Die größten Fehlers eines Backpackers

Erfahrungen als Backpacker

Unser Thema dreht sich heute um Fehler, die Backpacker vor und während ihres Trips begehen könn(t)en. Wer jetzt allerdings gleich hier so eine typische Liste mit Backpacker-Fehler erwartet, der wird zuerst einmal enttäuscht. Denn ich frage mich zuerst einmal: Was überhaupt Fehler von Backpackern sein könnten. Für mich gibt es nur in der Hinsicht Fehler, wenn dabei Leib und Leben in Gefahr geraten. Das kann durch Ignoranz oder Pech sein. Eins ist sicher, Erfahrung hilft noch lange nicht vom Pech verschont zu bleiben. Sie verringert nur etwas das Risiko in Fallen zu tappen.

Doch im Grunde kann man beim Backpacking wenig Fehler begehen. Fehler begeht derjenige, der sie dafür nimmt. Ich stecke (mit Ausnahme durch Dummheit oder Selbstüberschätzung zugefügte Fehler) alle “Fehler” in die Kategorie “Lehrgeld zahlen”. Und die hat wenig mit Fehlern zu tun, denn es lässt sich bei fast allen so scheinbar negativen Erlebnissen immer etwas Positives daraus gewinnen. Ich selbst “falle” nach so vielen Jahren auf Tour noch auf die scheinbar dümmsten Tricks rein. Doch es ist mir mittlerweile völlig egal geworden, weil ich so gut wie keine Reisepläne mache und daher die Ereignisse nehme wie sie kommen.

Sind Fehler beim Backpacking wirklich Fehler?

Die Frage in der Überschrift ist klar mit “nein” zu beantworten. Ein paar weise Zeitgenossen, denen das Reisen ebenfalls am Herzen lag, haben schon vor Jahrhunderten Sprüche losgelassen wie: »Ich kenne die Welt, ich habe aber gar zu viel Lehrgeld aus geben, bis ich die Welt hab kennen lernen«. Oder: »Wenigstens hab ich ein hübsches Lehrgeld für dieses Stück meiner Weltkenntnis gegeben”. Daraus lässt sich für mich durchaus keine Niedergeschlagenheit und Pessimismus erkennen.

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Vielmehr haben diese Traveler – ob es Backpacker waren weiss ich nicht – aus ihren Fehlern gelernt oder etwas Positives mitgenommen, sonst wären die Aussagen weitaus krasser ausgefallen. Und genau das solltet ihr auch tun, wenn euch ein scheinbares Missgeschick auf Reisen passiert. Nehmt die Sache mit Humor. Sie wird später Anlass für die tollsten Geschichten am Lagerfeuer sein. Alles was glatt gelaufen ist, werdet ihr vergessen.

Sicherlich gehört auch eine Menge Glück dazu. Selbst erfahrene Backpacker sind trotz bester Planung vor “Fehlern” nicht sicher. Ein Beispiel. Ich war mit meiner Reisepartnerin in Buenos Aires unterwegs. Wir hatten jeden Tag mein Laptop in einem kleinen Daypack mit dabei, weil uns das Hostel nicht sicher erschien. Ein einziges Mal ließen wir es im Hostel und just an dem Tag wurde uns auf eine ganz clevere Art und Weise der Rucksack aufgeschnitten. Glück im Unglück.

Welche einfachen Fehler solltet ihr nicht beim Backpacking begehen?

Am Schluss doch noch ein paar Tipps, die euch helfen grobe Fehler zu vermeiden. Das geht schon beim Packen los. Zu groß, zu viel und zu schlecht gepackt. Damit versaut ihr euch die ganze Tour ab dem ersten Tag. In dieser Hinsicht gilt es je nach Land und Saison nach allen Regeln der Kunst den Rucksack zu packen. Haltet euch aus den gefährlichen Zonen fern. Das ist leichter gesagt als getan. In Südamerika und Asien lauern die Fallensteller in den Touristengebieten, in den Altstädten und um die Sehenswürdigkeiten. Ihr kommt also kaum drumherum.

Schützt euch daher gegenseitig. Am besten macht ihr euch immer mit mehreren Leuten auf Entdeckungstour. Ein weiterer essentieller Tipp ist: Taxi fahren – und zwar offizielle Taxis. Ihr zahlt zwar etwas mehr, umgeht aber das Risiko, dass euch in Bussen oder der U-Bahn das Gepäck aufgeschnitten wird. Vor allem nachts solltet ihr nie allein zurücklaufen. Reist niemals ohne eine gültige Auslandsreiseversicherung los. Wenn die Ärzte vor Ort individuell ihre Dienste abrechnen, werdet ihr des Lebens nicht mehr froh. Selbst ein Armbruch kann Tausende von Euros kosten. Bleibt auf eurer Backpacker Tour flexibel. Viele schöne Orte werdet ihr erst durch Mundpropaganda unterwegs kennenlernen. Und noch was: Lasst den Lonely Planet Reiseführer weg. Außer ihr wollt der Schafsherde folgen.

 

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