Bali zur besten Reisezeit entdecken

Wenige Reiseziele im südostasiatischen Raum sind mit derart vielen Klischees behaftet wie das mystische Bali. Schon der Name Pulau Dewata, zu deutsch: Insel der Götter, verrät, dass es sich um ein außergewöhnliches Reiseziel handeln muss. Ewige tropische Wärme, ein sattes Grün ausgehend von den dicht bewaldeten Berghängen und den sich weit ausbreitenden Reisfeldern, in denen sich die Wasserbüffel suhlen, und mächtige Vulkane, die sich Tausende von Metern in den Tropenhimmel recken, prägen das Bild Balis. Hinzu kommen faszinierende buddhistische Tempelanlagen wie der Pura Luhur Ulu Watu und paradiesische palmengesäumte Strände rund um das in vielen Reiseportalen als Trauminsel gepriesene indonesische Eiland. Doch Bali ist auch als der Ballermann Australiens bekannt. Allerdings muss man sich als Bali Backpacker nicht mit lärmenden und betrunkenen Australiern auseinandersetzen, denn bedingt durch die Größe und Vielseitigkeit sowie das angenehme Klima auf der Insel, das teilweise überall und das ganze Jahr herrscht, finden sich geruhsamere und idyllischere Orte als Balis Haupt-Nightlife-Spot Kuta. Wie sieht es mit der besten Reisezeit in Bali überhaupt aus? Darauf gehen wir im Folgenden etwas näher ein.

Die beste Reisesaison für Bali Indonesien

Das berühmte Bali, Teil des Archipels der Kleinen Sundainseln, ist in Indonesien nicht mehr als eine an sich unbedeutenden Provinz ganz im Süden des gigantischen Inselreiches, das aus mehr als 13 000 Inseln besteht. Die Insel selbst, die sich durch eine wenige Kilometer breite Meerenge an Java schmiegt, ist gerade 2 Mal so groß wie das kleine Saarland. Grob gesehen ist Bali 100 km lang und 150 km breit.

Durch den gesamten Nordteil der Insel verläuft von Ost nach West ein mächtiges Gebirgsmassiv, das zum Teil noch aus aktiven Vulkanen besteht. Der höchste ist der Gunung Agung „Großer Berg“, der locker an die Dimensionen der Zugspitze heranreicht. Solche enormen Gebirge beeinflussen natürlich auch regional die Wetterkonditionen. Das sollten Bali Backpacker, die eine Rundreise oder einen Aufstieg in die Bergwelt oder einen Mount Batur Sunrise Hike planen, bei der Organisation in Betracht ziehen.

Bali Klima

Bali Klima

Die Regenzeit auf Bali

Sicherich ist es nicht ganz einfach für jede Region auf Bali eine exakte Aus- und Vorhersage über die Regenzeiten zu machen. Dafür sind die topografischen Gegebenheiten zu komplex auf einem derart kleinen Terrain. An sich kann aber von zwei groben Jahreszeiten ausgegangen werden. Der Trockenzeit und der Regenzeit – wie sie in fast allen tropischen Regionen bekannt sind. Während sich die Regenzeit von November bis März ausdehnt, erstreckt sich die Trockenzeit von den Monaten April bis Oktober. Jetzt sollten diese beiden Begriffe nicht überbewertet werden. Denn was sich auf den ersten Blick schlecht wie Regenzeit anhört, erweist sich vor Ort als die von den Temperaturen her gesehen oft angenehmere Jahreszeit.

Denn während der teilweise kurzen aber heftigen Monsunregen, die beileibe nicht jeden Tag vom Himmel niedergehen, fallen die Temperaturen um 4–6 Grad. Meist prasseln die Regenmassen sowieso nur morgens nieder. Mittags scheint schon wieder die Sonne. Aber gerade diese kleine Temperaturdifferenz kann den Unterschied zwischen körperlichen Qualen und Wohlfühleffekt machen.

Es ist nun mal ein Riesenunterschied, vor allem für Bali Backpacking Abenteurer, die gerade erst aus Europa angekommen sind, ob die hohe Luftfeuchtigkeit von meist 90 Prozent bei 28 oder bei 32 °C Tageshöchsttemperatur ertragen werden muss. Wenn das Hemd schon bei der kleinsten Anstrengung klatschnass am Körper liegt, verliert auch das schönste Panorama seinen Reiz. Gut ist, dass der Körper sich meist schnell an die klimatischen Bedingungen anpasst, und das eigentlich gesunde Schwitzen mit der Zeit mehr und mehr nachlässt. Selbst die Moskitos finden den Langzeit-Backpacker weniger attraktiv mit der Zeit.

Regionale Klimaunterschiede beim Bali Wetter

Fall- und Wirbelwinde, die sich an den Vulkanen bilden, sorgen für ein besonderes Klima. Mit dauerhaft starken Regen von bis zu 3 500 mm Niederschlagsmengen muss im Dezember an vereinzelten Stellen gerechnet werden. Aufstiege in die Bergwelt, vor allem zum Heiligen Agung, sind in der Trockenzeit weitaus einfacher als in der Regenzeit. Das hat weniger mit der Temperatur, denn mit den schlechten Streckenverhältnissen zu tun. Aber täuschen sollte man sich auf keinen Fall mit den Temperaturen in den oberen Bergregionen. Wer ständig 30 Grad auf Meereshöhe gewohnt ist, und dann nachts oder am frühen Morgen bei 10 bis 15 Grad auf einem windigen Berggipfel steht, der sollte die passenden Klamotten dabei haben.

Vereinfacht sieht das Klima wie folgt auf Bali aus:

Lange Trockenzeiten von nahezu 8 Monaten in den tropischen Wäldern im trockenen Nord- und Westteil der Insel.

Ab 800 m ist mit hohe Luftfeuchtigkeit, bedingt durch das Wetterphänomen der „erzwungenen Hebung“, bei der gesättigte Wolken Berge überqueren wollen und sich dazu abregnen oder ausdünsten zu müssen, auf der Wolkenseite zu rechnen. Daher auch der Begriff „Tropischer Nebelwald.“ Das kann an verschiedenen Hängen der Vulkane Gunung Batukau (2276m) und Gunung Abang (2153m) passieren. Die Niederschlagsmengen können bis 3 000 mm erreichen.

Bali Regenzeit

Bali Regenzeit

Im Süden Balis, in der flachen Feuchtsavanne, fallen im Schnitt etwa 2 000 mm Niederschlag. Am Trockensten ist es im Norden von Bali. Dieser Teil der Insel liegt im sogenannten Regenschatten und daher geht dort im Gesamtschnitt eines Jahres auch nur eine Niederschlagsmenge von rund 1 000 mm herunter.

Wann ist nun die besten Bali Backpacking Reisezeit?

Einfach gesagt: es gibt keine. Denn zum einen ist das Wasser sowieso immer um die 27-29 °C warm, und zum zweiten kann selbst in der so gefürchteten Regenzeit mit mehreren Stunden Sonne pro Tag gerechnet werden. Wer gar keinen Regen mag, der kommt im europäischen Sommer nach Bali. Gut sind laut einem Bali Klimadiagramm auch die Monate April und Mai, sowie September und Oktober.

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