Malaysia – Als Backpacker in Singapur

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Wer als Backpacker unterwegs ist, sollte Singapur keinesfalls verpassen. Der Stadtstaat in Malaysia mit rund 5,5 Millionen Einwohnern hat für jeden Besucher das passende Angebot an Orten, Möglichkeiten und Sehenswürdigkeiten. Auf der ganzen Welt gibt es kaum eine Stadt, die so multikulturell geprägt ist wie Singapur. Obwohl Singapur ganz klar zu Asien gehört, ist die Stadt sehr stark von westlichen Mustern geprägt.

Geografisch betrachtet liegt Singapur an der äußersten Spitze der malaiischen Halbinsel und ist rein flächenmäßig der kleinste Staat in Südostasien. Von seiner Größe entspricht er ungefähr Hamburg. Dass Singapur zu den meist besuchten Städten der Welt gehört, bezeugen die rund 11 Millionen Besucher, die sich jährlich auf den Weg in dieses Paradies machen. Trotz der Größe der Stadt überzeugt Singapur all seine Besucher durch enorme Sauberkeit, Ordnung und ein hohes Maß an Sicherheit.

Allgemeine Reiseinfos

Wer eine Singapur-Reise anstrebt, dem sollte bekannt sein, dass der Reisepass zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Ebenfalls wird eine Einreise nur dann gestattet, wenn der Reisepass noch freie Seiten vorweist. Ein Visum muss für einen Aufenthalt, der den Zeitraum von 90 Tagen nicht überschreitet, nicht beantragt werden. Auch deswegen ist Singapur für viele Reisende, insbesondere für einen kurzen Zwischenstopp, sehr beliebt.

Wetter und Klima in Singapur

Das asiatische Klima unterscheidet sich grundsätzlich sehr stark von dem Europäischen. Aufgrund der Nähe zum Äquator herrscht ganzjährig eine enorm hohe Luftfeuchtigkeit. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen bei rund 28 Grad Celsius, wodurch ein tropisches, feuchtheißes Klima entsteht. Am Klima gemessen liegt die beste Reisezeit, um Singapur zu besuchen, zwischen März und September. In diesem Zeitraum liegt die Luftfeuchtigkeit in der Regel bei 95 % und der allgemeine Niederschlag ist im Durchschnitt verhältnismäßig gering. Daher wird diese Zeit auch als „trockene Zeit“ bezeichnet. Der höchste Niederschlag wird in Singapur zwischen November und Januar verzeichnet. Der Grund hierfür ist der Nordostmonsum.

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Getting Around Singapore – Möglichkeiten des Transports

Die Fortbewegungsmöglichkeiten sind für Touristen in Singapur sowohl vielfältig als auch günstig. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in der Millionenstadt enorm gut vernetzt, was bedeutet, dass die Metro jeden Besucher an sein angestrebtes Ziel bringt. Insgesamt ist das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr preiswert. Mit dem Tourist Pass oder der EZ-Link-Karte, die für 12 Dollar erhältlich sind, kann jedes öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. Zum Vergleich: Eine einzelne Fahrkarte kostet 1 Dollar.

Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, einen Mietwagen zu leihen. Diese sind allerdings mit durchschnittlich rund 100 Dollar am Tag vergleichsweise teuer. Außerdem sollte im Hinterkopf gehalten werden, dass in Singapur Linksverkehr herrscht. Dieses Abenteuer ist nicht für jeden etwas, der das Autofahren im Rechtsverkehr gewohnt ist.

Auch Taxen sind als Transportmittel in Singapur zu finden. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass je nach Tageszeit Aufschläge in der Bezahlung verlangt werden. Auch wird teilweise preislich zwischen komfortablen und weniger komfortablen Taxen differenziert. Im Grunde genommen gibt es auch keine überragenden Argumente, weshalb ein Taxi geordert werden sollte. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in Singapur mit unzähligen Kameras ausgestattet und dementsprechend sicher.

