Safer Sex auf Reisen: Sexuell übertragbare Infektionen und wie du sie erkennst

Juckende Genitalien, ein brennender Schmerz beim Wasserlassen, blutiger Ausfluss, schmerzhafte Rötungen oder Blasen im Mund. Sexuelles Vergnügen kann schmerzhaft sein Herpes genitalis, Shigellose und Hepatitis B gehören zu den häufigsten Reisekrankheiten der Deutschen. Nicht weil man sie sich auf einem dreckigen Klobrillensitz einholt, sondern beim ungeschützten Sex. Oral, vaginal oder anal, beim Petting oder sogar schon beim Küssen. Hier ist ein Überblick der geläufigsten sexuell übertragbaren Infektionen – ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Denn jeder Körper ist anders und nichts kann den Besuch beim Facharzt ersetzen.

Sexuell übertragbaren Infektionen – kurz STIs – können durch Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten ausgelöst und durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalsekret oder Speichel übertragen werden. Sextourismus zählt zu einem der größten Übertragungs-Hotspots (wie beispielsweise in Thailand).

Die Übertragung von STIs: beim Küssen und ohne Sex?

Zum Glück werden nur wenige STIs beim Küssen übertragen, denn oft sind nur geringe Mengen des Erregers im Speichel enthalten. Allerdings können auch ein paar ansteckende Hautveränderungen im Mund sein, die beim Küssen weitergegeben werden können. Herpes-Bläschen, Feigwarzen und sogar Syphilis-Geschwüre im Mund sind sehr schmerzhaft.

Und es wird noch besser: Manchmal reicht auch schon enger Körperkontakt oder die gemeinsame Benutzung von Bettwäsche, Handtüchern oder Kleidung aus, um eine STI weiterzugeben. Ganz ohne Sex, Petting und Co. Das betrifft glücklicherweise zumeist aber nur eher harmlose Infektionen wie den Befall mit Filzläusen oder Krätze.

Schmutzige Toilette

Angst vor der Infektion beim Toilettengang?

An dieser Stelle will ich auch noch einmal auf die Übertragung einer STI über den Klobrillensitz zusprechen kommen, eine sich hart haltende Mythe. Der Intimbereich kommt beim Toilettengang normalerweise nicht in direkten Kontakt mit der Klobrille. Tröpfchen, die noch auf der Klobrille sind, können in die Vagina gelangen und Keime übertragen. Das ist jedoch sehr selten. Die Wahrscheinlichkeit, dass man Krankheitserreger mit den Händen überträgt, ist viel höher. Stets Hände waschen.

Welche geläufigen sexuell übertragbaren Infektionen (STIs) gibt es?

Die Begriffe sexuell übertragbare Infektionen bzw. Krankheiten (auf Englisch sexually transmitted diseases) und Geschlechtskrankheiten werden von Laien zumeist synonym verwendet. Ich listen hier die häufigsten Infektionen auf, die mitunter über die beim Sex und Petting ausgetauschten Körperflüssigkeiten übertragen werden können.

Es gibt drei STIs, die meldepflichtig sind:

1. Syphilis/ Lues (anonym)

Die Symptome von Syphilis, auch Lues oder Franzosenkrankheit genannt, zeigen sich nicht nur an den Geschlechtsorganen, sondern können den ganzen Körper erfassen. Die ersten Anzeichen einer Ansteckung sind kleine, schmerzlose, braunrote Geschwülste im Geschlechts- oder Mundbereich. Diese Geschwülste werden „Harter Schancker“ genannt und sind hoch infektiös. Ungefähr zeitgleich kommt es zu einer Entzündung und Schwellung der Lymphknoten, weil der Keim bis zu den Lymphgefäßen vorgedrungen ist. Unbehandelt heilt das Geschwür nach ungefähr fünf Wochen von selbst ab, hinterlässt aber fast immer eine Narbe. Etwa sieben bis zehn Wochen nach der Infektion spürt man allgemeine Krankheitssymptome: Kopf- oder Halsschmerzen, grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitverlust und Gewichtsabnahme, Gelenkschmerzen. Der Krankheitserreger hat sich im ganzen Körper ausgebreitet. Sämtliche Lymphknoten können geschwollen sein, an der Haut zeigen sich braun-rote Flecken.

