Nachhaltiger Tourismus – Die Zukunft von Camping

Nachhaltiger Tourismus ist heute ein absolutes Trendwort in der Reisebranche. Jahre lange musste man Zugeständnisse machen, weil Angebote und Lösungen zu teuer waren, aber in den letzten Jahren hat sich einiges getan. Wir wollen in dem Artikel etwas mehr auf nachhaltigen Tourismus eingehen und was das mit der Zukunft von Camping zu tun hat. Was ist nachhaltiger Tourismus überhaupt? Wo funktionierte Eco Tourismus gut und woher kommt der Trend? Wie sieht ein Nachhaltiger Campingurlaub aus…. Ich selber konnte auf meinen Reisen ein paar Erfahrungen sammeln und möchte sie gern mit euch teilen.

Was ist Nachhaltiger Tourismus?

Nachhaltiger Tourismus (auch sanfter Tourismus genannt) ist eine Form des Reisens, die drei wesentliche Anliegen verfolgt:

  • so wenig wie möglich auf die bereiste Natur einzuwirken bzw. ihr zu schaden,
  • die Natur möglichst nah, intensiv und ursprünglich zu erleben,
  • sich der Kultur des bereisten Landes möglichst anzupassen.

Das Konzept fördert das Verständnis zur Nutzung der vorhandenen Ressourcen und vor allem dessen erhalt für künftige Generationen. Es geht um Achtsamkeit, aber auch intelligent Nutzung von Natur und der Umwelt.

Es gibt neben den ökologischen Aspekt auch soziokulturelle und wirtschaftliche Aspekte. Die Welttourismusorganisation (UNWTO) definiert nachhaltigen Tourismus als „vollumfängliche Berücksichtigung von gegenwärtigen und zukünftigen ökonomischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen im Einklang mit Bedürfnissen der Besucher, der Industrie, der Umwelt und Einheimischen.

Der Trend vom Eco-Tourismus

Nachhaltigkeit und der Erhalt der Erde für die Generationen nach uns, ist ein wichtiges Thema in Tourismusbranche geworden. Es wird immer öfters nach Nachhaltigem Tourismus mit einer gesunden Ökobilanz gefragt. Das liegt vor allem an dem Gesundheitstrend in den letzten Jahren. Bio Obst, Yoga und vielleicht sogar die Hipster Szene (Spaß muss sein) hat einen gesunden Anteil daran.

Die Tourismusbranche beschäftigt sich zwar schon jahrelang mit dem Thema Nachhaltigkeit, aber oft haperte es an Preis. Eine Lösung, gerade im Bereich der Sanitäranlagen waren für Besucher nicht zufriedenstellend. Mit den Jahren hat sich das aber gebessert und in vielen Regionen bekommt man tolle Angebote mit Fairen Preisen.

Für mich sind die Galapagos Inseln eines der besten Beispiele wie Nachhaltiger Tourismus funktionieren kann. Natürlich ist auch da nicht alles „grün“, gerade weil es durch den Boom so bekannt wurde, aber es wird bei der Vermarktung viel Wert daraufgelegt. Auch Island hat für mich einen sehr grünen Charakter. Ich selber war dort in einem Eco Hostel und total begeistert (mehr über meinen Backpacking Trip nach Island).

Eco Tourismus

Ist nachhaltiger Tourismus die Zukunft vom Camping

Camping war einmal ein echter Hit. Mit jedem Geldbeutel konnte man an die Ostsee. Entweder im Zelt, mit dem Camper und einem kleinen Bungalow auf dem Campingplatz. Mit den Jahren ist es nicht mehr so beliebt. Natürlich geht man gern als Jugendlicher Zelten, aber als junger erwachsene macht man sich doch eher als Backpacker auf in die Welt. Irgendwann sind auch Hotels im Ausland so günstig geworden, dass nur noch eingefleischte Camper ihrer Leidenschaft nachgehen…

Mit dem Nachhaltigen Tourismus können aber gerade Camper punkten und eine moderne Zukunft steuern – Digital und Nachhaltig! So können kleinen Camper sich mit dem Smartphone steuern lassen. Mobile Router bieten Internet und das Tablet kann schnell zu einem kleinen Fernseher umgewandelt werden. Mit Netflix und Co. Sind Programme und Filme auch kein Thema mehr.