Sightseeing in Singapur – Must Sees

Wie jede Großstadt hat auch Singapur für seine Besucher einiges zu bieten. Nicht nur tagsüber können Touristen die unterschiedlichsten Ecken der Millionenstadt entdecken. Auch nachts hat Singapur einiges im Angebot, das seine Touristen verzaubert.

Sightseeing am Tag – vom Abtauchen in andere Welten bis in die Natur

Wie bereits angekündigt, hat Singapur für jeden seiner mehreren Millionen Besucher das Passende zu bieten. Insbesondere kulturell ist Singapur stark geprägt und gibt den Touristen die Möglichkeit, innerhalb ein und derselben Stadt unterschiedliche Kulturen kennenzulernen.

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Gardens By the Bay

Dieser Garten gehört zu den wahrscheinlich bekanntesten botanischen Gärten weltweit. Mit seinen groß und modern gestaltet Gewächshäusern verzaubert er alle Besucher. Nicht nur die Architektur der Gewächshäuser ist bewundernswert, sondern auch die unterschiedlichsten, seltenen Pflanzenarten, die hier zu finden sind.

Sri Mariamman Temple

Dieser Tempel gilt als älteste hinduistische Kulturstätte Singapurs und verzaubert bereits von außen mit seiner farbenfrohen Pracht. Zu finden ist der Sri Mariamman Temple in Chinatown. Wer die Kulturstätte von innen besichtigen will, tut gut daran, angemessen gekleidet zu sein. Außerdem ist darauf zu achten, seine Schuhe vor dem Betreten des Tempels auszuziehen.

Buddha Tooth Relic Temple und Museum

Auch dieser Tempel ist in Chinatown zu finden. Obwohl es keine handfesten Beweise dafür gibt, wird behauptet, in diesem Tempel sei ein echter Zahn des Buddhas aufbewahrt. Die Echtheit des Zahns wurde nie bestätigt. Trotzdem sollte man sich den Tempel unbedingt angeschaut haben, wenn man in Singapur ist. Die Architektur, die auf die Tang-Dynastie zurückgeht, ist in einem ganz besonderen Stil gehalten und ermöglicht es so, sich in eine andere Welt zu denken.

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Merlion Park

Der Merlion Park ist bequem mit der Metro zu erreichen. In dem Park ist das Wahrzeichen Singapurs zu finden. Es besteht aus einem Löwenkopf und einem Meerjungfrauen-Körper. Aus den englischen Begriffen „Lion“ und „Mermaid“ setzt sich der Name der Statue zusammen. Sie gilt als Schutzpatron der Stadt und soll Stärke und Verbundenheit zum Meer symbolisieren. Außerdem hat man im Park noch unzählige weitere Attraktionen im Blickfeld.

Nachtleben in Singapur – das sollte man nicht verpassen

Insbesondere die Marina Bay Sands zieht mit ihrem Infinity-Pool, der einen 360-Grad-Ausblick über Singapur bietet, nicht nur tagsüber Hunderte Touristen an. Jeder der sich vor der Anreise nach Singapur mit der Stadt beschäftigt, wird auf die Marina Bay Sands stoßen. Das Gebäude ist rund 190 Meter hoch und besitzt eine 340 Meter lange Dachterrasse, von der aus man nach Indonesien blicken kann.

Vom Infinity-Pool aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die gesamte Bucht. Wer nicht nur die Aussicht genießen will, hat viele andere Möglichkeiten, in diesem Gebäude seine Zeit zu verbringen. Der riesige Komplex hat natürlich auch ein umfangreiches Casino, in das Hotelbewohner und Touristen aus dem Ausland kommen. Neben Klassikern wie Roulette, Spielautomaten und Blackjack ist Baccarat bei Asiaten besonders beliebt. In dieser Form des Casinospiels können einzelne Spieler als Bank fungieren und direkte Gegner werden. Die Hotelfläche erstreckt sich über insgesamt 200000 m², die Hoteltürme ragen über 190 Meter in den Himmel.