Arztbesuch

Bei der Spätsyphilis circa fünf Jahre nach der Ansteckung kommt es zu gravierenden Schäden der Haut, der Muskeln und der Gefäße. Zuletzt wird das Nervensystem angegriffen und die Krankheit endet unbehandelt in ungefähr 10 Prozent der Fälle mit dem Tod. Doch das ist selten. Syphilis kann in sehr leicht in einem Frühstadium erkannt und mit Antibiotika behandelt werden.

2. HI-Virus/Aids (anonym)

Eine HIV-Infektion wird durch das Humane Immundefizienzvirus ausgelöst. Das Virus befindet sich besonders hoch konzentriert in Blut und Sperma. Die Symptome einer Infektion können jenen eines grippalen Infekts ähneln. Die häufigsten und deutlichsten Symptome für eine vor kurzem erworbene HIV-Infektion sind Fieber, Hautausschlag, allgemeine Abgeschlagenheit, Appetitverlust und Gliederschmerzen. Nicht alle, die vom HI-Virus befallen sind, haben automatisch Aids. Jedoch kann eine HIV-Infektion in die Krankheit Aids übergehen.

Das HI-Virus befällt die T-Helferzellen, die für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind. Es bleibt zunächst über längere Zeit in den Zellen verborgen – manchmal Wochen, manchmal Jahre. Mit der Zeit werden aber immer mehr Zellen zerstört und die Krankheit Aids bricht aus. Die Diagnose wird anhand der HIV-Antikörper im Blut gestellt. Diese lassen sich sechs bis zwölf Wochen nach der Infektion feststellen. Zwar gibt es mittlerweile Behandlungsmethoden, die den Ausbruch der Aids-Erkrankung hinauszögern, doch gilt die Krankheit nach wie vor als unheilbar.

3. Hepatitis B (namentliche Meldung bei akuter Infektion)

Hepatitis B ist eine Virusinfektion der Leber, die über Sexualkontakte übertragen wird. Die Erkrankung kann sowohl akut als auch chronisch verlaufen. Die Symptome sind sehr unspezifisch und für Betroffene oft nur schwer erkennbar. Mögliche Symptome sind etwa Abgeschlagenheit, Gelbsucht oder Verfärbung von Urin und Stuhl. Ein Drittel aller Infizierten zeigt keine Symptome. Die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome bei Hepatitis B beträgt 30 bis 180 Tage. Im Durchschnitt vergehen 60 bis 120 Tage bis die Krankheit ausbricht.

Bei ungefähr neun von zehn Erwachsenen mit akuter Hepatitis B heilt die Leberentzündung ohne Folgen innerhalb einiger Wochen aus. Entwickelt sie sich jedoch weiter zu einer chronischen Hepatitis kann die Erkrankung Leberzirrhose und Leberkrebs zur Folge haben. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind dafür besonders anfällig.

Sextourismus

Häufige, nichtmeldepflichtige STIs:

