
1 Tag Zipaquirá mit Besichtigung der Salzkathedrale
1 Tag Dominikaner-Kloster Ecce Homo aus dem 17. Jhd.
1 Tag Puente de Boyacá, eines der bedeutendsten Nationaldenkmäler Kolumbiens.
1 Tag Parque Arqueológico Alto de los Idolos plus Abtecher zum Wasserfall „Salto de Mortiño“.
1 Tag Angeln mit Fischern am Rio Magdalena
1 Tag Salsa tanzen in Cali
2-3 Tage Abenteuer am Río Magdalena Tales bis nach San Agustin
2-3 Tage Abstecher zu den Guambiano Indianern in Silvia
2-3 Tage Bogota
2-3 Tage Pazifik Badestrand Nuqui am Pazifik
2-3 Tage Providencia und Santa Catalina
2-3 Tage Kaffeepflücken in der Kaffeezone
2-3 Tage Medellin
2-3 Tage Cali und Valle del Cauca
2-3 Tage Huila
eine Woche Insel San Andrés

Reisezeiten in Kolumbien

Das Klima in Kolumbien ist bedingt durch die geografische Vielfalt ebenfalls facettenreich. Es ist ein Unterschied ob ihr auf einem knapp 6000 m hohen Berg in den Anden steht oder euch in den immer warmen karibischen Regionen am Strand in der Sonne aalt. Dennoch ist es weiter unten im Flachland eigentlich immer recht warm. Allerdings regnet es unterschiedlich stark.

Abhängig von der Region gibt es eine Trocken- und eine Regenzeit. Wie so oft kommt es auf den Standpunkt, hier im wörtlichen Sinne, an wie die Klimakonditionen in der jeweiligen Region ausfallen. In der Karibik um Barranquilla und Cartagena herrschen tropische Temperaturen. Im Bergland von Medellin herrscht angenehmes mediterranes Hochland-Klima. In der Hauptstadt Bogotá ist es relativ kühl. Richtig schütten tut es in der Savanne auf der pazifischen Seite. Hier werden nicht selten weltweite Rekordwerte gemessen.

Backpacker Budget in Kolumbien

Was kostet mich das?

Was kostet mich das?

Ein interessantes Thema sind die Reisekosten. Kolumbien ist nicht das billigste Land in Lateinamerika, aber auch bei Weitem nicht das teuerste. Wer etwas vergleicht und vorausschauend plant, der kann auch noch eine Menge Geld sparen. Wir gehen mal der Sache auf den Grund und schauen uns die Kosten an, die anfallen könnten.

Zuerst solltet ihr mal wissen, das der Mindestlohn in Kolumbien bei 550.000 Pesos, also etwa 300 Dollar liegt. Für Backpacker bedeutet das natürlich ein echtes Eldorado, denn für etwa 3.500 Pesos – etwa 1.75 USD gibts schon was Gutes zu futtern. Wer First Class dinieren will, legt bis zu 50 Dollar hin.

Preise in Kolumbien

Je nach Budget könnt ihr locker für die gleiche Biermarke zwischen 1.500 Pesos 0,6 Euro in der Kneipe oder 14.000 Pesos – 5-6 Euro in der Disco hinlegen. In den angesagtesten Nachtclubs von Bogotá, Medellín und Cartagena kostet allein der Eintritt zwischen 10.000 und 20.000 Pesos (4 bis 8 Euro) Auf dem Land die Hälfte.

  • Essen in einem preiswerten Restaurant 3-4 Euro
  • Combo Meal im McDonalds oder vergleichbarem 5 Euro
  • Einheimisches Bier 0,5 0,6 Euro
  • Import Bier (0.33) 2 Euro
  • Cappuccino 1,3 Euro
  • Coke/Pepsi (0.33) 0.5 Euro
  • Wasser (0.33) 0,2 Euro
  • Flasche Rum im Shop 5 Euro
  • Früchte, Gemüse Grundnahrungsmittel in einer Woche 20 -40 Euro – es geht auch billiger
  • Brot 1,2 Euro
  • Tasse Kaffee 0,2 bis 1 Euro
  • Busfahrt Stadt 0,6 Euro

Wollt ihr über Land mit dem Bus fahren, dann schaut euch auf den Webseiten Rápido Ochoa, Expreso Brasilia, Empresa Arauca und einigen anderen nach den Preisen um.

Die Preise sind ungefähr für eine Strecke von Barranquilla nach Cartagena was etwa eine Distanz von 130 Kilometern ausmacht und knapp 3 Stunden in Anspruch nimmt um die 3 Euro.