Essen

In Singapur gibt es viele Streetfood Markets, an denen unbesorgt Essen gekauft werden kann. Auch hier ist für jeden etwas dabei. Die Küche bedient malaysische, chinesische, koreanische und indische Liebhaber. In der Regel kostet das Essen nicht mehr als 5 Dollar. Auch beliebt zum Essen sind die Angebote im Hawker Centre. Als Tourist gilt zur Orientierung die Faustformel: Wo viele Einheimische zu finden sind, kann man gut essen gehen.

Natur

Obwohl Singapur eine Großstadtmetropole ist, kommen auch Naturliebhaber auf ihre Kosten. Neben dem Gardens by the Bay bietet Sentosa Island die Möglichkeit zur Flucht aus dem Großstadttrubel. Sentosa Island ist die größte Insel Singapurs. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um eine natürliche Insel, sondern um eine durch Sand aufgeschüttete Insel. Auf der Insel ist ein großer Freizeitpark gebaut worden, der einiges zu bieten hat. Von einem großen Unterwasser-Aquarium bis hin zur typischen Freizeitparkatmosphäre. Ebenfalls können Besucher der Insel einen Schmetterlingsgarten besuchen, in dem sie Schmetterlingen aller Art so nah kommen, wie noch nie zuvor.

Neben Sentosa Island gibt es in der Gegend von Singapur noch weitere Inseln, die mit ihrer Schönheit verzaubern. Hierzu gehören: Kusu Island, St. John’s Island, Lazarus Island, Sister Island und Palau Ubin. Letztere Insel gewährt den Besuchern sogar Einblick in teilweise unberührte Bereiche der Natur.

Wer nicht nur am Strand liegen und entspannen möchte, dem bietet Singapur sogar die Möglichkeit, Wandern zu gehen. Die Southern Ridges sind hierfür sehr beliebt. Und wer sogar bis zum Mount Faber wandert, wird mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.

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Sicherheit

Da man es von europäische Großstädten eher weniger gewohnt ist, überrascht es häufig, wenn man hört, dass Singapur zu den sichersten Reiseländern Asiens gehört. Allgemein sind die Verhaltensvorschriften in Singapur deutlich zu erkennen. In den Parks hängen Plakate, auf denen für jeden verständlich dargestellt wird, was erlaubt ist und was nicht.

Generell wird in der gesamten Stadt ein enorm hohes Maß an Kameraüberwachung eingesetzt. Obwohl dies einen Eingriff in die Privatsphäre bedeutet, kann so die Sicherheit der Bewohner und Reisenden sichergestellt werden. Nur so kann garantiert werden, dass die Stadt auch nachts sicher ist.

Finanzen

Ob der Aufenthalt in Singapur kostspielig oder günstig wird, kann im Grunde jeder für sich selbst entscheiden, da es von den persönlichen Ansprüchen abhängig ist. Hostels können beispielsweise schon ab 10 Dollar pro Nacht gebucht werden. Selbstverständlich sind dem preislichen Rahmen nach oben hin aber keine Grenzen gesetzt. Backpacker sollten auf Internetseiten wie hostelbookers oder hostelworld zurückgreifen, um in ihrer Nähe ein für sie passendes Angebot zu finden. Auch der restliche Lebensunterhalt ist verhältnismäßig günstig. Essen kann man in Chinatown schon ab 2€ bekommen.

Wer nach Singapur reist, sollte auf eine Kreditkarte nicht verzichten. In großen Läden oder Hotels und Hostels kann problemlos mit Karte gezahlt werden. Auf Märkten wird jedoch nur Bargeld angenommen. Dieses kann an den Geldautomaten abgehoben werden. Mit der Kreditkarte ist das Geldabheben im Ausland grundsätzlich kostenlos, sollte der Anbieter des Geldautomaten nicht selbst Gebühren erheben. Geldautomaten sind in Singapur an fast jeder Straßenecke zu finden, weshalb trotz des hohen Maßes an Sicherheit nicht zwangsläufig viel Geld im Portemonnaie sein muss.

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