  • Aphthen sind Schädigungen der Mundschleimhaut. Sie können auch im Genitalbereich auftreten, jedoch eher selten. Sie sind rund oder oval und haben einen gelblichen bis grauweißen Belag mit entzündlichem Rand. Aphthen verursachen oft starke Schmerzen, sind aber in den meisten Fällen harmlos und heilen ohne Folgen wieder ab.
  • Die Chlamydien-Infektionen befällt die Harnwege und Geschlechtsorgane der infizierten Person. Die ersten Beschwerden treten in der Regel zwei bis sechs Wochen nach der Infektion auf. Die Infektion kann sich durch eine eitrige Harnröhrenentzündung, einen starken (und schmierigen) Ausfluss sowie Ziehen, Brennen und Jucken beim Wasserlassen bemerkbar machen.  Oft bleiben die betroffenen Personen ohne Symptome. Wenn sich die Chlamydien auf Gebärmutterhals, Eileiter oder Eierstöcke ausbreiten, können außerdem Symptome wie Fieber oder starke Schmerzen im Unterleib auftreten. Die Infektion kann zudem auch eine Nebenhodenentzündung hervorrufen und je nach sexuellen Gewohnheiten auch zu einer Rachenentzündung oder Enddarmentzündung führen. Inzwischen sind Chlamydien-Tests für zu Hause erhältlich. Diese sind jedoch nicht wirklich verlässlich. Eine Chlamydien-Infektion lässt sich mit Antibiotika behandeln.
  • Dellwarzen sind keine echten Warzen und anders als Feigwarzen eigentlich keine Genitalwarzen. Sie sehen diesen aber recht ähnlich und können auch in der Genitalregion auftreten. Sie tun nicht weh und sind eigentlich nicht weiter gefährlich. Wenige Patienten klagen über leichten Juckreiz. Doch werden sie aufgekratzt, können sie sich ausbreiten und lästig werden. Die warzenähnlichen Papeln werden meist stecknadelkopfgroß, hautfarben, weiß oder transparent. Sie haben eine glatte, glänzende Oberfläche mit einer kleinen Delle in der Mitte – daher auch der Name. Dellwarzen verschwinden in der Regel nach höchstens sechs bis neun Monaten wieder von selbst. Eine Behandlung ist nur nötig, wenn sie gehäuft auftreten oder nicht mehr weggehen und immer wieder kommen.
  • Donovanosis ist eine durch das Bakterium „Klebsiella granulomatis“ ausgelöste Geschlechtskrankheit, die zuerst schmerzloses Knötchen an Vulva, Penis oder Anus bildet. Diese entstehen wenige Tage bis zwölf Wochen nach der Infektion und verschwindet nach gewisser Zeit wieder. Im weiteren Verlauf bilden sich kraterförmige Geschwüre, die langsam weiterwachsen und dadurch immer mehr gesundes Haut- und Bindegewebe schädigen. Schmerzen treten in der Regel erst auf, wenn sich die Hautveränderungen entzünden. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika. Die Donovanosis kommt vor allem in den Tropen, insbesondere in Südindien, Indonesien, Papua-Neuguinea, Nordaustralien, Karibik, Brasilien, Australien und Südfrika vor.
  • Genitale HPV-Infektionen (abgekürzt für Humanes Papillomvirus) verursachen Geschlechtskrankheiten, die Gebärmutterhalskrebs hervorrufen sowie das Risiko für Peniskrebs oder Kehlkopfkrebs erhöhen können. Welche Folgeerkrankungen eine HPV-Infektion nach sich ziehen kann, hängt vom Virustyp ab. Bisher sind über 200 verschiedene HPV-Typen bekannt. Die beiden wichtigsten Hochrisiko-HPV-Typen sind HPV 16 und 18. Die meisten rufen jedoch keine Symptome hervor oder verursachen nur harmlose Hautwarzen wie etwa Feigwarzen. HPV kann durch vaginalen, analen oder oralen Sex, Petting sowie Sexspielzeug übertragen werden. Das Robert Koch-Institut empfiehlt, alle Kinder zwischen neun und vierzehn Jahren gegen HPV zu impfen. Die HPV-Impfung dient in erster Linie dazu, das Risiko von Gebärmutterhalskrebs zu senken und das Risiko für Scheidenkrebs und Peniskrebs zu verringern.

