Die gefährlichsten Tiere in Australien und Neuseeland

Irukandji-jellyfish-queensland-australia

Reisen nach Australien bzw. nach Neuseeland ist eines der letzten Abenteuer auf dem Planten Erde. Zumindest dann, wenn man sich als Traveler in die nahezu unberührten Zonen des australischen Outbacks hineinwagt. Was einen dort so alles erwartet, das wurde in vielen Movies schon eindrucksvoll und teilweise spaßig, wie im Fall des Kino-Hits aus den 80er Jahren, Crocodile Dundee, eindrucksvoll gezeigt. Hier mal ein kleines Krokodil von 5m und da mal eine der vielen hochgiftigen Schlangen, von denen es in Down Under ja gleich eine ganze Reihe gibt. Manche der gefährlichsten Tiere sind allerdings nicht nur im Landesinneren zu finden, sondern tummeln sich in den vorgelagerten Gewässern oder in den Flüssen selbst. Schauen wir uns einmal an, vor welchen Tieren man sich als Abenteuerreisender in Australien und auch im benachbarten Neuseeland besonders in Acht nehmen sollte.

Gefährliche Tiere im Meer vor Australien

Hapalochlaena

Von Jens Petersen – Eigenes Werk, CC BY 2.5

Zu den giftigen Fischen, die sich auch kaum noch wegen ihrer geschickten Tarnung erkennen lassen, gehören die sich im Sand verbergenden Scorpaenidae, die Steinfische. Ihr Gift an den Rückenstacheln ist hoch potent und kann äußerst unangenehme gesundheitliche Folgen bei einem direkten Kontakt mit sich bringen. Noch gefährlicher ist das Gift der Conus textile, in Deutsch Weberkegel Muscheln. Die schönen Schneckengehäuse sind auch ein willkommenes Mitbringsel. Nur dumm, dass wenn sich noch eine lebende Schnecke darin befindet, diese mit einem hoch toxischen Nervengift gefüllten kleinen Pfeil abschießt, der fatale gesundheitliche Auswirkungen hat. Und noch schlimmer… Es gibt bisher kein Gegengift.

Weitere gefährliche Tiere, die in den australischen Gewässern lauern, sind außer den verschiedenen Haiarten – von Haiattacken auf Surfer wird dauernd berichtet -, des Weiteren der Box Jellyfish, in Deutsch auch als Würfelqualle bekannt und der blaugeringelte Kraken. Die Nesselgifte der Würfelquallen gehören zu den potentesten Giften im Tierreich. Und auch das Nervengift des schönen kleinen Krakens, das Tetrodotoxin, ist mitunter so stark, dass es tödliche Auswirkungen hat. Kaum zu sehen und bislang auch kaum erforscht ist die mini-kleine Carukia barnesi Qualle, deren Stich das lebensgefährliche Irukandji-Syndrom hervorrufen kann.

Die gefährlichsten Landtierarten in Australien

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Von XLerate aus der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Wie im Wasser so auch an Land gibt es in Australien große und kleine hochgiftige Tierarten, die derart gefährlich sind, dass ein unmittelbarer Kontakt mit ihnen alles andere als ein Spaß ist. Der größte Brocken ist sicherlich das gigantische und furchteinflössende Salzwasserkrokodil, auch als Leistenkrokodil, bekannt, das sich vornehmlich im Meer, in Brackwasser, Flüssen und Sümpfen aufhält und so ziemlich alles verspeißt was in sein Maul passt. So eine männliche Wumme kann 6m und mehr lang werden. Selbst Büffel mit mehreren hundert Kilo steht auf dem Speiseplan der gefräßigen Räuber.

Weitaus kleiner sind die Schlangen im australischen Busch. Aber diese sind teilweise so giftig, dass schon eine kleine Bissverletzung ausreicht, um in Agonie zu treten. Starten wir gleich mit einer der giftigsten überhaupt, der Östlichen Braunschlange (Pseudonaja textilis). Trotz des so harmlos klingenden Namens, gilt die Giftnatter als die zweitgiftigste Landschlange der Welt. Gravierend kommt noch hinzu, dass die Schlange derart weit in Australien verbreitet ist, dass kaum eine Region nicht von ihr bevölkert ist. Dazu reagiert sie äußerst nervös und aggressiv und beißt schnell zu.

Wer die giftigste Schlange der Welt in ihrem natürlichen Ambiente erleben will, kann gleich in Australien bleiben, denn dort ist der Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus) zu Hause. Antreffen tut ihr die Schlange meist nur in West Queensland. Eine Ladung Nervengift der Marke Taipoxin reicht aus, um sagenhafte 250.000 Mäuse oder 150.000 Ratten zu töten.

Auf acht Beinen bewegt sich die Sydney-Trichternetzspinne (Atrax robustus) fort. Wie der Name schon unmissverständlich ausdrückt, lebt die Spinne, deren Biss zu lebensgefährlichen Verletzungen führen kann, in unmittelbarer Nähe von Sidney. Und das macht sie umso gefährlicher, denn der Kontakt mit Menschen ist zwangsläufig unausweichlich.

Gefährliche Tiere in Neuseeland

Auf dem Land gibt es weniger oder außer der seltenen Katipo Spinne kaum gefährliche Tierarten. In Neuseeland leben über 1100 Spinnenarten von den weltweit bislang bekannten ca 40 000 Spinnenarten. Nur wenige sind schwach giftig. Allerdings tummeln sich auch entlang der neuseeländischen Küste die üblichen Verdächtigen im Meer. Obwohl von Haiattacken aus dem Kiwi-Land eigentlich so gut wie nie etwas zu erfahren ist. Eher dürft ihr euch an den Stränden mit Sandfliegen, Wespen und den Parasiten mit den Namen Giardia herumärgern, die allerdings „nur“ einen kräftigen Dünnschiss provozieren und ansonsten harmlos sind.

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