Mein Backpacking Trip nach Südkorea

Bacpacking in Suedkorea

Südkorea zählt vielleicht nicht unbedingt zu den Ländern, die einem als erstes in den Sinn kommen, wenn man den nächsten Auslandsaufenthalt plant. Im Gegenteil: Als ich Familie und Freunden von meinem anstehenden Trip nach Südkorea erzählte, waren viele zuerst ziemlich besorgt: „Ist es denn dort schon sicher? Wie steht es mit dem Konflikt zwischen Süd- und Nordkorea?“ Vielleicht habt ihr sogar ähnliche Assoziationen, die ihr beim ersten Gedanken mit dem Land verbindet. Doch ich kann euch entwarnen: Südkorea ist absolut nicht vergleichbar mit den Umständen im Norden und es ist auch absolut sicher, sich dort als Tourist aufzuhalten.

Kosten in Südkorea

Die Lebensverhältnisse in Südkorea sind vergleichsweise billig. Unterkünfte im Hostel kosten in der Regel zwischen 6-9 Euro pro Nacht, die Hostels sind sauber und okay. Sowohl das Essen, als auch das Trinken sind teilweise um die Hälfte billiger als in Deutschland. Für 10 Tage backpacking habe ich mit Unterkunft und Verpflegung insgesamt 460 Euro ausgegeben (inklusive Shopping :D).

VISA und Master Card werden überall akzeptiert und es gibt neben den ATM Automaten (von denen gibt es genügend) auch viele Banken, bei denen man mit der VISA/MasterCard Geld abheben kann. Trotzdem achtet am besten darauf, immer etwas mehr auf einmal abzuheben statt häufiger kleine Beträge, da bei jedem Abheben je nach Bank ein Wechselkurs von 1,75% berechnet werden kann.

Meine Route in Südkorea

Ich habe meine Reise in Seoul gestartet und bin über Busan nach Pyeongchang gereist. Die Hauptstadt Südkoreas ist eine Stadt der Gegensätze. Dort erlebt ihr hochmoderne Technik zwischen völliger Armut. Vor allem das U-Bahn System hat mich fasziniert – davon können wir uns hier in Deutschland definitiv noch eine Scheibe abschneiden! Statt wie in München für jeden Ring und jedes öffentliche Verkehrsmittel extra zu bezahlen, gibt es hier einen einheitlichen und überall gültigen Chip, den man an jedem Bahnhof bar oder mit Karte aufladen kann.

Wenn ihr in Seoul seid, kann ich euch nur ans Herz legen, unbedingt den Jogyesa-Tempel anzusehen – definitiv sehenswert! Nach 5 Tagen Aufenthalt ging es weiter nach Busan. Dafür habe ich für 20 Euro online ein Busticket gebucht. Während der vierstündigen Fahrt gibt es eine kleine Pause auf einem Rasthof, an dem man auch essen kaufen kann.

Allerdings empfehle ich euch eher, eigenes Essen mitzubringen, da es auf dem Parkplatz vergleichsweise teuer ist. In Busan solltet ihr unbedingt einen Abstecher zur See machen! Die Bilder unten vermitteln einen kleinen Flair dieser Stadt und wecken noch heute Sehnsucht in mir. Nach weiteren 5 Tagen war mein kleines Städte-Abenteuer auch schon fast wieder zu Ende und es ging für mich mit dem Schnellzug KTX ins winterliche Pyeongchang.

Dort hieß es für mich nicht nur eine Umstellung von Frühling zu Winter und eisigen Temperaturen von -16 Grad, sondern auch der Wechsel von Urlaub zu Arbeit. Denn als eine von 11 Nachwuchsjournalisten hatte ich die große Ehre, live von den Paralympischen Winterspielen zu berichten und gemeinsam mit meinem Team zwei Ausgaben der Paralympics Zeitung zu erstellen. Es war eine wahnsinnig aufregende, spannende und prägende Zeit, für die ich unglaublich dankbar bin! Mehr dazu in meiner Bildergalerie, die ihr unten sehen könnt.

Bacpacking in Suedkorea

Bacpacking in Suedkorea

Versorgung für Leib und Seele

Die koreanische Küche ist bekannt durch Gewürze und Schärfe. Besonders beliebt ist das „Kimchi“, was vergleichbar mit Weißkohl in Süß-Sauer-Soße ist. Es zählt zu den Vorspeisen, die man gemeinsam mit einem Schälchen Reis und der typischen Fleischbrühe serviert bekommt. Wer mit den Stäbchen seine liebe Not hat (ich verstehe bis heute nicht wie man Reis darauf balancieren kann! :D) bekommt in jedem Restaurant auf Anfrage auch normales Besteck.

Wer sich in Südkorea vegan ernähren möchte, muss wohl oder übel mit purem Reis mit oder ohne Algen vorlieb nehmen. Tatsächlich ist es auch schwierig, vegetarisch zu essen – denn nahezu überall ist (wenn auch teilweise nur eine geringe Dosis) Fisch- oder Fleischpulver enthalten. Wer damit keine Probleme hat, kann sich sorglos durchprobieren. Die Koreaner frittieren gerne alles (selbst ganze Hähnchen!) und es lohnt sich, vorher nachzuhaken, was vor einem auf dem Teller liegt. Und ja – wer will bekommt das Essen auch lebendig! ;D

Sehr zu empfehlen ist das Bibimpab, eine Art „Bowl“ mit Reis, Ei, Gemüse und Algen. Tatsächlich ist dieses Gericht auch völlig vegetarisch. Preislich liegt ein Besuch in einem durchschnittlichen Restaurant bei 10-15 Euro pro Person. Die günstigere Variante ist das Streetfood, das es auf allen Märkten und auf vielen Straßenständen gibt. Coffee to go oder frische Smoothies bekommt man im 0,5 Liter Cup dort teilweise schon für 1500 Won (entspricht circa 1,10 Euro).

Das geeignete Plätzchen für die Nacht

In Seoul war ich in dem Hostel „Lazy Fox“. Für 20.000 Won (umgerechnet circa 15 Euro) pro Nacht bekommt man ein Bett in einem 6er- Zimmer. Die Räume sind sehr sauber und Frühstück wie WLAN sind inklusive. Das Hostel liegt sehr zentral an der Metrostation und es gibt einen Gemeinschaftsraum, in dem man sich mit anderen Hostelbewohnern trifft und den ein oder anderen Abend etwas zu viel Soju erwischt 😀

In Busan war ich im Kimchee Hostel und hatte ein 10er Zimmer für umgerechnet 6,50 Euro pro Nacht. Das Hostel war damit um einiges billiger, allerdings waren die Betten nicht ganz so hygienisch, da es kein Bettlaken gab und somit jeder in der gleichen Bettwäsche geschlafen hat. Ansonsten war es aber auch hier sehr sauber und auch das WLAN gab es umsonst.

Frühstück war hier allerdings nicht im Preis inbegriffen. In Pyeongchang war ich in der Pension Edelweiss untergebracht – eine wunderschöne Pension bestehend aus kleinen Appartements. Jedes Appartement war eingerichtet wie ein kleines Puppenhaus und verfügte über eine kleine Küche, ein Bad mit Waschmaschine, WLAN sowie einen Fernseher. Preislich kann ich hierfür leider keine Auskunft geben, da die Kosten von meinem Arbeitgeber – dem Tagesspiegel Berlin – übernommen wurden. Empfehlen kann ich diese Pension aber aus ganzem Herzen!

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig für das Land begeistern und habe vielleicht auch den ein oder anderen zu einer Reise motiviert!

Stay tuned and hugs,
Eure Jana ;D

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