  • Barranquilla nach Santa Marta: 2 Std, 3 Euro
  • Bogota nach Medellín: 8-9 Stunden 20 Euro
  • Bogota nach Barranquilla: 20 Stunden 53 Euro
  • Bogotá nach Cali: 10 Stunden 25 Euro
  • Medellín nach Barranquilla: 12 Stunden 35 Euro
  • Medellín nach Cali: 7 Stunden 15 Euro

Inlandsflüge in Kolumbien

Wie fast in ganz Lateinamerika sind aufgrund der geringen Nachfrage die Inlandsflüge recht teuer. Da gibt es nichts für 20 Dollar, aber vielleicht sinken die Preise ja im Laufe der Zeit wegen der neu gegründeten Viva Colombia, die auch Teil von Ryan Air ist. Kalkuliert mal so zwischen 200.000 und 300.000 Pesos (80 bis 120 Euro) für einen Flug von Bogotá nach Cartagena.

Ein Flug von Bogotá auf die Isla de San Andrés ist nicht billig. Da müsst ihr tief in die Tasche greifen. In einer guten Jahreszeit kommt ihr für 200 Euro hin und zurück. Es gibt eine gute Webseite, auf der ihr Inlandsflüge in Kolumbien zu recht vernünftigen Preisen buchen könnt. Schaut euch bei undertrail.com um oder schaut bei LAN, Aviancia oder Copa auf die Airline Webseiten. Dort macht ihr gute Deals bei den Tagesangeboten.

Backpacker Unterkünfte in Kolumbien

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Couchsurfing, Hostels und Co.

Das Thema Übernachtung in Kolumbien ist facettenreich, da euch alle Arten von Unterkünften im Land zur Verfügung stehen. Ihr könnt euch in schniecken Businesshotels für 200 Dollar die Nacht einquartieren oder ihr legt euch in einer billigen Absteige für 10 Euro ins Bett. Gute Mittelklassehotels kosten so um die 30 bis 40 Dollar. Ansonsten lohnt es sich auch nach Apartments in Kolumbien zu forschen. Wenn man ein gutes Zwei-Zimmer Appartement für 30 -50 Dollar mit allem Komfort pro Tag mieten kann, dann ist das eine gute Alternative zu einem Hotel.

Backpacker werden mit einem Etat von 8 -10 Euro pro Nacht auskommen. Allerdings gibt es da auch Unterschiede. Wer zum Beispiel auf die mitten in der Karibik gelegenen San Andres Inseln will, der sollte für eine Übernachtung in einem Dorm schon etwas mehr einplanen. In der Regel jedoch sind die Kosten für ein Bett in Kolumbien erschwinglich. Auf der Homepage von Hostelworld findet sich eine gute Übersicht über die Durchschnittspreise in Hostels quer durch das Land.

  • Cartagena 12 Euro
  • Bogota 10 Euro
  • Medellin 10-11 Euro
  • Santa Marta 12 -13 Euro
  • Cali 10 Euro
  • Taganga 12 Euro
  • Salento 8 Euro
  • San Andres Island 17 Euro
  • San Gil 8 Euro
  • Bogota 7 Euro
  • Villa de Leyva 13 Euro

Camping in Kolumbien

Camping ist in Kolumbien durchaus nicht unbekannt. Vor allem in einigen Nationalparks könnt ihr preiswert campen. Meist ist in den Eintritt von 5 bis 10 Euro auch der Platz mit drin. In Kolumbien zahlen die “reichen” Ausländer immer etwas drauf auf den Eintritt in einen Park.

Backpacker Trips, Tipps & Highlights in Kolumbien

Einige der besten Reiseziele wurden ja schon weiter oben erwähnt. Dazu gehören die Großstätte und die Festlichkeiten. Wer mehr nach Natur giert, der sollte sich zum Archipel von San Andrés, Providencia und Santa Catalina im Atlantik aufmachen. Vor allem die Tauchsportfreunde kommen dort voll auf ihre Kosten. Viel Folklore und auch Tourismus entdeckt ihr in der im frühen 16. Jahrhundert gegründeten Stadt Santa Marta. Es erwartet euch authentisches karibisches Flair.

Wer genug von den Städten hat und ganz besondere Attraktionen in Kolumbien entdecken will, der kann sich mal zur Laguna de Guatavita aufmachen, in der schon altes Kunsthandwerk aus purem Gold gefunden wurde. Die Umgebung auf einer Höhe von über 3000 Meter im Bergland von Cundinamarca hat es auch in sich. Hier suchten die spanischen Konquistadoren das wirkliche Eldorado.

Backpacking in Kolumbien -The Lagito

Backpacking in Kolumbien -The Lagito

Abenteuer in Kolumbien

So ein geografisch facettenreiches Land hat auch viel für das Abenteuerherz zu bieten. Ob Wassersport oder andine Bergsportarten, ob Vulkanbesteigungen oder Dschungeltrips, es wird jeder Wunsch erfüllt. Ein besonderes Abenteuer in Kombination mit einer speziellen Kultur erlebt ihr im Kaffee-Dreieck. Kolumbien ist ja berühmt für seine Kaffeebohnen, die auf der Höhe und dem Klima die idealen Bedingungen vorfinden. Die Region gehört übrigens zum Weltkulturerbe.

