2019/2020: Länder, die du momentan nicht bereisen solltest

Terrorgefahren, Raubüberfälle, Naturkatastrophen und soziale Unruhen – bei dem Thema Sicherheit während der Reiseplanung gibt es viel zu bedenken. Gerade die politisch instabile Lage machen momentan viele Länder zu einem unkalkulierbaren Sicherheitsrisiko für Reisende. Andere wichtige Punkte, auf die ihr besonders als Backpacker*innen und Alleinreisende achten solltet, sind außerdem die Kriminalitätsrate, die medizinische Versorgung und die Straßenverhältnisse vor Ort. Übervorsicht bringt auch nichts und hemmt das Abenteuer. Man muss sich jedoch auch nicht unnötig Gefahren aussetzen. Es kann immer etwas passieren. Den aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes solltest du bei deiner Reiseplanung zumindest Beachtung schenken. Hier findest du eine Liste von allen Ländern, die du noch in 2019 und 2020 nach aktuellem Stand lieber nicht bereisen solltest. Die Daten wurden anhand der Travel Risk Map und den aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes zusammengestellt.

Die Travel Risk Map, die jährlich von den Unternehmen SOS International und Control Risks herausgegeben wird, stuft die Länder der Welt in Risikostufen ein. Dabei werden die aktuelle politische Lage inklusive Faktoren wie Terrorgefahr, Raubüberfälle, soziale Unruhen oder Entführungen berücksichtigt.

Auf der interaktiven Karte kannst du dir Informationen zur Sicherheit deines Urlaubsziels einholen und dich auch über die medizinische Versorgung (inklusive Epidemien) und Straßenverhältnisse vor Ort erkundigen.

Das Sicherheitsrisiko in Dänemark, Norwegen, Finnland, Island, Grönland, Luxemburg, Slowenien und die Schweiz ist demnach „unerheblich“, symbolisiert durch die hellgrüne Farbe der Länder auf der Karte. Fast ganz Europa ist in eine hellgelbe Farbe getaucht, welche ein niedriges Sicherheitsrisiko ausdrückt. Einzige Ausnahme sind die Ukraine, Stalingrad und der Kosovo, in denen eine „mittleres“ Gefahrenrisiko herrscht.

Warst du seit 2011 in diesen Ländern, bekommst du kein ESTA Visum für die USA

Libyen, Mali, Südsudan, Afghanistan, Somalia, Jemen, Irak und Syrien sind hingegen dunkelrot, was ein sehr hohes Gefahrenrisiko widerspiegelt. Für diese Länder hat auch das Auswärtige Amt Reisewarnungen ausgesprochen.  Irak, Iran, Jemen, Sudan, Syrien, Libyen und Somalia sind unter anderem auch die Länder, die derzeit von der USA als problematisch eingestuft werden. Dort finden immer wieder vermehrt Terroranschläge stattfinden.

Warst du vorher in einem dieser Länder und trägt einen Einreisestempel in deinem Reisepass, kannst du Probleme bei der Einreise in die USA bekommen. Die amerikanische Regierung verweigert Staatsbürger*innen dieser Länder das ESTA Visum für die Einreise. Sie kann dies jedoch auch leicht mit Reisenden machen, die einen unerwünschten Passstempel bei sich tragen. In solchen Fällen kann ein zweiter Reisepass sehr hilfreich sein.

Gesundheitliche Risiken und soziale Unruhen in Afrika

Auch Venezuela, Teile um Mexico City und Indiens sowie Papua-Neuguinea und Burkina Faso solltet ihr 2019/20 nicht bereisen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Die größten gesundheitlichen Risiken bestehen laut der Travel Risk Map zufolge in Afrika. Dort ist die medizinische Versorgung der Länder immer noch mangelhaft. Ebenso wie in Nordkorea, Haiti und Venezuela. Das allein sollte dich jedoch nicht von einer Reise abhalten, da es meistens für die ländlichen Gegenden gilt.

