In 36 Tagen durch Skandinavien – Dänemark

Nachdem wir 30 Tage lang durch Norwegen und Schweden gepilgert sind, haben wir am 19. Januar 2019 das letzte Ziel unserer Reise erreicht – Dänemark. Genauer gesagt: Kopenhagen. Ein letztes Mal ging es mit unseren beiden Koffern auf Erkundungstour. Zählt man mein Auslandssemester dazu, war dies meine Endstation, bevor es nach 6 Monaten zum ersten Mal zurück in die Heimat ging. Jeder Reisende unter euch kennt sicherlich das Gefühlschaos, wenn sich ein Urlaub dem Ende neigt. Man hat immer ein lachendes und ein weinendes Herz dabei. Umso mehr haben wir Kopenhagen genossen – und ich muss sagen, dass ich die dänische Hauptstadt definitiv ins Herz geschlossen habe! 

 

Cannabis und Hasch Cookies in Christiania

Schon an der Pforte zu Christiania schlägt uns der Geruch von Marihuana entgegen. Christiania – ein Freistaat inmitten von Kopenhagen. Hier gelten andere Regeln: Der Konsum von Cannabis ist legal, Autos sowie Motorräder sind verboten und eine eigene Währung gibt es auch.

Dänemark rechtfertigt die Existenz von Christiania als „soziales Experiment“. Denn obwohl der Freistaat seit 1971 existiert, wird die autonome Gemeinde von den dänischen Behörden lediglich geduldet. 

Besonders auffällig sind die Häuser, in denen die Bewohner leben. Jedes Einzelne ist ein buntes Unikat, gestaltet nach grenzenloser Fantasie, teilweise rund, windschief und damit völlig frei von den Gesetzen des kastenförmigen Baustils.

Vor ihren Häusern sitzen die Bewohner in der Sonne, ziehen an ihrem Joint und wirken völlig im Reinen mit sich und der Welt. Ein Besuch von Christiania ist wie eine kleine Zeitreise zurück in die 80er Jahre. Hippies, Peace and Love – das ist das, was die kleine Kommune versinnbildlicht.

Erst der Schriftzug an der Pforte zu Kopenhagen holt die Besucher zurück ins Hier und Jetzt: „You are now entering the EU“ wurde dort in geschwungenen, roten Lettern in das alte Holz geritzt. 

Venedig-feeling in Nyhavn

Nyhavn ist der alte Hafen in Kopenhagen und meiner Meinung nach auch die schönste Gegend der Stadt! Hier passt einfach alles zusammen: Die schönen, antiken Boote im Kanal, die bunten Fachwerkhäuser, die die Fußgängerzone säumen und die kleinen Kanalbrücken, die mit schillernden Liebesschlössern versehen wurden. Hier bleibt die Kamera garantiert nicht lange in der Tasche!

Foodies aufgepasst!

Bei so viel Lauferei und Sightseeing darf auch der Magen nicht zu kurz kommen! Und was gibt es schöneres als Foodhallen? Ich für meinen Teil bin jedenfalls ein Riesen Fan davon! Sich von Stand zu Stand durchzuprobieren ist doch herrlich! Genau das könnt ihr in der Torvehallerne tun! 

Und wenn ihr schon in dieser Gegend seit, dann legt doch auch unbedingt einen Stopp bei dem Schloss Rosenborg ein. Nur 30 Minuten Fußweg von der Torvehallerne entfernt ragt das kleine, elegante Schloss grazil in den Himmel. 

Nicht weit entfernt räkelt sich die kleine Meerjungfrau an der Uferpromenade auf ihrem Fels. Die Bronzefigur gilt als eines der kleinsten Wahrzeichen der Welt und ist eine beliebte Sehenswürdigkeit in der Gegend Osterbro.

Last but not Least

Wenn ich jetzt auf unsere Rundreise zurückblicke, kann ich aus ganzem Herzen sagen, dass es für mich eine der schönsten und besondersten Erlebnisse war! Es war einfach nicht dieser typische Standardurlaub Strand-Sonne-Meer, sondern eine Reise durch das eisige, winterliche Skandinavien; fernab von der Hauptsaison. Das hat es so besonders gemacht. Einfach mal aus dem Reisetypus auszusteigen. 

Norwegen-Schweden-Dänemark: Drei unglaublich schöne Länder, mit majestätischer Natur und einem Reiz, den man so nur im hohen Norden finden kann. Skandinavien mag vor allem preislich für viele auf den ersten Blick abschreckend wirken.

Aber mit einer rechtzeitigen Planung kann man sich den ein oder anderen Frühbucherrabatt sichern und außerdem Geld sparen, wenn man auf Hostels statt auf Hotels setzt. Für insgesamt 3 Länder, 5 Flüge, 8 Unterkünfte und sämtliche Bus- und Zugverbindungen haben wir letztendlich für einen Zeitraum von 5 Wochen 2000€ pro Person ausgegeben. 

Dadurch, dass wir nicht zur Hauptsaison gereist sind, hatten wir den Vorteil, alle Sehenswürdigkeiten vollkommen für uns allein zu haben – heißt also keine Warteschlangen, Touristenmassen oder Wucherpreise!

Ebenfalls ordentlich Geld gespart haben wir, indem wir fast ausschließlich auf öffentliche Verkehrsmittel verzichtet haben und nahezu alles zu Fuß gelaufen sind – womit wir laut FitBit in den 5 Wochen insgesamt eine Strecke von 470km gegangen sind! 😀 

Was das Essen betrifft haben wir oft in der Gemeinschaftsküche der Hostels gekocht. Denn auswärts essen ist geht in Skandinavien richtig ins Geld! Lieber morgens im Hostel eine kleine Lunchbox für den Tag vorbereiten als unterwegs ein völlig überteuertes Sandwich für 10€ zu kaufen. 🙂 

Jedem, der mit dem Gedanken spielt, Skandinavien zu bereisen, kann ich nur ermutigen, es zu tun! Es lohnt sich! Das einzige skandinavische Land, das bei uns noch offen ist, ist Finnland- das steht allerdings bereits ganz oben auf meiner Bucket-List! 🙂 

Stay tuned and hugs, 

Eure Jana 😉 

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