Es gibt sogar einen echten Nationalpark, den sogenannte Parque Nacional del Café in der Gemeinde Montenegro, den ihr entdecken könnt. Wagt einen Abstecher in das Valle de Cocora, das Teil des Parque Nacional Natural Los Nevados ist. Nur dort werdet ihr die vom Aussterben bedrohte Palmenart palma de cera del Quindío, die zugleich ein Nationalbaum ist in einem faszinierenden von Wolken umgebenen Bergambiente antreffen.

Die geilsten Strände in Kolumbien

Playas gibt es in Kolumbien in jeder Art. Feinsandige, grobkörnige, kleine steinige Buchten oder kilometerlange weiße Strände – was immer ihr auch sucht, ihr findet euren Traumstrand. Viel ist nur rund um die Städte los, ansonsten kann es sein, dass ihr keinen Menschen auf zig Kilometern antrefft. Wie solltet ihr das auch, wenn ihr 3000 Kilometer Strand in Kolumbien ablaufen könnt?

Neben den Traumstränden auf San Andres entdeckt ihr am Pazifik die Strandregion Juanchaco y Ladrilleros. Dort münden gleich vier große Flüsse in das Meer und bilden dabei ein einzigartiges Ökosystem. Am Playa Terquito, im Südwesten von Nuquí stürzt sich an dem 600 m langen Strand ein Wasserfall aus dem Dschungel an den Strand. So was sieht man nicht alle Tage. In der Bahía Solano in Choco könnt ihr ab Juni die Wale ganz nah an den Stränden beobachten. Tolle Sache so ein riesiger Meeressäuger so hautnah.

Wagt einen Abstecher in den Nationalpark von Cocuy, in dem ihr die schneebedeckten Gipfel des Pan de Azúcar, des El Castillo und des El púlpito del Diablo sehen könnt. Im Park entdeckt ihr ferner verschiedene Lagunen wie, die Laguna Los Verdes, Laguna Grande de la Sierra, Laguna La Plaza und der Laguna Avellanal. Ein warmes Bad könnt ihr in den Thermalbädern von Guicán nehmen. Die Anreise erfolgt über Boyacá.

Backpacking in Kolumbien - Villa

Backpacking in Kolumbien – Villa

Parque Nacional Natural Tayrona

Der Nationalpark liegt am Meer. Hütten mit Blick darauf findet ihr mehrere. Korallenbänke, die mit einem artenreichen Leben besiedelt sind und einsame Strände, finden sich eine Reihe entland der Küste. Es gibt auch einen Nacktbadestrand.

Flamingoreservat Santuario de Fauna y Flora Los Flamencos

Campen kann man im Flamingoreservat Santuario de Fauna y Flora Los Flamencos. Tauchen aber auch. Ihr kommt dort ebenfalls mit den Indigenen des Stammes Wayú in Kontakt. Die Anfahrt erfolgt von Santa Marta nach Riohacha.

Die Wüste Desierto de La Tatacoa

Es handelt sich bei der Wüste Desierto de La Tatacoa nicht gerade um die trockenste des Landes, das ist die Wüste La Guajira, aber dafür ist dort weniger los, da sie unbekannter ist. Am Eingang erwartet euch eine Sternwarte in der ihr in den klaren Nächten einen wahnsinnigen Sternenhimmel erblickt. Auch Millionen Jahre alte Fossilien finden sich im Park.

Essen und Trinken in Kolumbien

Wie ihr euch sicherlich unschwer vorstellen könnt, gibt es auf Grund der facettenreichen Geografie, die sich von den höchsten Andengipfeln bis in die karibischen und pazifischen Strände ausdehnt, und dabei auch noch den Amazonas Urwald und weite Steppengebiete mit einschließt, eine Menge an verschiedenen Nahrungsmitteln. Diese reichen von in den Hochlagen angebauten Kartoffeln bis zu exotischen Früchten aus dem Urwald. Fisch ist ebenfalls zu haben. Aber auch mal ein leckeres Meerschweinchen wird hier und da angeboten. Wer mal einen Teller mit gerösteten Ameisen probieren möchte, der hat in Kolumbien die Gelegenheit dazu. Jeder Landstrich und selbst einige Städte können mit eigenen Küchenspezialitäten aufweisen.