Es gibt immer mehr Preise und Aufmerksamkeit in dem Bereich und auch der Trend vom Glamping ist wohl eine logische Schlussfolgerung. Camping wird wieder IN, es wird bunt und modern. Es lässt hoffen für viele! In Frankreich gibt es auf der Plattform Yelloh! Village sogar Luxus und Nachhaltigkeit vereint.

Luxus Camping

Wie sieht ein Nachhaltiger Campingurlaub aus

Wie sieht es aus mit der Nachhaltigkeit in puncto Campingurlaub. Transportmittel, Campingplätze, Aufenthalt, Unterkünfte, Umgebung und Aktivitäten. Was machen die verschiedenen Anbieter und wie gehen die Campingplätze damit um? Was kann man selbst im Urlaub tun? Auf welches Punkte muss ich im Mobilheim oder Zelt achten? Wir gehen mal auf ein paar Punkte ein

Nachhaltige Transportmittel?

Ein Campingurlaub ist die umweltfreundlichste Urlaubsform vor Ferienhäusern und Hotels. Schon allein der CO2-Ausstoß für Hin- und Rückreise mit dem PKW ist um ein Drittel weniger als mit dem Flugzeug. Man kann zwar über Portale wie atmosfair einem Betrag von 13 Euro als Kompensierung für den CO2-Ausstoß spenden oder aber einen beliebigen Betrag spenden, aber wenn ich ehrlich bin, dann halte ich von so etwas immer sehr wenig, weil ein Teil des Geldes ja doch in irgendeine private Tasche geht. Wer es nicht so weit hat, kann auch eine Fahrgemeinschaft bilden oder Trampen… Ja es gibt Hardliner, die sogar mit Fahrrad nach Australien fahren =)

Was machen die Campinganbieter und Campingplätze?

Es gibt Nachhaltigkeitszertifikate wie z.B. Viabono. Dort werden vier Punkten geprüft: Abwasser, Abfall, Energie und Lebensmittel. Es wird eine Bereichs-Kennzahl ermittelt, die Ergebnisse werden anschließend mit statistisch erhobenen Mittelwerten in den Bereichen Energie, Wasser und Liter Restmüll pro Übernachtung verglichen. Zertifizierte Betriebe liegen liegen mit ihren Verbräuchen pro Gast und Übernachtung mindestens 30% unter diesen Mittelwerten.

Achtung: Viele Campingplätze haben ein Ökolabel, aber es ist nicht immer alles das drin, was draufsteht. Ist ja im Supermarkt nicht anders. Wer Wert drauf legt, der fragt nach oder recherchiert. Die meisten

Campingplatze sind meist in Natur gelegen, darum geht es bei Mülltrennung und der sorgsame Umgang mit Energie und Wasser eher darum die Natur rund um den Campingplatz zu schützen und den Verbrauch einzuschränken. Schlagworte sind hier Solarenergie, Energiesparlampen, Bewegungs- und Lichtsensoren, Zeitschaltuhren für die Klimaanlage und Heizung und sparsame Wasserhähne und Duschen.

Lagerfeuer beim Camping

Was kann man selbst tun mit Bezug auf nachhaltigen Tourismus?

Grundsätzlich gilt „Nicht im Glashaus sitzen und mit Steinen werfen“. Bevor wir uns nur im Urlaub mit Nachhaltigkeit beschäftigen sollten wir aus dem Alltag heraus mal Gedanken machen wie wir leben. Das möchte ich einfach mal persönlich mitgeben ohne explizit mit den Finger auf bestimmte Dinge zu zeigen.

Auf Folgende Dinge kann man selbst etwas mehr achten um nachhaltig Urlaub zu machen:

  • Mülltrennung
  • Wasser- und Energieverbrauch
  • Sorgevoller Umgang mit Tieren und Umwelt
  • Respekt vor Einheimischen
  • Plastikprodukte meiden
  • Eco Produkte im Bad (Toilettenpapier, Seife, Shampoo)

Was meint ihr gehört noch dazu? Bitte ergänzt Eure Meinungen und Tipps in den Kommentaren. Wer noch nie mit einem Camper unterwegs war, der kann sich auch den Artikel „Backpacking Rundreise / Road Trip in Portugal“ durchlesen.

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