Vom kurzen Zwischenstopp zum Leben auf Zeit – Wien hat mich ausgebremst
Der Plan war simpel: Wien als kurzer Halt. Zwei Nächte, vielleicht drei. Ein paar Fotos, ein Artikel, dann weiter. So läuft das normalerweise. Dann kam alles anders. Ich kam früh morgens an, ein bisschen müde vom Nachtzug, mit diesem typischen Backpacker-Gefühl: noch halb unterwegs, noch nicht richtig da. Die ersten Stunden liefen auch genau so ab, wie man es kennt. Rucksack ins Hostel, losziehen, möglichst viel sehen. Stephansdom, einmal außen rum, kurz rein. Später Schloss Schönbrunn. Schön, keine Frage. Aber nach einer Weile hatte ich das Gefühl, ich arbeite eine Liste ab. Und genau da fing es an zu kippen. Irgendwann hörst du auf, alles sehen zu wollen Ich weiß noch, wann sich mein Blick verändert hat. Ich bin einfach losgelaufen, ohne Ziel. Kein Google Maps, kein „Top 10 Wien“-Artikel. Plötzlich waren andere Dinge interessant. Ein kleiner Supermarkt, in dem die Kassiererin jeden zweiten Kunden kennt. Innenhöfe, die man nur
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