Die Küche in Cartagena de Indias basierte einst auf den Wurzeln der spanischen Küche, die sich mit der afrikanischen Küche vermischt hat. Heute ist davon nicht mehr allzu viel übrig, denn im Laufe der letzten Jahre hat sich in Cartagena wie auch in anderen Regionen eine eigene Küche geformt. Leckermäuler, die dem Neuem nicht verschlossen sind, werden ihr Gaumen bis auf das Äußerste angenehm reizen können. Ob kreolisch mit karibischen Einflüssen, ob andin mit indigenen Tendenzen oder asiatisch angehauchte oder europäische Köstlichkeiten, der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.

Schaut euch mal auf einem Markt um und labt euch an der Auswahl an Früchten. Wie wäre es mit frischen und spottbilligen Mangos, Bananen, Papayas, Guayabas, Lulos oder Maracuyá? Aus allen werden die leckersten Säfte hergestellt. Probiert mal eine guandules oder Sopa o sancocho de guandú con carne salada (Gemüse mit gesalzenem Fleisch.) An der karibischen Küste erwarten euch die gefüllten auf Yucca Basis gebratenen carimañolas. Ajiaco santafereño, Asado santafereño oder La Bandeja Paisa sind weitere lokale Köstlichkeiten, die es je nach Landstrich zu entdecken gibt. In der Andenregion um Tolima Grande wird zu besonderen Anlässen gern mal eine Art Spanferkel serviert. Das heißt dort allerdings lechona. Zu der kleinen gebratenen Sau wird weißer Mais, kein Reis, und einige lokale Zutaten wie natilla gereicht.

Getränke in Kolumbien

Kaffe, Kakao und Aguapanela sind nur einige der Lieblingsgetränke der Kolumbianer. Im Valle del Cauca könnt ihr auch mal Lulada probieren, das aus der gleichnamigen Frucht gepresst wird. Champus gibts übrigens auch. Das Maisgetränk hat aber wenig mit dem französischen Nobelgetränk gemein. Canelazo wird warm getrunken. Das kaffeeartige Getränk enthält aber Schnaps. Bier gibts natürlich auch. Club Colombia, Aguila, Redd´s und Poker sind nur einige, die ihr euch reinschütten könnt.

Backpacker Visum und Impfungen Kolumbien

Laut dem Auswärtigen Amt gelten folgende Regelungen bei einer Einreise nach Kolumbien. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige mit gültigen Reisedokumenten.

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Reisedokumente müssen sich in gutem Zustand befinden und für die Dauer des geplanten Aufenthaltes gültig sein. Bei der Einreise kann die Vorlage eines Rück- bzw. Weiterflugtickets verlangt werden.

Visum

Als Deutsche benötigen ihr für einen rein touristischen Aufenthalt im Land kein Visum.

Impfungen und medizinische Hinweise

Auf jeden Fall sollten alle Standardimpfungen erfolgt sein. Dazu ist eine Gelbfieberimpfung dringend empfohlen. Dengue und Malaria sind in Kolumbien bekannt.

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7 comments

  • Vielen Dank für den tollen Überblick über das Land!

  • Ja, super Ueberblick. Glueckwunsch und danke fuer diese Zusammenstellungen. Bitte versucht noch mehr Infos v.a. ueber die Bergregenwaelder (Wasserreservoirs, Biodiversitaet) hinzuzufuegen.
    Allerdings ist in weniger bekannten und noch mit eniger touristischer Infrastruktur versehenen Reiseregionen (unter anderem z.B. Doerfer, Fincas und Naturschoenheiten nahe der Busstrecke zwischen San Agustin und Tierradentro, bzw. zwischen Desierto de Tatacoa und Popayan) das Besucheraufkommen sehr gering.
    Wer am Existenzminimum herumkrebst bzw. erfaehrt dass das bisschen was er in touristisches Angebot investieren kann kann, unrentabel ist, hat zu wenig Angebot, wo kein Angebot ist kommt keine Nachfrage auf und wo zu wenig Nachfrage ist wird das Angebot nicht erhoeht (z.B. ausgewiesene Wanderwege, Doerfer huebsch herrichten, Restaurants und Uebernachtungsmoeglichkeiten auf Ficnas/Berghuetten). Aus diesem Teufelskreis muessen die laendlichen Regionen Kolumbiens raus, wie es auch z.B. untrer anderem in Kaernten, Vorarlberg, Berchtesgadener Land, suedfranzoesichen/nordspanischen Alpen oder Andalusien funktioniert.
    Bitte helft’s da mit!

  • Vielen Dank für den tollen Beitrag!! Werde einiges für meine kommende Kolumbienreise miteinbeziehen :))

  • Möchte gerne mit meinem Hund nach Kolumbien. Darf er im öffentlichen Verkehrsnetz (Bus, Bahn) mitfahren? Wo erhalte ich darüber Auskunft?
    Hat jemand schon damit Erfahrungen?

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