Virus

  • Herpes genitalis ist eine Virusinfektion, die durch das Herpes-simplex-Virus verursacht wird. Es gibt zwei Arten von Herpesviren: HSV-1 (Mund oder Lippen) und HSV-2 (Genitalbereich). Beide können kleine Blasen um Mund und Lippen und manchmal auch in der Nase verursachen. Oft ist die Haut in der Umgebung rot und geschwollen und kann sehr empfindlich sein. Die Blasen entwickeln sich zu Wunden und heilen meistens binnen zwei Wochen ab.
  • Gonorrhoe (Tripper) macht sich zwei bis sechs Tage nach der Infektion mit dem Erreger, den Gonokokken, bemerkbar. Menschen mit einer Vulva verspüren keine oder nur sehr milde Symptome wie einen verstärkten gelben Ausfluss, leichte Rötung, etwas Juckreiz oder eine leichte Blasenentzündung. Woingegen es Menschen mit einem Penis durchaus schlimmer erwischt. Die ersten Beschwerden hierbei sind ein schleimiger, gelber Morgenausfluss, Ausfluss aus der Harnröhre sowie brennende Schmerzen beim Wasserlassen. Gonorrhoe kann unter anderem zu Eileiterschwangerschaften, Unfruchtbarkeit und chronischen Unterleibsschmerzen sowie einer Nebenhoden- und Rachenentzündung führen. Es kann mit Antibiotika behandelt werden, auch wenn die Gonokokken sich immer häufiger gegen Antibiotika resistent zeigen.
  • Die Symptome der Hefepilzinfektion der Genitale sind vielseitig und nicht sofort ersichtlich. Man fühlt sich krank und unwohl. Typische Symptome beim Scheidenpilz sind ein Jucken und Brennen der Vulva sowie ein krümeliger Ausfluss, eventuell auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Bei zusätzlichem Befall der Harnröhre auch Schmerzen beim Wasserlassen. Wohingegen Penispilz weniger zu Juckreiz als vielmehr zu kleinen roten Pickeln auf der Eichel führt. In ausgeprägten Fällen kann es auch zu papelähnlichen Hautveränderungen und weißlichen Auflagerungen, zu einer Schwellung der Vorhaut und zu einer Eichelentzündung (Balanitis) kommen. Genitalpilze an sich sind eher unbequem als gefährlich und können mit Cremes behandelt werden. Doch Achtung: Wenn der Ausfluss aus der Scheide übel riecht (Fischgeruch), steckt eine Infektion mit Bakterien und nicht mit Pilzen dahinter. Eine solche bakterielle Vaginose sollte unbedingt ärztlich behandelt werden.
  • Ursächliche Erreger von Lymphogranuloma venereum sind die Serotypen L1-L3 der Bakteriengattung Chlamydia trachomatis. Drei Tage bis etwa drei Wochen nach der Infektion bilden sich an den Eintrittsstellen des Erregers im Genitalbereich – Penis, Eichel, Vorhaut, Scheide, Enddarm, Harnröhre – kleine, schmerzlose Knötchen oder mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Diese wandeln sich in der Folge zu kleinen Geschwüren um und heilen nach einigen Tagen von selbst wieder ab. Nach etwa 6 Wochen entstehen schmerzhafte Lymphknotenschwellungen in der Leistenbeuge und/oder im Genitalbereich und die darüber liegende Haut verfärbt sich manchmal blau-rot. Bleiben diese Schwellungen unbehandelt, können sie vereitern und aufbrechen. Lymphogranuloma venereum ist vor allem in Papua-Neuguinea, Südostindien, USA (Südstaaten), Mittel- und Südamerika (Brasilien) und Südafrika weit verbreitet.

Schmerzende Hoden

  • Die Shigellen-Enteritis oder Shigellose ist eine durch Shigellenbakterien hervorgerufene Infektionserkrankung des Darmes. Die Krankheit äußert sich durch krampfartige Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und einem schmerzhaften Stuhldrang. Es gibt leichte und schwere Verlaufsformen. Die Erkrankungsdauer kann zwischen einem Tag und einem Monat schwanken. Shigellose wird durch winzige Stuhlreste an den Händen (Schmierinfektion) weiterverbreitet. Oft bei Reisen in Länder mit geringem Hygienestandard durch bakterienhaltiges Trinkwasser, Nahrungsmittel oder auch beim Analverkehr. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt eine intravenöse Antibiotikatherapie mit Ampicillin, Trimethoprim-Sulfamethoxazol oder Chinolonen. Bei leichten Verläufen reicht eine Rehydrierung.
  • Skabies (Krätze) ist eine Hauterkrankung, die durch Parasiten (Krätzmilben) hervorgerufen wird. Typisches Symptom ist ein quälender Juckreiz, vor allem in der Bettwärme. Hinzu kommen Hautirritationen in Form von Bläschen und Pusteln sowie Rötungen und an allen Körperstellen mit Ausnahme des Gesichts und des behaarten Kopfes können kommaförmige, meist rötliche Gänge vorhanden sein. Besonders gern halten sich die Tierchen zwischen den Fingern, in den Achselfalten, Ellenbeugen, an Brustwarzen, am Nabel, am Penis und am inneren Fußrand auf. Skabies ist hochansteckend und wird durch engen Köperkontakt übertragen – das braucht nicht zwingend Geschlechtsverkehr zu sein. Meist reichen auf die Haut aufgetragene Salben zur Behandlung von Krätze aus sowie das Reinigen und Waschen sämtlicher Textilien.
  • Trichomoniasis vaginalis zählt zu den häufigsten Ursachen von Beschwerden im Bereich der Scheide. In den meisten Fällen verursacht die Infektion keine deutlichen Symptome. Die häufigsten Trichomonaden-Symptome sind ein grün und schaumig Scheidenausfluss, eine entzündete Eichel/Harnröhrenschmerzen, quälender Juckreiz, Schmerzen beim Wasserlassen und ein übelriechend. Zudem ist oft der Geschlechtsverkehr schmerzhaft. Trichomoniasis vaginalis kann leicht mit Antibiotika behandelt werden.
  • Weicher Schanker (Ulcus molle) ist die häufigste mit einem Hautgeschwür verbundene STI. Die ersten Symptome treten in der Regel etwa drei bis zehn Tage nach der Ansteckung mit dem Erreger auf. An der Eintrittsstelle der Bakterien im Genitalbereich entstehen dann zunächst ein oder mehrere schmerzlose Knötchen, die sich in den folgenden Tagen zu ovalen, daumennagelgroßen und sehr schmerzhaften Geschwüren entwickeln. Diese für das Ulcus molle typischen Geschwüre sind weich und haben einen unregelmäßig gezackten, scharfen Rand sowie eine eitrige Oberfläche. Die Geschwüre treten meist am Penisschaft, an der Vorhaut, der Eichel, am Eingang der Scheide, den Schamlippen und am Scheidenvorhof auf. Breiten sich die ursächlichen bakteriellen Erreger des Ulcus molle im Körper des aus, kann es zusätzlich zu schmerzhaften und entzündlichen Lymphknotenschwellungen kommen. Die Infektion ist weltweit, insbesondere in Vorderasien, Asien und Afrika verbreitet und wird mit Antibiotika behandelt.