In den Städten oder touristischen Gebieten findet ihr meistens einen höheren medizinischen Standard, auch wenn dieser noch lange nicht dem entspricht, was du von zu Hause gewöhnt bist. Ihr solltet es bei eurer Reiseplanung nur mitbedenken. Genauso wie die richtige Versicherung.

Weitaus bedenklicher sind hingegen die sozialen Unruhen in Afrika. Der gesamte Kontinent ist in der interaktiven Karte als ein sehr schweres bis mittleres Sicherheitsrisiko eingestuft. Lediglich Namibia, Botswana, Sambia, Malawi, Gabun, Benin, Ghana, Gambia, Senegal und Marokko haben ein niedriges Sicherheitsrisiko. Die Mehrheit der Staaten, für die das Auswärtige Amt eine Teilreisewarnung ausgesprochen hat, liegen auf dem afrikanischen Kontinent.

Das Auswärtige Amt warnt davor, dass es immer wieder zu Protesten und Demonstrationen und somit auch zu unkalkulierbaren, gewaltsamen Ausschreitungen, militärischen Auseinandersetzungen sowie Verkehrsbehinderungen kommen kann.

Terroranschläge sind viel seltener als Unfälle, Krankheiten und gewöhnliche Kriminalität

Dabei ist die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden im Vergleich zu anderen Risiken (wie Unfälle, Krankheiten und gewöhnliche Kriminalität wie Plünderungen, Raubüberfälle und Einbrüche, die das Backpacking im Ausland mit sich bringt), sehr gering. Es gehört zu einer guten Urlaubsvorbereitung dazu, sich der Gefährdungen, die es in einem Reiseland geben kann, bewusst zu sein. Prüft immer mal wieder die aktuellen Reisemeldungen des Auswärtigen Amtes.

Willst oder musst du dennoch in ein Krisengebiet oder an einen Urlaubsort reisen, dann halte dich an die Ratschläge des Auswärtigen Amtes: Verfolge die lokalen Medien. Meide Menschenansammlungen. Leiste den Anweisungen von Sicherheitskräften stets Folge. Bewege dich nur bei Tageslicht umher und bleibe auf den Touristenwegen und im unmittelbaren Stadtzentrum. Du kannst dich vorsorgehalber auch in die Krisenvorsorgeliste eintragen. Sie ermöglicht im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme.

Es liegen aktuelle Reise- oder Teilreisewarnungen von den nachfolgenden Ländern vor (Stand Oktober 2019). Die meisten Warnungen sind aufgrund von Kriegen, Terrorgefahren und kriegsbedingten politischen Ausnahmezuständen herausgegeben worden. Diese können sich jederzeit ändern, sind jedoch nicht als temporär zu betrachten. Sie werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch 2020 noch andauern. Umweltbedingte Reisewarnungen sind spezifiziert.

Für diese Länder wurden Reisewarnungen ausgesprochen:

  • Afghanistan
  • Ägypten
  • Algerien
  • Burkina Faso
  • Demokratische Republik Kongo
  • Eritrea
  • Irak
  • Japan (Taifun-Warnungen)
  • Jemen
  • Kamerun
  • Libanon
  • Libyen
  • Mali
  • Mauretanien
  • Niger
  • Nigeria
  • Pakistan
  • Palästinensische Gebiete
  • Philippinen
  • Somalia
  • Südsudan
  • Syrien
  • Tschad
  • Ukraine
  • Zentralafrikanische Republik

Besonders vorsichtig aufgrund von hoher Kriminalität solltest du auch sein in:

  • El Salvador
  • Elfenbeinküste
  • Honduras
  • Mexiko
  • Mozambique
  • Nicaragua
  • Papua Neu Guinea
  • Tajikistan
  • Teile Ecuadors
  • Teile Indiens
  • Venezuela

Vorsichtig aufgrund von unberechenbaren Umwelteinflüssen solltest du sein in:

  • Bangladesch
  • Brunei
  • Fidschi
  • Guatemala
  • Guyana
  • Indonesien
  • Papua-Neuguinea
  • Philippinen
  • Salomonen
  • Tonga
  • Vanuatu

Gute und sichere Reise!

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