Der Gang zum Facharzt verschafft Sicherheit.

Bakterielle Vaginose

Die bakterielle Vaginose ist keine Infektionskrankheit, obwohl sie wie eine wirkt. Dies liegt daran, dass die Symptome normalerweise nach dem Geschlechtsverkehr auftreten. Sie ist auf das Überwachsen der natürlichen Bakterien der Vagina zurückzuführen. Spezifische Ursachen sind noch nicht bekannt. Einer der äußeren Faktoren, die den Bakterienstamm stören, ist zum Beispiel ein*e neue*r Sexualpartner*in.

Bakterielle Vaginose ist ein langwieriges, aber harmloses Unbehagen und ihre Behandlung ist ziemlich mühelos und effektiv. Normalerweise bedarf es keiner besonderen Behandlung. Bei schwerwiegenden Symptomen wird die Entzündung meistens mit Metronidazol behandelt, einem Antibiotikum. Bei milderen Symptomen werden Antibiotika im Allgemeinen nicht empfohlen, um Antibiotika-Resistenzen zu vermeiden.

Filzlausbefall

Keine schöne Vorstellung, doch es kommt oft vor, denn Läuse gelangen in der Regel durch engen Körperkontakt von Wirt zu Wirt. Die bis zwei Millimeter kleinen Filzläuse nisten vorwiegend an den Schamhaaren ein. Können aber auch an Barthaaren, Augenbrauen, Wimpern und bei starker Behaarung unter den Achseln, an den Oberschenkeln und auf dem Bauch zu finden sein. Befruchtete Weibchen legen ihre Eier (Nissen) an den Haarschäften ab. Eine klebrige Substanz sorgt dafür, dass sie auch mithilfe von Wasser und normalen Waschlotionen nicht beseitigt werden. Da Filzläuse sich von dem Blut ihres Wirts ernähren, gehören Hautreizungen und Juckreiz zu den häufigsten Symptomen.  Die Rasur des Intimbereichs kann es für die Parasiten schwieriger machen, sich einzunisten. Doch auch das bietet keinen verlässlichen Schutz. Doch sind Filzläuse mit vom Arzt verschriebenen Cremes und Shampoos gut behandelbar.

Safer Sex

Welche STI-Tests gibt es?

Für viele Geschlechtskrankheiten gibt es spezielle Testverfahren. Neben Ärzten bieten Aidshilfen, Gesundheitsämter und Testprojekte wie Checkpoints Tests auf Geschlechtskrankheiten an. Testen lassen sollte sich alle, die Symptome einer Geschlechtskrankheit aufweisen oder ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten.

Bestehen bereits Symptome oder liegt ein konkreter Verdacht vor, übernehmen die Krankenkassen zumeist die Kosten für den Test. Gute Informationsquellen über STIs findest du auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts oder auf NetDoktor.de.

Zur Vorbeugung von STIs im Genital- und Analbereich sollte man vor allem bei Urlaubsflirts immer ein Kondom verwenden. Einen sicheren Schutz bietet Safer Sex zwar nicht, da viele der STIs schon durch Schmierinfektion übertragen werden können. Allerdings reduzieren Kondome das Ansteckungsrisiko erheblich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.